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Pariser Autosalon 2016: Elektroträume an der Seine

Bei den vergangenen Messen war es vergleichsweise ruhig an der Front der Elektrofahrzeuge. Die von den Herstellern herbeigebeteten und von den Kunden weitgehend ignorierten E-Mobile unternehmen auf dem Pariser Automobilsalon einen neuen Anlauf ins Rampenlicht zu surren. Und ohne SUV geht auch an der Seine natürlich nichts.

Hyundai i30 2017

Hyundai i30 2017

Auf dem weltweiten Messeparkett spielt die mächtige Automesse im Herzen der französischen Metropole trotz mehr als einer Million erwarteter Zuschauer allenfalls noch in der zweiten Reihe. Sie findet im Wechsel mit der Frankfurter IAA nur alle zwei Jahre statt und ist nicht nur auf Europa, sondern aufgrund der allzu französisch orientierten Heimfirmen, stark auf Frankreich fokussiert. In diesem Jahr gibt es im Messezentrum an der Porte de Versailles jedoch nicht nur ein starkes Heimspiel von den nationalen Marken Renault / Nissan, Peugeot und Citroen, sondern auch die anderen europäischen Firmen gehen in die Vollen. Bei dem Versuch jede noch so kleine Lücke mit einem Derivat zu schließen, kommt eine große Messe wie die der Pariser Automobilsalon gerade Recht, um das eigene Modell ins strahlende Scheinwerferlicht zu rollen.

Elektroträume an der Seine
Hyundai i30 2017

Hyundai i30 2017

Wenn es um das Publikumsinteresse geht, dürften SUV und Geländewagen auch in diesem Jahr ein weiteres Mal ganz oben stehen. Der Skoda Kodiaq als großer Bruder des VW Tiguan wurde publikumswirksam bereits vor der Messe enthüllt. Er soll die preissensible Mittelklasse aufmischen und mit viel Platz Kunden locken, die bisher in einem Kombi oder einem anderen SUV unterwegs waren. Noch eine Klasse größer ist der Land Rover Discovery unterwegs, der nach seiner Premiere im Jahre 2003 nicht nur wegen seines Übergewichts mächtig in die Jahre gekommen ist. Die Generation V bietet ebenfalls Platz für bis zu sieben Personen, moderne Triebwerke und ein deutliches Mindergewicht. Sportlicher lassen es Modelle wie der BMW X2 Concept als schnittiger Bruder des überaus erfolgreichen BMW X1 und der neue Audi Q5 angehen. Die zweite Q5-Generation wird in Mexiko produziert und sieht seinem Vorgänger ebenso ähnlich die die neuen A4- / A5-Modelle ihren Vorgängern. Dafür gibt es modernste Technik, Premiumcharme im Innern und zahllose Fahrerassistenzsysteme.

Noch mehr Dampf gefällig? Einfach in den Mercedes AMG GLC 43 oder gar den Porsche Macan einsteigen, die beide in der Klasse zwischen 360 und 450 PS auf Kundenfang gehen. Wer es weniger rustikal mag, kann sich auf dem Pariser Salon über Zwischenmodelle wie den Volvo V90 Cross-Country oder die Mercedes E-Klasse All-Terrain freuen. Beide bieten nicht viel mehr Technik als die technisch weitgehend identischen Kombiversionen, bringen mit grauem Plankenzierrat und mehr Bodenfreiheit jedoch zaghafte Offroad-Gefühle. Auch die Franzosen haben verstanden, dass die Kunden sich immer mehr in SUV flüchten. Entsprechend präsentieren sich die neuen Modelle Peugeot 3008 / 5008.

Ähnliche Neigungen soll die Elektrostudie von Mercedes bedienen. Der Crossover soll für die Schwaben nicht nur das erste eigens entwickelte Elektromobil sein, sondern auch Reichweiten von bis zu 500 Kilometern bieten und eine neue Submarke nach Vorbild von BMW i initiieren. Darauf verzichtet die kompakte Elektrostudie aus dem Hause Volkswagen, die ebenfalls in Paris erstmals enthüllt wird. Bekannt bereits jetzt: Das erste Modell soll in etwas die Abmessungen eines Golf haben und mindestens 400 Kilometer weit fahren. Auf den Markt dürfte die neue Elektrohoffnung von Volkswagen jedoch kaum vor 2019 rollen. Mehr als ein Überraschungserfolg könnte der Opel Ampera-E werden. Nachdem die erste Ampera-Generation zum elektrisch-hybriden Rohrkrepierer wurde, ist der Ampera-E das europäische Pendant zum amerikanischen Chevrolet Bolt. Der 200 PS starke Opel soll eine Reichweite von über 300 Kilometern bieten. . Das elektrische Smart-Trio schafft mit seinem 60-kW-Antrieb immerhin 160 km. Ansonsten bleibt das meiste beim Alten - nur der Preis sinkt unter 22.000 Euro.

Klein- und Kompaktwagen laufen in Europa nach wie vor bestens. Auf dem Messegelände heißen die Stars Kia Rio, Citroen C3 oder Honda Civic. Klein und günstig will der neue Ford Ka+ aus indischer Produktion in erster Linie Kunden von Dacia oder der koreanischen Konkurrenz abgreifen, die in der 10.000-Euro-Klasse ein Fahrzeug suchen. Knapp darüber dürfte sich der neue Nissan Micra positionieren, der ebenso wie der neue Suzuki Ignis seine Weltpremiere feiert.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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