HOME

Der neue Daimler: Zurück zu alter Stärke

Die Nachricht von der Rückkehr Michael Schumachers in ein Formel-1-Cockpit hat eingeschlagen wie eine Bombe. Mercedes suchte nach Jahren der Dürre eine neue Gallionsfigur und lässt es richtig krachen. Der neue Daimler-Konzern soll bei der Konkurrenz wieder Angst und Schrecken verbreiten - nicht nur in der Formel 1.

2010 wird das Jahr der Wende - zumindest wenn es nach Daimler-Chef Dieter Zetsche gehen soll. Die letzten Jahre gab es für Mercedes kaum gute Nachrichten. Die Verkäufe stockten, die Qualität bröckelte, Stammkunden wanderten ab und besonders in Sachen Image gab es für die Stuttgarter kaum den jahrzehntelang gewohnten Applaus. Während sich Audi weltweit mehr und mehr als innovative und trendige Premiummarke in Szene setzt, fährt die Marke mit dem Stern technologisch insbesondere dem bayrischen Konkurrenten BMW deutlich hinterher. Die Ingolstädter trommeln, werben und Gas geben was das Zeug hält; Mercedes antwortet mit so visionären Ideen wie drastischen Kosteneinsparungen, Kurzarbeit und Blockpausen. So gewinnt man keinen Krieg. Der ehemals strahlende deutsche Automobilstern hat im In- und Ausland viel Kredit eingebüßt und selbst im eigenen Vorgarten, dem Großraum Stuttgart, wurden die, die "beim Daimler schaffe" zuletzt mehr bemitleidet, denn beneidet.

Doch mit Jahresstart 2010 soll alles anders werden. Die Daimler AG hat sich für die nächsten zehn Jahre viel vorgenommen, will wieder die erfolgreichste Premiummarke werden und mit innovativen Technologien von sich reden machen. Zunächst einmal wird getrommelt, wie man es auch zu alten Zeiten kannte. Kurzfristig wurde die Weltpremiere des Mercedes E-Klasse Cabrios vom wenig schmuckvollen Detroit auf einen eigenen Event in Abu Dhabi vorgezogen. Längst war es kein Geheimnis mehr, das Mercedes eine neue Gallionsfigur bekommen würden. Michael Schumacher soll der neue Messias mit dem Stern auf dem Helm werden, der wieder mehr Kunden zu der Marke zieht und für die nötige Aufmerksamkeit sorgt. Bereits mit einigem Vorlauf wurde das Bett für Schumacher bereitet. Mercedes übernahm den Formel-1-Rennstall von Ross Brawn, der mit Brawn GP im letzten Jahr Fahrer- und Markentitel holte. F-1-Pensionär Michael Schumacher soll jedoch nicht nur alte Kunden und neue Fans zur Marke Mercedes locken. Auch die eigenen Mitarbeiter sollen wieder mit Stolz zur Arbeit gehen und den Stern von innen erstrahlen lassen.

Kampfansage

Das wichtige Zwischenziel für die Daimler AG ist das Jahr 2015. Bis hierhin wollen die Stuttgarter ihren Absatz um rund 50 Prozent nach oben treiben und mithilfe von neuen Modellen, Zukunftstechnologien und innovativen Triebwerken mindestens 1,5 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Besonders in den kleinen Klassen soll mächtig Gas gegeben werden. Hier, wo BMW gerade mit dem Mini schmerzlich hohe Verkäufe erzielt und Audi mit dem A1 für 2010 in den Startblöcken steht, soll gekontert werden. Auch gegen 1er BMW und Audi A3 soll mit der neuen MFA-Plattform geschossen werden. A- und B-Klasse sollen nicht länger den Charme von müden Seniorenfahrzeugen haben, sondern Trendmobile werden und der Konkurrenz von Mini Cooper, BMW 1er, Audi A1/A3 oder gar Toyota iQ und Fiat 500 die Stirn bieten. Die neue MFA-Plattform, für die Mercedes gerade in Ungarn ein neues Werk startklar macht, bietet viele Möglichkeiten. Klein- und Kompaktwagen, Minivan, Crossover, Cabriolet, Coupé und Limousine sind denkbar. Auf den aufwendigen Sandwichboden wurde verzichtet. Daher kommen die Fahrzeuge auf der neuen Plattform dynamischer und deutlich flacher daher.

