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+++ Der Tag im Ticker +++: IOC will saubere russische Leichtathleten bei Olympia starten lassen

IOC will saubere russische Athleten bei Olympia starten lassen +++ Bombenalarm in einem Brüsseler Einkaufszentrum +++VW-Chef Müller spekuliert über das Ende von Diesel +++ Erdogan scheitert mit Beschwerde gegen Springer +++ Der Tag im stern-Newsticker.

Thomas Bach und der IOC: Lösungen für die russischen Sportler bei Olympia gesucht

Thomas Bach und der IOC: Lösungen für die russischen Sportler bei Olympia gesucht

+++ 16.27 Uhr: Gröhe offen für Lockerung von Blutspendeverbot für Homosexuelle +++

Das Blutspendeverbot für schwule Männer könnte fallen: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zeigte sich den Zeitungen der Funke-Mediengruppe von Dienstag offen für eine Lockerung der bestehenden Regeln. Es müsse überprüft werden, ob etwa wegen neuerer Testverfahren für Blutproben ein "befristeter Spenderausschluss" als Schutzmaßnahme ausreichend sein könne. Dem Minister zufolge wird eine entsprechende Richtlinie gerade von der Bundesärztekammer, Wissenschaftlern und Fachverbänden überarbeitet.

Derzeit werden Homosexuelle in Deutschland grundsätzlich als Risikogruppe für HIV gehandelt und daher vom Blutspenden ausgeschlossen. Das ist seit vielen Jahren umstritten. Im Gespräch ist nun eine Regelung, ihnen das Blutspenden zu gestatten, wenn der letzte Sexualkontakt mit einem Mann mindestens ein Jahr zurückliegt - nicht weniger kontrovers.

+++ 15.36 Uhr: Journalistenverband fordert: ZDF soll EM-Netz-Pöbler anzeigen +++

Nach dem teils sexistischen Shitstorm gegen die Fußball-Kommentatorin Claudia Neumann hat der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) rechtliche Konsequenzen gefordert. Der DJV appellierte an das ZDF, juristisch gegen die Verfasser der Hasskommentare vorzugehen. "Es ist gut, dass das ZDF sofort reagiert und Stellung bezogen hat gegen die Kommentare. Aber wir erwarten auch, dass die Verfasser im Rahmen juristischer Möglichkeiten zur Verantwortung gezogen werden", forderte die Vorsitzende des DJV-Fachausschusses Chancengleichheit, Mechthild Mäsker, am Dienstag in einem offenen Brief.

+++ 15.22 Uhr: 50 Jugendliche in Mekka wegen unziemlicher Frisuren und Kleidung festgenommen +++

In der saudiarabischen Pilgerstadt Mekka sind seit Beginn des Fastenmonats Ramadan 50 Jugendliche wegen als unislamisch geltender Frisuren und Kleidung festgenommen worden. Das regierungsnahe Nachrichtenportal Sabk berichtete am Dienstag, die Jugendlichen hätten sich mehrerer Vergehen schuldig gemacht: "merkwürdige Haarschnitte, Ketten über der Brust oder am Handgelenk, kurze und schamlose Kleidung - sowohl für Männer als auch für Frauen". Die Missetäter wurden angewiesen, nicht gegen die Bestimmungen des Islam zu verstoßen.

In Saudi-Arabien ist der Wahabismus Staatsreligion, eine ultrakonservative Lesart des Islam. Er verbietet Frauen unter anderem das Autofahren, Reisen ohne Erlaubnis eines männlichen Familienangehörigen und Restaurantbesuche ohne Begleitung. Frauen müssen überdies in der Öffentlichkeit von Kopf bis Fuß schwarz verschleiert sein. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist allerdings jünger als 25 Jahre und nicht zuletzt durch intensive Internetnutzung über Trends im Ausland informiert. 

+++ 15.01 Uhr: IOC will saubere russische Leichtathleten bei Olympia starten lassen +++

Nachweislich saubere russische Leichtathleten dürfen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro unter ihrer Landesflagge starten. Dies teilte das Internationale Olympische Komitee am Dienstag in Lausanne mit.

