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Angebot vom Handy-Riesen Xiaomi: Für nur 275 Euro gibt es einen Mini-Segway

Kein, smart und immerhin 16 km/h schnell. Xiaomi hat den Segway geschrumpft und wirft den praktischen Elektrotransporter zum Kampfpreis auf den Markt.

Die Deichsel geht nur bis zum Knie

Die Deichsel geht nur bis zum Knie

Der Segway sollte die Mobilität in den Städten verändern. Als das Gerät im Jahr 2001 vorgestellt wurde, hat man es euphorisch begrüßt. Der Segway versprach, dass man lautlos und mühelos die Städte durcheilen konnte. Die selbstbalancierenden Segways besitzen eine unbestreitbare Eleganz  in der Bewegung. Das Gerät selbst sieht jedoch eher grob und plump aus. In etwa wie ein römischer Streitwagen, dem die Pferde weggelaufen sind.

 

Bei privaten Käufern konnte sich der Segway nie durchsetzen. Das lag vor allem am Preis: Für über 7000 Euro kann man ein ganzes Auto bekommen, für einen Gimmick-Transporter ist das eindeutig zu viel. Hinzu kamen Probleme mit der Handhabung: Der Segway ist viel zu schwer, um ihn über Treppen zu bewegen oder mal ins Auto zu legen.

Die Reichweite von 22 Kilometern sollte das Tagespensum eines Fußgängers abdecken,

Die Reichweite von 22 Kilometern sollte das Tagespensum eines Fußgängers abdecken,

Wegen Patent-Streitereien hat das chinesische Start Up Ninebot im April kurzerhand Segway gekauft, das Kapital dafür stammte vom Xiaomi. Der Smartphone-Riese sieht offenbar eine großes Potential bei den flotten Gehhilfen. Geldgeber Xiaomi hat das unförmige Gefährt nun smart gemacht. Das neue Gerät nennt sich Ninebot Mini und sieht aus wie ein Segway in klein. Dadurch lässt sich das Ganze leichter transportieren. Mit einem Gewicht von 12,8 Kilogramm kann man den Mini einfach in den Kofferraum legen oder ihn mit einer Bus- bzw. Bahnfahrt kombinieren. Die Reichweite soll 22 Kilometer betragen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 16 km/h.

 

Aber die größte Überraschung ist der absolute von 300 Dollar, das entspricht etwa 275 Euro. Dafür gibt es nicht einmal ein Baumarkt-Fahrrad. Im deutschen Markt sind derzeit von Ninebot nur das Elite und das One erhältlich. Das Elite sieht aus wie ein Segway-Klon und kostet über 3500 Euro, beim One handelt es sich um eine selbstbalancierendes Einrad, sein Preis liegt bei über 1000 Euro.

Marktstart in China für das Ninebot Mini ist der dritte November. Auf der französischen Ninebot-Webseite können sich allerdings Interessenten vormerken lassen, also ist wohl mit einem offiziellen Import zu rechnen. Der Europa-Preis ist nicht bekannt. Wer bereit ist, die Probleme mit einer offiziellen Zulassung zu ignorieren, dürfte das Gerät auf den üblichen Plattformen in China schon im November zu dem Knaller-Preis von 300 Dollar kaufen können.

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