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+++ Der Tag im Ticker +++ Unfallauto von Star-Trek-Star Yelchin wurde wegen Defekt zurückgerufen


Neues zum Unfall von Anton Yelchin +++ Festnahmen im Zusammenhang mit vereiteltem Thalys-Angriff +++ Trump setzt Wahlkampfmanager Lewandowski vor die Tür +++ Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-VW-Konzernchef Winterkorn - der Tag im stern-Newsticker.

+++ 21.15 Uhr: Unfallauto von Schauspieler Yelchin wurde wegen Defekt zurückgerufen +++

Das Auto, das den "Star Trek"-Schauspieler Anton Yelchin in der steilen Einfahrt vor seinem Haus erdrückt hat, war wegen eines Defekts zurückgerufen worden. Der Autohersteller Fiat Chrysler hatte bei den 2014 und 2015 gebauten Jeep Grand Cherokee Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit der Automatikschaltung befürchtet. Die Wagen warnten Fahrer nicht ausreichend, wenn diese ausstiegen, ohne den Schalthebel in die Park-Position zu bringen. Die Autos könnten nach dem Abstellen wegrollen und Fahrer treffen, hieß es in der Warnung von Fiat Chrysler an die Besitzer vom April.

+++ 19.01 Uhr: Eklat im Innenausschuss: Opposition verlässt Anhörung zu Anti-Terror-Gesetz +++

Eklat im Innenausschuss: Wenige Tage vor Verabschiedung des neuen Anti-Terror-Pakets der großen Koalition haben Linke und Grüne am Montag die öffentliche Anhörung zu dem Gesetz boykottiert. Nach Angaben der Linken protestierten die beiden Oppositionsparteien damit dagegen, dass die Regierungsfraktionen ihrer Ansicht nach keine unabhängigen Sachverständigen für die Befragung zu dem umstrittenen Gesetzespaket benannt hatten. Wie die Bundestags-Pressestelle mitteilte, hatten die Fraktionen von Linkspartei und Grünen zunächst vergeblich eine Absage der öffentlichen Anhörung gefordert. Danach verließen die Oppositionsabgeordneten die Sitzung noch vor den Statements der geladenen Experten. 

+++ 17.41 Uhr: Todesschütze von Orlando drohte mit Autobombe und Sprengstoffweste +++

Der Attentäter von Orlando hat in seinen nächtlichen Anrufen bei der Polizei mit dem Zünden einer Autobombe und einer Sprengstoffweste gedroht. Das FBI veröffentlichte heute Auszüge aus vier Telefonaten. Aus den Protokollen und Mitschnitten geht auch hervor, dass zwischen den ersten Schüssen um 2.02 Uhr und dem Eingreifen der Polizei um kurz nach 5.00 Uhr keine Schüsse fielen. 

In der Nacht zum 12. Juni hatte ein Mann in einem Club für Homosexuelle 49 Menschen erschossen. Es war das schlimmste Massaker eines Einzeltäters in der Geschichte der USA. Nach der Tat wurden weder eine Bombe noch eine Weste gefunden.

+++ 17.13 Uhr: Haftstrafen im Prozess um totgeprügelten Raphael +++

Wegen des gewaltsamen Todes des kleinen Raphael aus Geislingen in Baden-Württemberg müssen seine 29 Jahre alte Mutter und ihr ehemaliger Lebensgefährte ins Gefängnis. Das Landgericht Ulm verurteilte die beiden Angeklagten wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu jeweils fünf Jahren Haft.

Der Vierjährige hatte vor fünf Jahren durch Schläge in seiner Familie schwere Hirnverletzungen und Hirnblutungen erlitten und war in einer Klinik in Tübingen gestorben. Die Angeklagten hatten sich über den ganzen Prozess hinweg gegenseitig beschuldigt. Die Staatsanwaltschaft hatte für beide jeweils siebeneinhalb Jahre Haft gefordert

+++ 17.04 Uhr: Nach Thalys-Überfall: Belgien nimmt sechs Verdächtige fest +++

Zehn Monate nach dem Überfall in einem Thalys-Schnellzug auf dem Weg von Amsterdam nach Paris, bei dem zwei Menschen schwer verletzt wurden, hat die belgische Polizei sechs Verdächtige festgenommen. Ein Ermittlungsrichter habe Durchsuchungen in den Brüsseler Stadtteilen Molenbeek, Woluwe-Saint-Lambert und Haren angeordnet, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dabei gab es demnach sechs Festnahmen, es wurden aber keine Waffen und kein Sprengstoff gefunden.