+++14.53 Uhr: Kongos Ex-Vizepräsident Bemba wegen Kriegsverbrechen zu 18 Jahren Haft verurteilt +++

Der ehemalige kongolesische Vizepräsident Jean-Pierre Bemba ist wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Dieses Strafmaß verkündete der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag am Dienstag. Soldaten einer von Bemba befehligten Miliz sollen in den Jahren 2002 und 2003 in der benachbarten Zentralafrikanischen Republik zahlreiche Männer, Frauen und Kinder gefoltert und getötet haben. Richterin Sylvia Steiner erklärte, der ehemalige Milizenführer habe es versäumt, Kontrolle über die von ihm befehligte Privatmiliz auszuüben. Diese habe in der Zentralafrikanischen Republik "sadistische" Vergewaltigungen sowie Morde und Plünderungen von "besonderer Grausamkeit" verübt.

+++ 13.05 Uhr: Falscher Bombenalarm in Brüssel - Sprengstoffgürtel aus Keksen +++

Mit einer Sprengstoffgürtel-Attrappe hat ein psychisch gestörter Mann in Brüssel Terroralarm auslöst. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft meldete sich der Verdächtige am Dienstagmorgen bei der Polizei und behauptete, dass man ihn nach einer Entführung mit einer ferngesteuerten Bombe vor einem Einkaufszentrum ausgesetzt habe. Daraufhin wurde ein Großeinsatz mit Spezialkräften und Sprengstoffexperten eingeleitet. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass der Mann offensichtlich Schauermärchen erzählte. Analysen ergaben, dass der vermeintliche Sprengstoffgürtel nur Salz und Kekse enthielt. Auch Hinweise auf eine Entführung fanden sich nicht.

+++ 12.24 Uhr: Erstmals mehr Fettleibige als Untergewichtige +++

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit gibt es weltweit mehr fettleibige Menschen als Untergewichtige. Das geht aus einem Bericht mit dem Titel "Mangelernährung - Jedes Kind zählt" hervor, den die Kinderrechtsorganisation Save the Children am Dienstag in Berlin vorstellte. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind über 1,9 Milliarden Menschen übergewichtig - das sind fast 30 Prozent der Weltbevölkerung. Unter ihnen sind 600 Millionen, die als fettleibig gelten. Eine Vergleichszahl unterernährter Erwachsener wird in Entwicklungsländern zwar nicht erhoben, wohl aber die Zahl unterernährter Kinder. Davon hochgerechnet geht die Organisation davon aus, dass es insgesamt mehr Fettleibige als Unterernährte gibt.

+++ 12.21 Uhr: Neue Festnahmen nach Mord an Polizistenpaar in Frankreich +++

Nach dem Doppelmord an einem Polizistenpaar nahe Paris haben Ermittler drei weitere Männer aus dem Umfeld des islamistischen Täters festgenommen. Die Verdächtigen seien der Polizei aus früheren Verfahren im Zusammenhang mit Terrorismus bekannt, berichtete der französische Sender M6 am Dienstag unter Berufung auf Ermittler. Die Männer seien nahe dem Tatort westlich von Paris gefasst worden. Zuvor waren schon zwei Verdächtige festgenommen worden, gegen die ein Ermittlungsverfahren wegen der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung eingeleitet wurde.

+++ 12.06 Uhr: Obduktionsergebnis: Geschwister sind in Teich ertrunken +++

Eine Obduktion hat die vermutete Todesursache der drei Geschwister im hessischen Neukirchen bestätigt. Die fünf, acht und neun Jahre alten Kinder sind den Erkenntnissen zufolge am Samstagabend in einem Löschteich ertrunken. Alle pathologischen Befunde deuteten auf Tod durch Ertrinken hin, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in einer Mitteilung. Hinweise auf Fremdverschulden seien nicht festgestellt worden. Zur Frage, ob die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, machte die Polizei in Homberg auf Anfrage weiter keine Angaben. Der elf Jahre alter Bruder der Kinder hatte seine Geschwister gesucht und Nachbarn alarmiert.