Das Modelljahr 2010 wird für die Mercedes-Verantwortlichen trotz allen Tatendrangs jedoch nochmals eine harte Prüfung. Außer dem neuen E-Klasse Cabriolet, der Modellpflege für R- und CL-Klasse, die künftig S-Klasse Coupé heißen wird, gibt es bis Herbst wenig neues. Dann kommt der neue CLS, der auf Plattform der neuen E-Klasse wieder für Image und Eleganz sorgen soll. Ärgern dürften sich die Kunden, die seit Sommer vergangenen Jahres eine modellgepflegte Mercedes S-Klasse erworben haben. Das Aushängeschild der Marke bekommt zum Sommer die lange überfälligen neuen Triebwerke. Leider sind vorerst nur die Benziner dran. Sechs- und Achtzylinder der „MoVe“-Generation bekommen jeweils Turboaufladung mit Direkteinspritzung. Neben Leistungen von 300 und 430 PS sollen die Verbräuche um rund 25 Prozent sinken und die S-Klasse auf eine Stufe mit dem aktuellen 7er und dem neuen Audi A8 stellen. Keine Neuigkeiten gibt es zunächst für die Dieseltriebwerke mit sechs und acht Zylindern. Für 2011 ist jedoch eine S-Klasse mit einem Vierzylinder-Diesel im Gespräch. Die neue Motorengeneration von Sechs- und Achtzylindern bekommt zudem Zylinderabschaltung und eine neue Getriebeautomatik mit mindestens acht Gängen, die zudem den Einsatz von Start-Stopp-Systemen ermöglicht. „Wir werden 2012 den Flottenverbrauch von 140 g/km deutlich unterbieten“, sagt Entwicklungsvorstand Dr. Thomas Weber.

Die nächste Smart-Generation

Möglich machen sollen das mittelfristig auch Modelle wie der Smart Fortwo electric drive, eine elektrifizierte A-Klasse und das Dauerprojekt Mercedes B-Klasse F-Cell. 2011 soll eine erste Mercedes E-Klasse mit Diesel-Hybrid den hier vorausgeeilten Franzosen des PSA-Konzerns den Schneid abkaufen. In den beiden darauffolgenden Jahren kommen neuen Versionen von M-, C- und S-Klasse ebenfalls mit Hybridisierung. In Sachen Smart wartet die Kundschaft jedoch auf ein neues Modell. Im Herbst nächsten Jahres kommt ein dünnes Facelift, das von außen kaum zu erkennen ist. Die nächste Smart-Generation ist bereits fertig gezeichnet. Jedoch ist noch nicht entschieden, wie und wann sie gebaut werden soll. Eine etwaige Kooperation mit Renault-Nissan könnte wertvolle Finanzressourcen sparen. Fest steht, dass mit einem Zweisitzer allein kein Staat zu machen ist.

Ähnlich wenig konkret sieht es bei der Nobelmarke Maybach aus. Zeppelin hin und Landaulet her - auch hier muss mehr passieren. "Wir planen für die nahe Zukunft eine Modellpflege", erklärt Daimler-Chef Zetsche, "ob und wann es einen Nachfolger geben wird, ist noch nicht entschieden". Die überfällige Modellpflege steht ebenfalls für 2010 an. Doch erst einmal geht es darum, Daimler und Mercedes in einer besseren Stimmung zu präsentieren. Hier dreht sich 2010 alles um Michael Schumacher - ob er die Formel-1 gewinnt oder nicht. Und auch für die Motorsportzeit danach ist bereits fest geplant. Wenn Schumacher wohl Ende 2012 ins zweite Glied rückt, soll Nico Rosberg oder Sebastian Vettel die neue Gallionsfigur mit dem Stern sein. Fest steht: der Stern schlägt zurück.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.