Am 21. August 2015 verhinderten zwei zufällig mitreisende US-Soldaten während der Thalys-Fahrt von Amsterdam nach Paris ein Blutbad. Sie überwältigen den schwer bewaffneten Islamisten Ayoub El Khazzani, als dieser in dem Zug das Feuer eröffnete. Der Marokkaner war mit einer Kalaschnikow, einer Pistole und einem Teppichmesser bewaffnet in dem Schnellzug aufgetaucht.

+++ 16.39 Uhr: Fünfeinhalb Jahre Haft für Tunesier wegen Unterstützung des IS +++

Wegen Unterstützung der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat das Oberlandesgericht Düsseldorf einen Tunesier zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Drei Mitangeklagte erhielten Bewährungsstrafen von eineinhalb und zwei Jahren, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Die Verurteilten sollen demnach in wechselnder Tatbeteiligung zwischen Juli 2013 und Oktober 2014 unter anderem Gelder für den IS überwiesen und Flüge für IS-Mitglieder gebucht haben.

Außerdem leisteten sie nach Überzeugung des Gerichts Hilfestellung bei der Schleusung potenzieller Kämpfer der Miliz. Der Mittelsmann des 40-jährigen Hauptangeklagten in der Türkei soll den Tunesier in diesem Zusammenhang als "Gouverneur" beziehungsweise "Statthalter" des IS in Deutschland bezeichnet haben. Laut Urteil wurden die drei anderen Verurteilten durch den Haupttäter in einzelnen Fällen in die Unterstützungshandlungen für den IS eingebunden.

+++ 16.21: Trump setzt Wahlkampfmanager Lewandowski vor die Tür +++

Donald Trump trennt sich angesichts schlechter Umfragewerte und einer kriselnden Kampagne von seinem Wahlkampfmanager Corey Lewandowski. Eine Sprecherin des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers dankte Lewandowski für seine harte Arbeit. Mehrere US-Medien zitierten aus der Erklärung.

Nur vier Wochen vor dem entscheidenden Parteitag der Republikaner in Cleveland und gut vier Monate vor der Präsidentschaftswahl hatten sich der innere Zirkel des Trump-Teams und die Kinder des Milliardärs am Montag in New York getroffen. Angesichts schlechter Umfragewerte und schlechter Presse in den vergangenen Wochen wollten sie über die weitere Strategie im Wahlkampf beraten.

Die Parteiführung, aber vor allem wichtige potenzielle Großspender hatten sich zunehmend kritisch über Trumps Art des Wahlkampfs geäußert. Lewandowski werden einige Missgeschicke angelastet, er gilt aber auch als Verlierer eines internen Machtkampfs in Trumps Team.

+++ 15.41 Uhr: Türkei: Mindestens neun Tote bei Kollision von Minibus mit Zug +++

Beim Zusammenstoß eines Minibusses mit einem Zug sind in der Türkei mindestens neun Menschen getötet worden. Dies berichtete der Sender CNN Türk. Mindestens eine Person sei bei dem Unglück in der zentraltürkischen Provinz Elazig verletzt worden. Unter den Toten seien vier Flüchtlinge aus Syrien.

Die Unfallursache war zunächst unklar. CNN Türk berichtete weiter, der Fahrer des Busses habe mutmaßlich versucht, die Eisenbahnschienen an einer nicht gekennzeichneten Stelle zu überqueren. Die Schienen führen an der Unfallstelle durch Wiesen,

+++ 15.25 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-VW-Konzernchef Winterkorn +++

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt im Abgas-Skandal wegen des Verdachts der Marktmanipulation gegen den zurückgetretenen VW-Konzernchef Martin Winterkorn, wie die Behörde in Braunschweig mitteilt.

+++ 15.09 Uhr: Doping-Untersuchungen im russischen und chinesischen Schwimmsport +++

Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat Untersuchungen wegen möglicher Dopingvergehen in den russischen und chinesischen Schwimm-Teams eingeleitet. Das teilte Wada-Präsident Craig Reedie auf dem Symposium der Agentur in London mit. Die Untersuchung werde in Zusammenarbeit mit dem Schwimm-Weltverband Fina durchgeführt. 

