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Renault Mégane Cabrio: Gallisches Glashaus

Dach ab, Stoffverdeck drauf und fertig ist das Cabrio. So einfach funktioniert das Geschäft mit dem offenen Fahrvergnügen längst nicht mehr. Die Kundschaft hätte es gerne schnell, "bügelfrei" und ganzjahrestauglich. Die Experten für derartige Cabrios sitzen derzeit in Frankreich.

Dach ab, Stoffverdeck drauf und fertig ist das Cabrio. So einfach funktioniert das Geschäft mit dem offenen Fahrvergnügen längst nicht mehr. Die Kundschaft hätte es gerne schnell, "bügelfrei" und ganzjahrestauglich. Die Experten für derartige Cabrios sitzen derzeit in Frankreich. Nach dem Peugeot 307 CC mit cleverem Stahl-Klappdach überraschte auf dem Genfer Autosalon nun auch Renault mit einem Hardtop-Cabrio. Der Clou: Der offene Mégane bemützt sich mit einem Glas-Verdeck.

Der Umbau zum Coupé

Ein Mégane-Cabrio? Bei diesem Gedanken kommen nicht nur Experten ins Grübeln. Grund ist die ausgefallene Grundform der kompakten Limousine. Die relativ hohe Karosserieform und das Knick-Heck sind für eine Enthauptung denkbar ungeeignet. Das weiß man natürlich auch bei Renault und hat deshalb den Mégane zunächst zum Coupé umgestylt. Herausgekommen ist dabei ein Coupé herkömmlicher Machart, dem man seine Verwandtschaft zur extravaganten Mégane-Limousine nur noch beim Blick auf Kühlergrill und Motorhaube ansieht.

Wann beginnt für Sie die Cabrio-Saison?

Mobiles Glashaus

Die Kombination aus auffälligem Mégane-Vorderwagen und schlanken Coupé-Formen mag ungewöhnlich erscheinen - garantiert im Straßenverkehr aber garantiert größte Aufmerksamkeit. Und falls doch jemand nicht hinkucken möchte, haben Mégane-Cabrio-Kunden ja noch einen Trumpf unterm Blech: das Glas-Hardtop. Waren die Klapp-Verdecke von Mercedes SLK und Peugeot 206 CC bei ihrer Vorstellung schon bestaunenswert, geht Renault jetzt noch einen Weg weiter. Die harte Mégane-Mütze besteht nicht aus Blech, sondern aus knapp vier Millimeter dickem Spezialglas. Das sieht nicht nur schick aus, sondern eröffnet für die Passagiere auch noch ein völlig neues Raumgefühl. Die Grenzen zwischen Cabrio-Innenraum und der Umwelt sind dadurch, vor allem für die Mitfahrer auf den beiden Rücksitzen, nicht mehr ganz so genau zu bestimmen.

Verdeck-Knowhow aus Germany

Entwickelt wurde das Glas-Verdeck vom deutschen Cabrio-Spezialisten Karmann aus Osnabrück. Von dort aus wird die Dachkonstruktion fix und fertig ins Renault-Werk Douai geliefert und mit dem Rest-Mégane verheiratet. Das Öffnen und Schließen des mobilen Gewächshauses erfolgt elektrohydraulisch und soll in knapp 22 Sekunden über die Bühne gehen. Zu knapp für einen kurzen Ampelstopp - dafür bekommt man dann aber auch etwas zu sehen. Platz findet das Hardtop im großen Kofferraum. 490 Liter fasst das Gepäckabteil bei geschlossenem Dach. 200 Liter weniger sind es in geöffnetem Zustand.

Insassenschutz

Grundsätzlich werden die Cabrio-Passagiere kaum Probleme damit haben, sich heimisch zu fühlen. Die Ausstattung des Innenraums stammt aus der Limousine und präsentiert sich dementsprechend hochwertig. Neu ist lediglich die um 24 Millimeter abgesenkte Sitzposition. Das vermittelt eine gewisse Sportlichkeit und sorgt für den nötigen Abstand zur sehr flachen Frontscheibe. Die ragt, ähnlich wie beim Peugeot 307 CC, sehr weit in den Innenraum und sorgt bei einem Crash für den nötigen Insassen-Schutz.

Die gleiche Aufgabe haben die beiden kleinen Überrollbügel hinter den Rücksitzen. Gegen Aufpreis lassen sich die beiden fest montierten Lebensretter auch gegen unsichtbare Metallbügel ersetzen, die erst im Falle eines Überschlags blitzschnell in Aktion treten.

Bekannte Motorisierungen

Zum Start im Herbst sollen drei Motoren verfügbar sein. Neben zwei 115 und 150 PS starken Vierzylinder-Benzinmotoren steht auch noch ein 120 PS starker Common-Rail-Diesel zur Verfügung. Experimente wird man mit keinem der Triebwerke eingehen. Sie sind allesamt bereits in der Mégane-Limousine im Einsatz.

Jochen Knecht

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.