SCHNEECHAOS Katastrophenalarm auf deutschen Autobahnen


Aufgrund des Schneechaos saßen viele Autofahrer in ihren Fahrzeugen fest. Auf bayerischen Autobahnen ging nichts mehr. Der ADAC rät, Urlaubsreisen erst am Montag anzutreten.

Eis und Schnee haben heute in weiten Teilen Deutschlands den Straßenverkehr zum Erliegen gebracht. Allein auf der Autobahn A9 in Nordbayern staute sich nach starken Schneefällen der Verkehr von Nürnberg bis zur Landesgrenze Thüringen nach Angaben der Polizei auf einer Länge von 130 Kilometern. Die Landratsämter Bayreuth und Kulmbach lösten am Morgen Katastrophenalarm aus. Auch der Bahn- und Flugverkehr war zum Teil erheblich gestört.

Schon am Freitagabend waren Autos und Lastkraftwagen in Schneeverwehungen stecken geblieben. Tausende Autofahrer mussten die Nacht in ihren festliegenden Fahrzeugen verbringen. Räum- und Rettungsfahrzeuge hatten vor allem wegen liegengebliebener Lastwagen Schwierigkeiten durchzukommen. Nach Angaben der Polizei versuchten Feuerwehren, entlang der A9 und A70 in Nordbayern zu Fuß zu eingeschlossenen Fahrzeugen zu gelangen, um die Insassen zu versorgen.

Auch in anderen Bundesländern gab es kilometerlange Staus auf den Autobahnen und Fernstraßen. In Nordrhein-Westfalen wurden nach Angaben des WDR-Verkehrsstudios acht Staus von insgesamt 118 Kilometern Länge gezählt.

In Süddeutschland kam es wegen der starken Schneefälle und Schneeverwehungen auch zu erheblichen Behinderungen im Zugverkehr. Nach Angaben der Deutschen Bahn gab es auch einzelne Zugausfälle im Regionalverkehr.

Auch der Flugverkehr war durch das Winterwetter stark beeinträchtigt. Auf dem Frankfurter Flughafen wurden am heute insgesamt 69 Flüge gestrichen, am Freitag waren 185 Starts und Landungen abgesagt worden. Nach Angaben der Verkehrsleitung normalisierte sich die Lage aber zunehmend.


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