In den vergangenen Tagen waren Vorwürfe gegen den russischen Schwimmverband laut geworden. Demnach sollen Grigori Rodschenkow als ehemaliger Chef des russischen Doping-Kontrolllabors und Nikita Kamajew, der gestorbene Leiter der russischen Anti-Doping-Behörde Rusada, im Jahr 2011 angeboten haben, für 68.000 Euro Athleten aus dem Anti-Doping-Testpool zu nehmen. Das berichteten die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die englische Zeitung "The Times".

+++ 14.50 Uhr: Nordkorea warnt früheren US-Gefangenen vor "Gequatsche" +++

Nordkorea hat die Freilassung zweier Amerikaner ausgeschlossen, solange sich das Land durch seinen Ex-Gefangenen Kenneth Bae kritisiert sieht. In dem Fall würden "die amerikanischen Kriminellen, die sich in der Volksrepublik in Haft befinden, niemals in die USA zurückkehren", hieß es in den Staatsmedien. Wenn Bae sein "Gequatsche" fortsetze, werde es auch keine Verhandlungen mit der USA über die Freilassung der Inhaftierten geben. Das Regime von Kim Jong Un hatte den Amerikaner Bae im April 2013 wegen "feindlicher Handlungen" zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt, aber Ende 2014 freigelassen. Der 47-jährige Missionar publizierte zuletzt ein Buch über seine Gefangenschaft.   

In diesem Jahr verurteilte das Oberste Gericht Nordkoreas den in Südkorea geborenen US-Missionar Kim Dong Chul und den amerikanischen Studenten Otto Warmbier wegen angeblicher Umsturzversuche zu mehrjähriger Zwangsarbeit. Nordkoreas Behörden hatten in den vergangenen Jahren immer wieder US-Bürger und andere Ausländer festgenommen, in der Regel wegen des Vorwurfs "feindseliger Handlungen".

+++ 13.22 Uhr: Kroatisches Parlament macht Weg frei für vorzeitige Wahlen +++

Nach einer monatelangen Regierungskrise hat sich das Parlament des jüngsten EU-Mitglieds Kroatien aufgelöst und damit den Weg für vorzeitige Wahlen freigemacht. 137 Abgeordnete im Sabor mit 151 Sitzen stimmten in Zagreb dafür. Zuvor hatte die christlich-konservative große Regierungspartei HDZ den parteilosen Ministerpräsidenten Tihomir Oreskovic und damit das gesamte Kabinett gestürzt. Es war nicht einmal fünf Monate im Amt.

+++ 13.05 Uhr: Einjähriger alleine im Fernbus - Polizei führt Familien zusammen +++

Ein einjähriger Junge ist spätabends allein in einem Fernreisebus von München in Richtung Berlin unterwegs gewesen. Während seine Mutter in München in heller Aufregung war, schlief das Kind unterwegs seelenruhig. Die 22 Jahre alte Frau hatte ihren schon eingenickten Sohn am Sonntagabend in den Bus gesetzt und dem Busfahrer gesagt, sie müsse noch schnell aufs Klo. Der Mann ging nach Polizeiangaben jedoch fälschlicherweise davon aus, die Mutter meine die Toilette an Bord - und fuhr los. 

Eine Zeugin alarmierte die Polizei, die den Fahrer aber zunächst nicht telefonisch erreichen konnte. Kurzerhand fuhren die Beamten mit der Mutter im Fahrzeug hinterher. Als der Kontakt zum Busfahrer hergestellt war, vereinbarten sie ein Treffen in Ingolstadt - und Mutter und Kind fanden wieder zusammen.

+++ 12.49 Uhr: »ADAC warnt vor Staus durch Beginn der Sommerreisewelle +++

In Deutschland rollt ab sofort die Sommerreisewelle: Der Automobilclub ADAC warnte Autofahrer in München, dass es ab sofort an den kommenden zwölf Wochenenden voll werde auf den Autobahnen. Wegen des Ferienbeginns in Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssten Autofahrer vor allem im Norden und Osten bereits in dieser Woche mit längeren Staus rechnen.