+++ 12 Uhr: Vater überfährt vierjährige Tochter beim Spielen +++

Ein Autofahrer hat in Rheinland-Pfalz versehentlich seine vierjährige Tochter überrollt und schwer verletzt. Der 33-Jährige übersah das Kind, als er am Montag in seine Hofeinfahrt in Maxdorf bei Ludwigshafen fuhr, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Die Tochter hatte in der Einfahrt auf dem Boden gelegen und gespielt. Ein Rettungshubschrauber brachte das Kind in ein Krankenhaus. Es sei außer Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 11.52 Uhr: Gericht lehnt Erdogans Antrag gegen Springer-Chef Döpfner ab +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist auch in zweiter und letzter Instanz mit dem Versuch gescheitert, Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner die Wiederholung einer Solidaritätsbekundung mit Jan Böhmermanns umstrittenen Schmähgedicht verbieten zu lassen. Das Kölner Oberlandesgericht (OLG) bestätigte nach eigenen Angaben vom Dienstag die vom Kölner Landgericht getroffene Entscheidung, den Erlass einer einstweiligen Verfügung abzulehnen. Döpfners Stellungnahme falle unter die Meinungsfreiheit.

"Wie das Landgericht bewertet auch das Oberlandesgericht den 'offenen Brief' des Antragsgegners als eine von Artikel 5 des Grundgesetzes geschützte zulässige Meinungsäußerung", erklärte das OLG zur Begründung seines Beschlusses. Es könnten keine Rechtsmittel eingelegt werden. Es bestehe aber wie bei jeder letztinstanzlichen Entscheidung noch die Möglichkeit einer Verfassungsbeschwerde.

+++ 11.41 Uhr: EU-Staaten für Verlängerung der Russland-Sanktionen +++

Die EU-Staaten haben sich auf eine Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate verständigt. Die EU-Botschafter unterstützten am Dienstag einvernehmlich, dass die Strafmaßnahmen bis zum 31. Januar 2017 in Kraft bleiben, wie mehrere EU-Vertreter übereinstimmend mitteilten. Die EU hatte die Sanktionen seit Mitte 2014 wegen Unterstützung Moskaus für die prorussischen Separatisten in der Ostukraine verhängt.

+++ 11.20 Uhr: Baby fast verhungert - Angeklagte Mutter räumt "Fehler" ein +++

Eine Mutter, die wegen versuchten Mordes an ihrem fast verhungerten Baby angeklagt ist, hat vor Gericht "Fehler" eingeräumt. Zu Beginn des Prozesses vor dem Landgericht Augsburg gab die 29-Jährige am Dienstag an, den lebensbedrohlichen Zustand ihres Säuglings nicht bemerkt zu haben. "Ich habe nicht gedacht, dass es ihm so schlecht geht, sonst wäre ich doch zum Arzt gegangen." Sie sei zur Tatzeit aber stark depressiv gewesen und habe täglich Alkohol getrunken. "Ich weiß nicht, wie ich das nicht sehen konnte, wie es meinen Kindern geht. Meine Kinder sind alles für mich."

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, drei ihrer fünf Kinder "aufgrund eigensüchtiger Beweggründe" körperlich und geistig vernachlässigt zu haben. Im Mai 2015 war das jüngste Kind der Frau, ein acht Monate alter Junge, mit einem Gewicht von weniger als vier Kilogramm in die Kinderklinik gebracht worden. Die Ärzte hatten den Säugling retten können. Auch die beiden anderen betroffenen Kinder mussten medizinisch behandelt werden.

+++ 10.47 Uhr: Österreichs Innenminister "maßlos enttäuscht" über Wahl-Schlampereien +++

Der österreichische Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) hat sich "maßlos enttäuscht" darüber geäußert, dass bei der Bundespräsidentenwahl in manchen Bezirkswahlbehörden die Wahlgesetze nicht eingehalten worden seien. Die Verantwortlichen hätten vor der Wahl über etwaige Probleme mit dem Vollzug des Gesetzes berichten und Verbesserungen vorschlagen können. "Der schlampige Weg ist durch nichts zu tolerieren", sagte Sobotka am Dienstag in Wien. Vor dem Verfassungsgerichtshof hatten am Montag zahlreiche Wahl-Verantwortliche Regelverstöße bei der Auszählung der Briefwahlstimmen eingeräumt. So wurden aus Zeitnot Kuverts vorzeitig geöffnet und die Stimmen auch teils von nicht Befugten ausgezählt.

Das höchste Gericht Österreichs überprüft auf Antrag der rechten FPÖ die Gültigkeit der Stichwahl vom 22. Mai. Die Anhörung von insgesamt 90 Zeugen wurde am Dienstag fortgesetzt und soll noch bis mindestens Donnerstag dauern. Hinweise auf Wahlbetrug gab es bisher nicht.


