HOME

Steuerpläne für Kraftstoffe: EU plant Diesel-Preisschock

Das EU-Parlament soll am Donnerstag neue Regeln für die Besteuerung von Kraftstoffen beschließen. In Deutschland würden die Pläne zu einem Preissprung bei Diesel von 22 Cent führen.

Von Gernot Kramper

Vor einem Jahr sorgte die EU-Kommission für Aufregung mit dem Vorstoß, die Besteuerung von Kraftstoffen zu harmonisieren. Ziel der Kommission ist es, Kraftstoffe in Zukunft nach ihrem Energiegehalt zu besteuern und die bisherigen Regelungen der Mitgliedsländer zu ersetzen. Am Donnerstag nimmt das Vorhaben die erste Hürde, dann müssen die Abgeordneten in Straßburg über die Steuerpläne abstimmen.

Im Moment wird in Deutschland genau anders herum besteuert: Die Steuerlast für Benzin ist deutlich höher als für Diesel, obwohl Benzin einen geringeren Energiegehalt hat. Logisch ist das nicht. Sollte der EU-Plan Wirklichkeit werde, müsste in Zukunft der Steuersatz für Diesel in Deutschland von 47 Cent auf 69 Cent pro Liter steigen – das bedeutet einen Preissprung von 22 Cent. An der Tankstelle wäre Diesel dann teurer als Super.

Die geringere Steuerlast für Dieseltreibstoff wird in Deutschland derzeit durch eine deutlich höhere Kfz-Steuer für Dieselfahrzeuge kompensiert. Wer wenig fährt, für den lohnt sich ein Diesel kaum – auch weil der Motor aufwändiger und teurer ist. Von der deutschen Regelung profitieren nur ausgesprochene Vielfahrer und der gewerbliche Güterverkehr. Die Europäische Kommission hat ihr Vorhaben damit begründet, dass nur eine Besteuerung nach Energiegehalt die verschiedenen Kraftstoffe mit Blick auf Klimaschutz und Energieeffizienz vergleichbar mache.

Lange Übergangsfristen

Die geplante Regelung ist auch im EU-Parlament umstritten. Die Mehrbelastung der Bürger gilt als extrem unpopulär, außerdem würde sie langfristig den Dieselanteil bei den Pkw reduzieren. Da Dieselmotoren effizienter als Benziner arbeiten, könnte ein höherer Anteil an Benzinern die Klimaziele der EU in Gefahr bringen. Nach derzeitigem Stand müssten nach der Abstimmung in Straßburg alle Mitgliedsländer das Vorhaben billigen. Die deutsche Regierung hat bereits ihren Widerstand angekündigt.

Für Fahrer, die bereits einen Diesel besitzen, kann Entwarnung gegeben werden. Selbst wenn die neue Regelung beschlossen wird, werden die Übergangsfristen erst 2023 oder 2025 ablaufen. Im Neuwagenverkauf dürfte der Anteil von Dieselmotoren allerdings vorher sinken.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.