+++ 12.27 Uhr: Erzbistum München reichstes deutsches Bistum +++

Das Erzbistum München-Freising ist mit einem Gesamtvermögen von gut 5,5 Milliarden Euro das nach derzeitigem Stand reichste Bistum in Deutschland. Nach dem veröffentlichten ersten umfangreichen Vermögensbericht ist das Bistum von Kardinal Reinhard Marx noch deutlich vermögender als die Bistümer Paderborn und Köln, die bisher als die vermögendsten deutschen Bistümer galten. In Paderborn verfügt die katholische Kirche über Werte von vier Milliarden Euro, in Köln von 3,4 Milliarden Euro.

+++ 12.06 Uhr: 13 Kinder tot - russisches Ferienlager geschlossen +++

Nach dem Tod von mehreren Kindern bei einem Bootsausflug in Nordwestrussland haben die Behörden das betroffene Ferienlager geschlossen. Der Zivilschutz bereite sich darauf vor, die etwa 190 verbliebenen Teilnehmer des Sommerlagers in der Teilrepublik Karelien nach Hause zu bringen, teilte die Behörde mit. Weitere russische Ferienlager sollten überprüft werden.

Etwa 50 Kinder waren am Wochenende bei einer Paddelboottour nördlich von St. Petersburg in einen Sturm geraten. Mindestens 13 von ihnen kamen ums Leben. Auch ein erwachsener Betreuer soll unter den Opfern sein. Der Zivilschutz sucht am Ufer des Sees Sjamosero nach einem weiteren vermissten Kind. Viele der Ertrunkenen kamen den Behörden zufolge aus Moskau.

Die Sicherheitskräfte nahmen fünf Verantwortliche und Betreuer des Ferienlagers fest. Die Justiz ermittelt wegen möglicher Verletzung der Sicherheitsvorschriften. Bei einer Verurteilung drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis. In Karelien und in der russischen Hauptstadt wehen die Fahnen auf halbmast. Familien, die ein Todesopfer zu beklagen haben, sollen umgerechnet knapp 14.000 Euro erhalten.

+++ 11.09 Uhr: Ehemann schießt auf Frau im Rollstuhl +++

Ein 28 Jahre alter Mann hat im rheinischen Eschweiler auf seine im Rollstuhl sitzende Frau geschossen. Der Mann habe dazu ein mit Nägeln geladenes Luftgewehr benutzt, die Frau aber verfehlt, teilte die Polizei heute in Aachen mit. Die 30-Jährige konnte sich am Sonntag mit dem gemeinsamen Kind aus der Wohnung retten. Der Mann verbarrikadierte sich im Haus und drohte, jeden umzubringen, der sich ihm näherte. Ein Spezialeinsatzkommando wurde angefordert, doch die Polizisten am Tatort konnten den 28-Jährigen überwältigen, bevor die Spezialisten eintrafen. Der Täter wurde in eine Psychiatrie gebracht.

+++ 10.36 Uhr: Ermittlungen nach Hooligan-Attacke in Köln gehen weiter +++

Nach dem brutalen Angriff russischer Hooligans auf spanische Touristen in Köln laufen die Ermittlungen weiter. Fünf Tatverdächtige sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Ihnen wird gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. In den kommenden Tagen werden die Ermittler weiter Spuren abgleichen und erneut Zeugen vernehmen, wie Staatsanwalt Ulf Willuhn am Montag sagte. Bis es zu einer Anklageerhebung komme, könne es noch ein paar Tage dauern.

"Wir versuchen außerdem, an weitere Tatzeugen zu gelangen", sagte Willuhn. Diese könnten sich bei der Polizei melden. Die Männer sollen am Donnerstag auf der Kölner Domplatte drei spanische Touristen - zwei Männer und eine Frau - verprügelt haben, als diese Aufkleber mit antifaschistischen Aufdrucken verteilten und auf einen Bauzaun klebten. Die beiden Männer wurden durch Schläge und Tritte verletzt, einer von ihnen erlitt einen Nasenbeinbruch. Inzwischen konnten sie das Krankenhaus verlassen.