+++ 10.37 Uhr: Loveparade-Verfahren: Staatsanwaltschaft holt weiteres Gutachten ein +++

Im erlahmten Verfahren um die Duisburger Loveparade-Katastrophe will die Staatsanwaltschaft ein weiteres Gutachten einholen. "Dadurch wird sichergestellt, dass der Weg der notwendigen juristischen Aufarbeitung der Loveparade-Tragödie in einer öffentlichen Hauptverhandlung so schnell wie möglich beschritten werden kann", teilte die Staatsanwaltschaft Duisburg am Dienstag mit. Gespräche mit möglichen Gutachtern seien abgeschlossen. Bei dem Techno-Festival in Duisburg vor sechs Jahren waren 21 Menschen ums Leben gekommen und Hunderte verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte Anklage gegen zehn Mitarbeiter der Stadt Duisburg und der Veranstaltungsfirma Lopavent erhoben. Das Duisburger Landgericht hatte diese Anklage Anfang April jedoch nicht zur Hauptverhandlung zugelassen.

Die Richter störten sich vor allem am Gutachten eines britischen Experten, dem zentralen Beweismittel der Staatsanwaltschaft. Das Gericht lastet dem Gutachter Fehler an und geht außerdem davon aus, dass er in einem Prozess wegen Befangenheit abgelehnt werden müsste. Die Staatsanwaltschaft reichte Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf gegen die Abweisung der Anklage ein. Auch auf diesem Weg will die Staatsanwaltschaft vorankommen.

+++ 10.34 Uhr: Zweijähriges Kind ertrinkt in Österreich im Teich des Nachbarn +++

Ein zweijähriges Mädchen ist in Österreich in einem Teich des Nachbarn ertrunken. Wie die Polizei am Dienstag berichtete, hatte das Kind in einem unbeobachteten Moment den Vorplatz des Elternhauses in Götzis im Bundesland Vorarlberg verlassen. Auf dem Nachbargrundstück fiel es in den 67 Zentimeter tiefen Teich, der nicht mit einem Zaun gesichert war. Der Vater hatte nach dem Verschwinden seiner Tochter sofort die Polizei alarmiert. Nach wenigen Minuten entdeckten die Beamten den leblosen Körper des Mädchens. Die Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg.

+++ 10.15 Uhr: Bundesverfassungsgericht billigt EZB-Krisenkurs unter Auflagen +++

Die Europäische Zentralbank (EZB) darf im Ernstfall mit deutscher Beteiligung Euro-Krisenstaaten durch Staatsanleihenkäufe stützen. Das Bundesverfassungsgericht wies am Dienstag mehrere Klagen gegen das sogenannte OMT-Programm ab, stellte seine Durchführung aber unter Bedingungen. Damit schlossen sich die Karlsruher Richter in den wesentlichen Punkten einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2015 an.

Entschieden wurde über einen Beschluss der Notenbank aus dem September 2012, der bis heute nie angewandt wurde. Allein die Ankündigung, wenn nötig unbegrenzt Staatsanleihen von Ländern in Finanznot zu kaufen, beruhigte damals auf dem Höhepunkt der Euro-Schuldenkrise die Finanzmärkte. Denn der Kauf von Staatsanleihen würde ein Land zahlungsfähig halten, weil dessen Zinslast gedrückt würde. Umstritten war, ob die EZB eigenmächtig solche Risiken für den Steuerzahler eingehen und direkt in nationale Haushalte eingreifen durfte.


+++ 9.40 Uhr: Entwarnung nach Bombenalarm an Brüsseler Einkaufszentrum +++

In Brüssel ist am Dienstagmorgen nach einem neuen Terroralarm Entwarnung gegeben worden. Bei einem Einkaufszentrum sei keine Bombe gefunden worden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Morgen unter Berufung auf Justizkreise. Bei einem angeblichen Sprengstoffgürtel habe sich um eine Attrappe gehandelt.
Nach ersten Angaben der Ermittler hatte sich am frühen Dienstagmorgen ein Mann bei der gemeldet und behauptetet, einen Sprengstoffgürtel zu tragen. Daraufhin wurde Großalarm ausgelöst und ein Verdächtiger wurde festgenommen. Bei dem Mann soll es sich um den Anrufer gehandelt haben, der eine Sprengstoffgürtel-Attrappe bei sich trug. Angaben zur Identität des Festgenommenen machten die Ermittler zunächst nicht. Die Absperrungen rund um das Einkaufszentrum "City 2"
wurden am Vormittag wieder abgebaut, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Bombenalarm in einem Brüsseler Einkaufszentrum

