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IAA 2017: VW-Chef Müller unter Strom: "Wenn wir das nicht schaffen, haben wir versagt"

Heute beginnt in Frankfurt die Internationale Automobilausstellung (IAA). Sie steht im Zeichen der Elektromobilität. Am Vorabend der Messe unterstrich der Volkswagen-Chef das mit einer markigen Ansage.

Matthias Müller blickt ihn die Zukunft, in der Gegenwart setzt ihm der Dieselskandal zu.

Matthias Müller blickt ihn die Zukunft, in der Gegenwart setzt ihm der Dieselskandal zu.

Matthias Müller rollte mit "Sedric" auf die Bühne der Messehalle 3 in Frankfurt. Das knuffige fahrerlose Gefährt, das demnächst in den Testbetrieb gehen soll, trug die Nummer 42. Für Fans des Kult-Romans "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams die ultimative Antwort auf alle Fragen. Am Vorabend der IAA hatte der Volkswagen-Konzern 1500 Gäste auf den Stand geladen, um vorab einige Highlights zu präsentieren. Und um zu demonstrieren, dass VW zwar fahrerlos, aber nicht führerlos unterwegs ist. 

"Wir haben verstanden"

"Die Zeiten, dass sich unsere Branche in Frankfurt selbst gefeiert hat, sind vorbei", begann Müller und der ein oder andere Gast horchte auf. "Wer sich in historischen Umbruchphasen an den Status quo klammert, befördert sich ins Abseits."

Dann kündigte der Konzernchef an, bereits ab 2025 jedes vierte Fahrzeug im Konzern als reines Elektroauto zu produzieren. "Das sind drei Millionen Elektrofahrzeuge im Jahr", so Müller. Seine Botschaft war klar: "Wir haben verstanden und wir werden liefern. Wir wollen weltweit die Nummer Eins in der E-Mobilität werden."

Tesla bleibt zu Hause

Schon im Jahr 2030 sollen dann alle 300 im gesamten Konzern gebauten Modelle auch als Elektromodelle angeboten werden. "Bei allen Marken und in allen Märkten", rief Müller. "Das ist eine Selbstverpflichtung, an der wir uns ab heute messen lassen." 20 Milliarden Euro zusätzlich soll Volkswagen dafür investieren: In Technologie, neue Fabriken, Ladeinfrastruktur und Vertrieb."

Dann nahm sich der Vorstandsvorsitzende die Konkurrenz vor: "Der Durchbruch der E-Autos kommt nicht mit den selbsternannten Pionieren sondern mit dem, der sie Millionenfach produzieren kann." Gemeint war das kalifornische E-Auto-Startup Tesla, das nicht in Frankfurt vertreten ist. "Wir stellen uns der Diskussion, bei der andere zu Hause bleiben", frotzelte Müller.

Auf seine aggressive und kämpferische Rede angesprochen, sagte Müller dem stern: "Wir müssen wieder lernen über die Erfolge zu reden." Eine Führungsrolle bei der E-Mobilität zu übernehmen, sei für Volkswagen überlebenswichtig. "Wenn wir das nicht schaffen, haben wir Manager versagt – und ich dann wohl auch."


Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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