+++ 10.25 Uhr: Union und SPD einigen sich auf Erbschaftssteuerreform +++

Union und SPD haben nach monatelangem Streit eine Reform der Erbschaftsteuer vereinbart. Der Kompromiss schütze vor allem mittelständische Unternehmen und garantiere den Erhalt von Arbeitsplätzen, teilten Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit. Demnach werden Firmenerben wie bisher von der Erbschaftsteuer weitgehend befreit, wenn sie das Unternehmen fortführen und Arbeitsplätze erhalten. Allerdings gelten schärfere Vorgaben wie vom Bundesverfassungsgericht Ende 2014 gefordert. Die Neuregelung soll nach der Verabschiedung in Bundestag und Bundesrat rückwirkend zum 1. Juli 2016 in Kraft treten.

+++ 8.40 Uhr: Brexit-Unterstützerin kehrt Kampagne den Rücken +++

Aus Protest gegen fremdenfeindliche Rhetorik hat eine prominente Unterstützerin der britischen Brexit-Kampagne den Rücken gekehrt. Wenige Tage vor dem Referendum warf die frühere Vorsitzende der Konservativen Partei von Premierminister David Cameron, Sayeeda Warsi, den Befürwortern eines EU-Austritts vor, die Grenzen des Anstands überschritten zu haben. "Wollen wir wirklich Lügen erzählen und Hass und Fremdenfeindlichkeit verbreiten, nur um eine Kampagne zu gewinnen?", fragte die pakistanischstämmige Politikerin in einem verbreiteten Interview mit der "Times".

Sie könne die Kampagne nicht länger unterstützen, fügte Warsi hinzu. Den letzten Ausschlag für die Entscheidung habe ein Plakat gegeben, auf dem Flüchtlinge und der Slogan "Breaking Point" (Bruchstelle) zu sehen waren. "Dieses Plakat war für mich persönlich die Bruchstelle", sagte Warsi. Unterstützer der Brexit-Kampagne zogen nach Warsis Ankündigung umgehend über den Kurznachrichtendienst Twitter in Zweifel, ob die Politikerin die Kampagne zuvor tatsächlich mit voller Überzeugung unterstützt habe.

+++ 7.45 Uhr: Waldbrand tobt auf Zypern - Israel und Griechenland schicken Hilfe +++

Auf der Mittelmeerinsel Zypern tobt ein großer Waldbrand. Die Flammen bedrohen mehrere Dörfer in der Region Solea- Evrychou am Fuße des Berges Troodos. Wie der staatliche Rundfunk (RIK) am Montagmorgen berichtete, sind an den Löscharbeiten drei Löschflugzeuge aus Israel und zwei aus Griechenland sowie neun zyprische Hubschrauber beteiligt. Der Brand wurde nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr versehentlich von einem zwölfjährigen Jungen entfacht, wie das Staatsradio weiter berichtete. In der Region herrschen Temperaturen um die 40 Grad und extreme Trockenheit. Touristische Regionen sind derzeit nicht bedroht.

+++ 7.25 Uhr Junger Mann stirbt bei Spritztour mit geliehenem Motorrad +++

Ein 22-Jähriger ist in Nordhessen bei einer Spritztour mit einem geliehenen Motorrad gestorben. Der junge Mann aus Malsfeld borgte sich die Maschine nach Angaben der Polizei am Sonntagabend bei einem Bekannten, "um einmal eine Runde zu drehen".
Bei seiner Fahrt verlor er die Kontrolle über das Motorrad, kam von der Fahrbahn ab, überfuhr einen kleinen Bachlauf und zog sich beim Sturz an einem Hang tödliche Verletzungen zu. Rettungskräfte und ein Notarzt konnten den 22-Jährigen nicht wiederbeleben.

+++ 6.30 Uhr: Volleyballer schließen erste Weltligastation ohne Sieg ab +++

Die deutschen Volleyballer haben ihre erste Weltligastation in dieser Saison mit drei Niederlagen abgeschlossen. Die stark verjüngte Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen unterlag am Sonntag in Mexiko-Stadt auch den Gastgebern mit 1:3 (21:25, 20:25, 25:15, 17:25). Zuvor hatte der WM-Dritte von 2014 schon Pleiten gegen Montenegro und Spanien kassiert. Bester deutscher Angreifer war diesmal Ruben Schott mit 15 Zählern.
Deutschland ist für die Weltligafinalrunde gesetzt, deshalb kann Bundestrainer Heynen auch bei der nächsten Station in Kasachstan Ende dieser Woche weiter personell experimentieren.