Einsatzkräfte stehen vor dem Einkaufszentrum in Brüssel, wo es einen Bombenalarm gegeben hat

+++ 8.40 Uhr: Bombenalarm in Brüsseler Einkaufszentrum +++

Wegen eines Bombenalarms in einem Brüsseler Einkaufszentrum hat die Polizei in der belgischen Hauptstadt am Dienstagmorgen einen Anti-Terror-Einsatz gestartet. Dabei sei ein Verdächtiger festgenommen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Der Sender RTL berichtete, der Einsatz habe um 6.30 Uhr begonnen, nachdem es einen Hinweis gegeben habe, dass sich in der Nähe des Einkaufszentrums ein Mann verdächtig verhalte. Der Mann soll laut Angaben von "De Morgen" einen Sprengstoffgürtel bei sich getragen haben. Der belgische Premierminister sowie der Innenminister seien auf dem Weg ins Bundeskrisenzentrum. Alle Geschäfte in der näheren Umgebung seien auf Polizeianordnung geschlossen worden, heißt es.

+++ 8.22 Uhr: VW-Chef Müller stellt Zukunft des Diesels in Frage +++

VW-Chef Matthias Müller hat nach dem Abgas-Skandal die Zukunft des Dieselmotors in Frage gestellt. "Es wird sich die Frage stellen, ob wir ab einem gewissen Zeitpunkt noch viel Geld für die Weiterentwicklung des Diesels in die Hand nehmen sollen", sagte Müller dem "Handelsblatt". Volkswagen hatte bei Millionen von Dieselfahrzeugen mit einer Software Abgastests manipuliert. In den USA nahm VW inzwischen alle Dieselautos vom Markt. Ob VW jemals wieder Dieselmotoren in Amerika anbieten wird, bleibt unklar."Das ist derzeit schwierig zu beantworten", sagte Müller. Auch in Europa ist die Lage nicht einfach - "die Abgasreinigung beim Diesel wird enorm aufwendig und teuer".
Die Steuervorteile des Diesels sind in Deutschland auf Dauer ebenfalls nicht gesichert. "Im Dialog mit der Politik müssen wir sehen, wie das alles weitergeht", sagte der Volkswagen-Chef.

+++ 8.10 Uhr: Gabriel erwägt, erneut Putin zu besuchen +++

Mitten in der Debatte über die Nato-Politik gegenüber Moskau erwägt der Wirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel, am kommenden Montag den russischen Präsidenten zu besuchen. Eine Ministeriumssprecherin wollte aber am Dienstag Pläne für die eintägige Reise zunächst nicht bestätigen. Erst am Wochenende hatte Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit deutlicher Kritik am Agieren der Nato an ihrer Ostgrenze für Aufsehen gesorgt. Das Kanzleramt sei über die Reisepläne informiert, berichtete die "Rheinische Post" (Dienstag). Bei einer Treffen mit Putin könnte es um die Wirtschaftsbeziehungen gehen, die unter den von der EU verhängten Sanktionen leiden.

+++ 8.06 Uhr: Zwei Tote bei Waldbrand auf Zypern +++

Bei einem großen Waldbrand auf Zypern sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere drei Menschen wurden verletzt. Der Brand war am an mehreren Stellen in der Region Solea-Evrychou am Fuße des Berges Troodos ausgebrochen und konnte seitdem nicht unter Kontrolle gebracht werden. "Wir haben leider zwei Tote. Zypern hat Hilfe bei der EU beantragt", sagte der für den Zivilschutz zuständige zyprische Minister Ionas Nikolaou im Staatsfernsehen (RIK) am Dienstagmorgen. Bei den Opfern handelt es sich um Feuerwehrleute, deren Fahrzeug von der Fahrbahn abkam, von einem Steilhang fiel und sich mehrmals überschlug, wie das Staatsfernsehen berichtete.

