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Renault Captur MJ 2020: Neue Wege

Die zweite Generation des Renault Captur ist technisch eng verwandt mit dem Renault Clio, legt aber in den Ausmaßen im Vergleich zum Vorgänger deutlich zu. Auch eine Plug-in-Hybrid Version wird es nächstes Jahr geben.

Die Konsole ist "freischwebend"

Die Konsole ist "freischwebend"

Der Captur ist für Renault so etwas wie ein automobiler Sechser im Lotto. Seit seinem Debüt 2013 hat der französische Autobauer mehr als 1.2 Millionen Exemplare in 70 Ländern verkauft. Doch die Wucht des Überraschungscoups ist verpufft. Auch andere Hersteller haben das B-Segment als lohnendes Geschäftsfeld für sich entdeckt und der Captur muss sich jetzt Konkurrenten, wie den VW T-Cross, dem Mazda CX-3, den Peugeot 2008 oder den Ford Puma stellen.

Neue Wege
Die Konsole ist "freischwebend"

Die Konsole ist "freischwebend"

Die Franzosen parieren diese Attacke mit Größe, mehr Technik und optischer Kontinuität. Auch die zweite Generation des Captur trägt das moderne Renault-Gesicht und bietet jetzt serienmäßig Voll-LED Scheinwerfer und hat eine Dachreling. Dass der Captur komplett umgekrempelt wurde (laut Renault 100 Prozent neue Teile), merkt man, sobald man den Innenraum entert. Das Cockpit mit dem senkrecht stehenden tabletartigen 9,3 Zoll Touchscreen und der "freischwebenden Mittelkonsole" inklusive induktiver Lademöglichkeit im Erdgeschoss.

Das zehn Zoll große Cockpit mit den digitalen Instrumenten stammt ebenfalls vom kurzbeinigen Bruder. Genauso, wie die elektronischen Helfer: darunter ein Notbremsassistent, ein Toter-Winkel-Assistent, ein Spurhalte-Assistent und ein Stau-Helfer. Bei der Vernetzung tut sich auch einiges. Das Renault Easy Link-System erlaubt das drahtlose Aufspielen von Updates, sodass das Navigationssystem die aktuellen Karten hat. Die Integration des Smartphones via Apple CarPlay oder Android Auto gehört mittlerweile zum guten Ton.

Bei den Abmessungen legt der Captur deutlich zu, ist jetzt 4,23 Meter lang, das sind 10,7 Zentimeter mehr als bisher. Das wirkt sich natürlich auf den Radstand aus, der um zwei Zentimeter gewachsen ist. Damit haben die Fondpassagiere noch mehr Platz. Wenn man die Rückbank ganz nach hinten schiebt, lässt es sich hinten fürstlich reisen. Der Kofferraum wächst um 81 Liter auf 536 Liter und mit dem variablen Ladeboden lässt sich eine fast ebene Fläche herstellen.

Das Motoren-Sortiment startet bei den Benzinern mit dem Dreizylinder TCe 100 mit 74 kW / 100 PS, der auch mit LPG betrieben werden kann, dazu kommt der 1.3 Liter TCe mit zwei Alternativen mit 96 kW / 130 PS sowie 114 kW / 155 PS. Die Dieselpalette bietet zwei Leistungsvarianten des 1.5 Blue dCi mit 70 kW / 95 PS und 85 kW / 115 PS. Geschalten wird mit manuellen Fünf- und Sechsgangschaltungen sowie dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Nächstes Jahr legt Renault noch den E-Tech Plug-in-Hybrid nach. Die elektrifizierte Variante verfügt über zwei Elektromotoren - einen mit 53 kW / 72 PS und einen integrierten Starter-Generator (ISG). Gemeinsam mit dem 67 kW / 91 PS Saug-Triebwerk ergibt das eine Systemleistung von 118 kW / 160 PS. Die Batterie hat eine Kapazität von 9,8 Kilowattstunden, was für eine E-Reichweite von 45 Kilometern (WLTP) beziehungsweise 65 Kilometern im Stadtmodus und eine rein elektrische Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h reicht.

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