+++ 6 Uhr: 14 Tote bei Selbstmordanschlag auf Bus in Kabul +++

Bei einem Taliban-Selbstmordanschlag auf einen Minibus in Afghanistans Hauptstadt Kabul sind 14 internationale Angehörige einer Sicherheitsfirma getötet worden. Acht seien verletzt worden, sagte am Montagmorgen der Sprecher des Innenministeriums, Sedik Seddiki. Der frühere Polizeichef der Stadt, General Ajub Salangi, gab an, in dem Bus hätten nepalesische Sicherheitskräfte gesessen, sogenannte Gurkas. An der großen Dschalalabad-Straße, wo sich der Anschlag ereignete, liegen zahlreiche Büros und Wohnareale der Vereinten Nationen. Sie werden oft von Gurkas geschützt.

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu der Tat per Kurznachrichtendienst Twitter. Die Extremisten haben in den vergangenen Monaten zunehmend Busse der Regierung, der Sicherheitskräfte und anderer Organisationen angegriffen. Erst vor drei Wochen wurden nahe Kabul zehn Menschen bei einem Anschlag auf einen Bus mit Mitarbeitern eines Gerichtshofs getötet. Außerdem halten die Aufständischen zunehmend Fernbusse an und durchsuchen sie nach Regierungsangestellten, Soldaten und Polizisten. Ende Mai erschossen sie in der Provinz Kundus zwölf Passagiere und nahmen viele Geiseln. Acht sind weiterhin in ihrer Gewalt.

+++ 5.35 Uhr: Tote bei Zusammenstößen von Lehrern und Polizisten in Mexiko +++

Mindestens drei Menschen sind in Mexiko bei Zusammenstößen zwischen streikenden Lehrern und Polizisten umgekommen. Weitere 40 Menschen wurden verletzt, wie das Gesundheitssekretariat des südlichen Bundesstaates Oaxaca am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. Dort protestierten radikalisierte Lehrer gegen eine Bildungsreform.

Rund 500 Bundespolizisten seien in Noxichtlán, 260 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt, eingesetzt worden, um eine von den Demonstranten blockierte Autobahn zu räumen, berichtete die Zeitung "El Universal". Nach Angaben der Polizei waren die Sicherheitsbeamten unbewaffnet. Die Lehrergewerkschaft identifizierte einen der Toten als Lehrer und einen anderen als Studenten. Unbestätigte Medienberichte zählten auch einen Polizisten zu den Todesopfern.

+++ 4.35 Uhr: Zehntausende gedenken in Orlando der Opfer des Nachtclub-Attentats +++

Eine Woche nach dem verheerenden Attentat auf einen Nachtclub sind in Orlando zehntausende Menschen zu einer Mahnwache zusammengekommen. Mit einer Schweigeminute gedachten die Menschen, deren Zahl die Stadtbehörden auf rund 50.000 schätzten, am Sonntagabend der 49 Opfer in der Schwulen-Disko "Pulse". "Wir lassen uns nicht durch die hasserfüllte Tat eines verwirrten Mörders bestimmen", sagte Bürgermeister Buddy Dyer. Auch der republikanische Gouverneur des Bundesstaats Florida, Rick Scott, nahm an der Veranstaltung teil.
Viele Teilnehmer trugen die US-Nationalfahne oder die Regenbogenflagge der Schwulen- und Lesbenbewegung. Die Namen der 49 Opfer wurden auf der Veranstaltung verlesen. Bei dem Angriff auf den Nachtclub durch den radikalen Muslim Omar Mateen waren vor einer Woche 49 Menschen getötet worden. Am Montag will das US-Justizministerium Auszüge der Mitschriften von Gesprächen veröffentlichen, die Mateen während der Geiselnahme in dem Nachtclub mit Beamten führte.

+++ 3.45 Uhr: US-Golfer Dustin Johnson gewinnt US Open+++

Profi-Golfer Dustin Johnson hat erstmals ein Major-Turnier gewonnen. Der Amerikaner setzte sich am Sonntag bei den 116. US Open im Oakmont Country Club etwas außerhalb von Pittsburgh durch. Johnson hatte auf dem Par-70-Kurs ein Gesamtergebnis von 276 und somit drei Schläge Vorsprung vor seinen Landsleuten Jim Furyk und Scott Piercy sowie Shane Lowry aus Irland.