+++ 7.39 Uhr: Australische Paralympics-Teilnehmerin in Rio überfallen und ausgeraubt +++

Eine australische Teilnehmerin der im September stattfindenden Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro und ihre Physiotherapeutin sind in der brasilianischen Metropole Opfer eines Raubüberfalls geworden. Die Rollstuhl-Basketballerin Liesl Tesch und ihre Therapeutin seien auf dem Fahrrad in einem Park der Olympia-Stadt unterwegs gewesen, als sich ihnen zwei Unbekannte in den Weg stellten und Geld verlangt hätten, teilte das Paralympische Komitee Australiens am Dienstag mit. Die Täter hätten die beiden Frauen dann von den Fahrrädern gestoßen und seien auf diesen geflohen. Tesch sprach im australischen Rundfunk von einem "absolut schrecklichen" Erlebnis. "Rio ist ein ziemlich unheimlicher Ort", sagte die mehrfache Medaillengewinnerin. Mehrere Zeugen hätten den Überfall in dem Park beobachtet, aber niemand habe eingegriffen. Die Behörden in Rio registrieren derzeit einen deutlichen Anstieg von Raubüberfällen und anderen Verbrechen. Verletzt wurde bei dem Überfall niemand. Tesch war zu Trainingszwecken in die Olympia-Stadt gereist. Das Paralympische Komitee Australiens forderte einen besseren Schutz der Athleten. Zwar sei für die Zeit der Spiele mit einem "enorm erhöhten" Sicherheitsaufgebot zu rechnen. Vor Beginn der Wettkämpfe müssten Athleten in der Stadt aber besondere Vorsicht walten lassen, was ihre Sicherheit angeht, warnte das Komitee. Behindertensportler aus aller Welt kommen nach den im August stattfindenen Olympischen Spielen in Rio zu den Paralympics zusammen. 

+++ 6.55 Uhr: Mann wollte Trump töten +++

Ein Mann hat bei der Polizei in ausgesagt, dass er den wahrscheinlichen republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump töten wollte. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor. Er war am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung des 70-jährigen Multimilliardärs festgenommen worden, nachdem er versucht hatte, die Waffe eines Mitarbeiters des Secret Service zu stehlen. Im Verhör mit der Polizei gab er demnach an, er sei eigens von nach Las Vegas gefahren, um Trump zu töten. Am Tag zuvor habe er an einem Schießstand trainiert. Das sei das erste Mal gewesen, dass er eine Waffe benutzt habe, hieß es weiter. Er gab an, er verfolge den Plan bereits seit fast einem Jahr. Wie aus den Dokumenten weiter hervorgeht, hatte der Mann einen britischen Führerschein bei sich. Gegenüber der Polizei soll er ausgesagt haben, er lebe seit etwa eineinhalb Jahren in Hoboken im Bundesstaat New Jersey. In Medienberichten hieß es, er sei erst 19 Jahre alt.


+++ 6.17 Uhr: Extreme Hitze tötet deutschen Wanderer in Arizona +++

Bei einer Wanderung in brütender Hitze ist ein Deutscher im US-Bundesstaat ums Leben gekommen. Ein weiterer werde vermisst, teilte das Sheriffs-Amt des Landkreises Pima in der Nähe der Stadt mit. In der Region hatte eine Hitzewelle die Temperaturen auf knapp 50 Grad klettern lassen. Den Angaben zufolge war die Kleingruppe aus drei deutschen Wanderern am Sonntagmorgen zu einer Tour auf dem Ventana-Pfad aufgebrochen, der durch wüstenartiges bergiges Gelände führt. Nachdem die Gruppe von der brütenden Hitze überrascht worden war, habe einer der Männer den Abstieg geschafft, um Hilfe zu holen. Die Helfer hätten dann aber den 57-jährigen Stefan G. nur noch tot bergen können. Der dritte Wanderer, der 33 Jahre alte Marcus T., sei zunächst nicht auffindbar gewesen. Nach ihm werde gesucht. Nach weiteren Behördenangaben aus Arizona starb in der Nähe von Phoenix zudem eine 28-jährige Mountain-Bikerin. Die erfahrene Sportlerin sei mit ausreichend Flüssigkeit zu einer Tour aufgebrochen, sei dann aber von der Hitze überwältigt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher in Phoenix. In der Nähe von Tucson starb zudem eine 54-Jährige bei einer Wanderung, wie die Behörden mitteilten. Die Temperaturen in Arizona waren am Sonntag auf 49 Grad im Schatten gestiegen. Sie lagen damit nur noch knapp unter dem Hitzerekord von 50 Grad, der im Jahr 1990 registriert worden war.

Ein deutscher Wanderer ist in Arizona den Hitzetod gestorben

Ein Polizeihubschrauber suchte nach dem deutschen Wanderer. Er war im US-Bundesstaat Arizona im Santa-Catalina-Gebirge unweit der Stadt Tucson den Hitzetod gestorben.

+++ 5.23 Uhr: Bewaffneter nach Geiselnahme in Venezuelas Zentralbank erschossen +++

Ein bewaffneter Geiselnehmer ist in der Zentrale der venezolanischen Notenbank in der Hauptstadt Caracas von Sicherheitskräften erschossen worden. Zuvor war der Täter in das Gebäude gestürmt und hatte zwei Sicherheitsleute angeschossen, wie Zentralbankchef Nelson Merentes sagte. Der Mann habe eine Geisel genommen, um sich geschossen und nach den Direktoren der Bank verlangt. Das Motiv des Geiselnehmers sei unklar, sagte Merentes. Offenbar habe es sich um einen Einzeltäter gehandelt, die Lage sei unter Kontrolle.

+++ 4.50 Uhr: Zwei Tote bei Unwettern in Japan +++

Bei schweren Unwettern im Süden Japans sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, drei andere werden vermisst. Ein 92 Jahre alter Mann starb in den Nacht zum Dienstag bei einem Erdrutsch, ein 79-Jähriger fiel in einen durch Platzregen überschwemmten Wasserlauf und ertrank, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Beide kamen in der Präfektur Kumamoto an der südlichen Landesspitze ums Leben. Meteorologen warnten vor Überflutungen, überschwemmten Flüssen und Erdrutschen in der Region.

+++ 3. 02 Uhr: Türkei verweigert mehr als 50 Flüchtlingen Ausreise nach Deutschland +++

Die Türkei hat Dutzenden syrischen Flüchtlingen die Ausreise verweigert, obwohl Deutschland ihnen bereits ein Visum erteilt hatte. Seit Inkrafttreten des Flüchtlingspakts hätten die türkischen Behörden 52 syrischen Flüchtlingen die Ausreise nach Deutschland nicht genehmigt, teilte das Bundesinnenministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Bei 292 Syrern sei diese Genehmigung erteilt worden. Sie seien seit April in die Bundesrepublik übergesiedelt; zuletzt ging ein Flug am vergangenen Donnerstag. "Gründe für die Verweigerung der Ausreisegenehmigung wurden bisher nicht genannt."

+++ 2.18 Uhr: Jüngste Brexit-Umfragen lassen Kopf-an-Kopf-Rennen erwarten +++

Wenige Tage vor dem britischen Referendum über einen EU-Austritt lassen neue Umfragen den Ausgang völlig offen erscheinen. Eine am Montagabend veröffentlichte Erhebung des Instituts OBR für den "Daily Telegraph" sah die Befürworter eines EU-Verbleibs bei 49 Prozent und die Unterstützer eines Austritts bei 47 Prozent. Die Austrittsbefürworter legten damit im Vergleich zur Vorwoche um drei Punkte zu, während das Pro-EU-Lager stabil blieb. In einer YouGov-Umfrage für die "Times" hingegen überholten die EU-Gegner die Befürworter: Für einen Brexit sprachen sich 44 Prozent aus, das war ein Punkt mehr als in der vorangegangenen Umfrage. Die Unterstützung für einen Verbleib in der EU sank hingegen um zwei Punkte und erreichte nur noch 42 Prozent. Die Briten stimmen am Donnerstag darüber ab, ob ihr Land in der EU bleibt. Die Kampagnen der beiden Lager waren am Wochenende wieder aufgenommen worden, nachdem sie nach dem tödlichen Attentat auf die Labour-Abgeordnete Jo Cox kurzzeitig unterbrochen worden waren.