Lowry war mit vier Schlägen Vorsprung auf die Schlussrunde gegangen, zeigte aber erstmals in den Tagen dieses Turniers Nerven und kam mit einem Tagesergebnis von 76 ins Clubhaus. Johnson indes spielte eine 69 und beendete seine Runde mit einem Birdie. Vor einem Jahr hatte er den Sieg bei den US Open als Zweiter noch knapp verpasst. Martin Kaymer, der die US Open 2014 gewonnen hatte, schloss das zweite Major des Jahres mit einer 71 ab und kam mit 289 Schlägen auf Platz 37.

+++ 3.02 Uhr: Waffenladen-Besitzer in USA bei Übung versehentlich erschossen +++

Der Besitzer eines populären Schusswaffengeschäfts im US-Staat Ohio ist während einer Waffenübung versehentlich erschossen worden. Wie die "Washington Post" und der "Cincinnati Enquirer" berichteten, ereignete sich der Unfall ausgerechnet während eines Kurses zum sicheren Umgang mit Waffen. Beide Medien beriefen sich auf Polizeiangaben.

Demnach hatten am Samstag etwa zehn Menschen im KayJay Gun Shop in Amelia geübt, was im Fall der Fehlfunktion einer Waffe zu tun ist. Dabei löste sich aus der Waffe eines Schülers ein Schuss, und die Kugel durchschlug die Wand eines benachbarten Raumes, in dem sich der Ladenbesitzer aufhielt. Der 64-Jährige sei im Hals getroffen worden und auf der Stelle tot gewesen, hieß es in den Zeitungsberichten weiter.

+++ 2.15 Uhr: Schweizer Sonnenflieger Solar Impulse 2 vor Atlantiküberquerung +++

Der Schweizer Sonnenflieger Solar Impulse 2 steht kurz vor der Atlantiküberquerung. Pilot Bertrand Piccard wolle am Montagmorgen um 8 Uhr MESZ in New York starten und ins spanische Sevilla fliegen, teilte das Team mit. Vor rund zehn Tagen war der Flieger in New York am John-F.-Kennedy-Flughafen gelandet, zuvor hatte er in mehreren Etappen die USA überquert. Der Flug nach Sevilla soll nun rund 90 Stunden dauern.

Die Abenteurer und Wissenschaftler Piccard und André Borschberg wollen mit ihrem Leichtflugzeug die Welt umrunden, um für die Nutzung erneuerbarer Energien zu werben. Die Reise des aus Karbonfasern gebauten Fliegers mit einer Spannweite von 72 Metern hatte im März 2015 im Golfemirat Abu Dhabi begonnen.

+++ 1.15 Uhr: Vater von Boris Johnson lehnt Brexit ab +++

Stanley Johnson, Vater des prominentesten Brexit-Befürworters Boris Johnson, hat sich für einen Verbleib seines Landes in der EU ausgesprochen. "Boris sagt, wir müssen die EU verlassen, um die Kontrolle über unser Land wieder zu bekommen. Ich sehe es genau umgekehrt: Wir müssen in der EU bleiben, um weiter die Kontrolle zu haben", sagte er der "Bild" (Montag). Die EU müsse reformiert werden, forderte Johnson: "Weniger Zentralismus, mehr Freiheiten für die Mitgliedstaaten. Aber das geht nur, wenn Großbritannien ihr Mitglied bleibt", sagte der Vater, der früher selbst zeitweise bei der EU in Brüssel gearbeitet hat.

+++ 0.06 Uhr: Teenager in New York wegen zwei Dollar erstochen +++

Weil er einem Bettler die geforderten zwei Dollar (etwa 1,80 Euro) verweigerte, ist ein Teenager in New York erstochen worden. Der 17-Jährige habe sich mit einem Freund im Stadtteil Bronx einen Milkshake holen wollen, als zwei Bettler die beiden ansprachen und zwei Dollar forderten, berichtete die "New York Times" am Sonntag unter Berufung auf die Polizei. Der 17-Jährige sagte, er habe kein Geld dabei, woraufhin einer der beiden Bettler ein Messer zückte, den Teenager in die Brust stach und ihm tödliche Verletzungen zufügte. Die beiden Angreifer seien geflohen und hätten zunächst nicht gefasst werden können, teilte die Polizei mit.

mad DPA AFP

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