+++ 1.22 Uhr: Verdächtiger Gegenstand im DFB-Hotel +++

Im Hotel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Paris ist ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden. Während das Team von Bundestrainer Joachim Löw am Montagabend im Prinzenpark das Abschlusstraining für das letzte EM-Gruppenspiel absolvierte, musste das Hotel wegen eines herrenlosen Gepäckstücks kurzzeitig evakuiert werden. Das berichtete die Sportzeitung "L'Équipe" online in der Nacht zum Dienstag. Der DFB bestätigte den Vorfall. "Es war ein routinemäßiger Check, wie er anderswo auch durchgeführt wird, beispielsweise am Flughafen", sagte Nationalmannschafts-Sprecher Jens Grittner. Das Team habe einen Moment mit der Rückkehr ins Mannschaftshotel warten müssen. Weltmeister Deutschland tritt am Dienstagabend in der französischen Hauptstadt zum Gruppenendspiel gegen Nordirland an. Die Sicherheitskräfte gaben kurz nach dem Zwischenfall Entwarnung. Auf dpa-Anfrage teilten Verantwortliche des Hotels im Stadtteil La Défense keine weiteren Einzelheiten mit.

+++ 1.05 Uhr: Republikaner in US-Senat lehnen schärfere Waffengesetze ab +++

Acht Tage nach dem blutigen Attentat von Orlando ist ein Vorstoß zur Verschärfung des US-Waffenrechts im Senat gescheitert. Die republikanische Mehrheit in der Parlamentskammer lehnte am Montagabend (Ortszeit) in Washington mit 56 zu 44 Stimmen eine Vorlage der Demokraten ab, welche die Prüfung einer kriminellen oder psychisch auffälligen Vorgeschichte von Waffenkäufern verbindlich vorschreiben wollte. Die Initiatoren wollten damit erreichen, dass potenziellen Gewalttätern der Zugang zu Waffen erschwert wird. Rufe nach schärferen Waffengesetzen werden in den USA regelmäßig nach den Bluttaten bewaffneter Amokläufer laut. Im Parlament fehlt es aber an einer Mehrheit. Die konservativen Republikaner lehnen jegliche Einschränkungen des Rechts auf Waffenbesitz kategorisch ab - in völligem Einklang mit der mächtigen Lobbygruppe National Rifle Association, die sie in Wahlkämpfen unterstützt. Der Anschlag von Orlando hat die Diskussion über Einschränkungen des Waffenrechts jedoch neu angeheizt. Der mutmaßlich islamistische Attentäter Omar Mateen war in den vergangenen Jahren wegen Terrorverdachts von der Bundespolizei FBI beobachtet und auch mehrfach vernommen worden. Dennoch hatte er sich völlig legal das Sturmgewehr und die Handfeuerwaffe kaufen können, mit denen er einen Schwulenclub angriff. Bei dem Anschlag starben 50 Menschen, darunter er selbst.

+++ 0.30 Uhr: Modellbau-Geschäft brennt - halbe Million Euro Schaden +++

Beim Brand eines Modellbau-Geschäfts in Freiburg ist ein Schaden von mindestens einer halben Million Euro entstanden. Verletzt wurde niemand. Das Gebäude sei am Montagabend aus bisher unbekannten Gründen in Flammen aufgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Das Erdgeschoss brannte dabei völlig aus. In dem sechsgeschossigen Haus befinden sich mehrere Arztpraxen und Büroräume. Nach Angaben des Freiburger Amts für Brand- und Katastrophenschutz waren etwa 50 Rettungskräfte am Einsatz beteiligt. Die "Badische Zeitung" berichtete, dass durch den Brand in dem alleinstehenden Gebäude der Strom in umliegenden Häusern ausgefallen sei.

+++ 0.08 Uhr: Obama denkt schon über seine berufliche Zukunft nach +++

Das Ende seiner Amtszeit rückt näher und US-Präsident Barack Obama beschäftigt sich zunehmend mit der Zeit danach: "In etwa sieben Monaten bin ich wieder auf dem Arbeitsmarkt", scherzte Obama bei der Konferenz SelectUSA zur Anwerbung von Investitionen in die Vereinigten Staaten. Er werde sich beim Online-Berufsnetzwerk LinkedIn anmelden, fügte Obama hinzu. Obama nutze die Gelegenheit, von seinem ersten Job zu erzählen - Eisverkäufer bei Baskin-Robbins in Honolulu auf Hawaii. Dieser erste Job sei nicht besonders glamourös gewesen, habe ihn aber drei grundlegende Dinge gelehrt: "Verantwortungsbewusstsein, harte Arbeit und ein Gleichgewicht zu finden zwischen Arbeit, Freunden, Familie und Schule." Obamas zweite Amtszeit endet im Januar 2017.

jek / DPA / AFP