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Detroit Motor Show: Mit Vollgas ins Autojahr

In Amerika brummt die Autokonjunktur. Die Zeit der Pleiten ist vorbei. Für die Detroit Motor Show sind mehr als 30 Weltpremieren angekündigt.

Das neue Autojahr beginnt traditionell mit dem Startschuss der Autoshow in Detroit (15. bis 23. Januar). Vor allem die US-amerikanischen Hersteller nutzen die Messehallen des Cobo Centers für die Präsentation ihrer Neuheiten. Der US-Markt wird auch für die deutschen Autobauer immer wichtiger, zudem produzieren viele europäische Hersteller längst in Amerika. Nach einer aktuellen Prognose des CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen kann der US-Markt wichtige Wachstumsimpulse für die deutschen Autohersteller setzen. In den USA werden die Verkäufe in den nächsten Jahren deutlich steigen, vor allem Premiumfahrzeuge werden begehrter.

Ihren Versuch, die Autoshow in Los Angeles zu stärken und so indirekt die Veranstaltung in Detroit zu schwächen, haben die Europäer aufgegeben. In diesem Jahr wollen die deutschen Hersteller wieder in Detroit mitmischen und rücken mit mehreren Weltpremieren an. Volkswagen hat sogar ein speziell für den nordamerikanischen Markt entwickeltes Modell im Gepäck: den New Midsize Sedan.

Groß und günstig

Der neue Mittelklässler der Wolfsburger, der Züge des aktuellen Passat trägt, soll Ende 2011 zu den Händlern rollen und damit asiatischen Konkurrenten wie Toyota Camry und Nissan Altima das Leben ein wenig schwerer machen. Das Erfolgsrezept des neuen VW ist simpel: Gegenüber dem Passat verfügt der New Midsize Sedan über deutlich weniger Ausstattung und kann dadurch auch wesentlich günstiger angeboten werden. Das ist die gleiche Strategie, die Volkswagen schon beim Jetta angewandt hat. Das amerikanische Modell wurde schlichter ausgestattet und mit älterer Technik versehen – kostet dafür aber auch nur die Hälfte.

Auch Mercedes-Benz konzentriert sich auf die automobile Mitte und stellt der Presse am Vorabend der North American International Auto Show (NAIAS), wie die Messe offiziell heißt, die aufgefrischte C-Klasse vor, sowohl als Limousine als auch als Kombi. Zudem gibt es eine eher fragwürdige Sensation aus dem Hause Daimler zu bestaunen: Den speziell für den US-Markt entworfenen fünfsitzigen Smart, der im Rahmen der Kooperation mit Renault-Nissan die gleiche Plattform nutzt wie der neue Nissan Micra. Der zweisitzige Smart ist in den USA alles andere als ein Erfolg. Ob ein umfrisierter Micra die Probleme der Mercedes-Tochter lösen kann, wird bezweifelt. Der Versuch, einen japanischen Kleinwagen als Smart-Viersitzer unter die Leute zu bringen, ist mit dem Colt schon einmal schief gegangen. Europa bleibt dieses Modell erspart.

Porsche kehrt zurück

Bei BMW und Audi dreht sich in Detroit in diesem Jahr alles um "Sechs": Die Ingolstädter enthüllen den neuen A6 als Limousine und als Vollhybrid, der sich optisch an den größeren Bruder A8 anlehnt. Der Münchner Autobauer fährt mit dem 6er Cabrio im winterlichen Detroit vor. Neben dem "Oben-ohne"-Auto gibt es bei BMW noch das 1er M Coupé zu bestaunen. Auf dem Messestand der Tochter Mini steht die Studie Paceman bereit, ein bulliges Crossover-Coupé auf Basis des neuen Countryman.

Porsche nimmt in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2007 wieder an der Detroiter Messe teil. Das Comeback ist Grund genug, eine Weltpremiere mit in die Staaten zu bringen. Details zum neuen Spitzenmodell, das oberhalb des 911ers angesiedelt ist, gibt es allerdings erst vor Ort.

Bei Ford steht das Thema Elektromobilität im Mittelpunkt, allen voran der neue Focus Electric. Außerdem soll Medienberichten zufolge eine seriennahe Studie eines mittelgroßen SUV enthüllt werden. Zu den wichtigsten US-Premieren zählt die Enthüllung des Chrysler 300, der sich die Plattform mit dem Dodge Charger teilt. Die Silhouette des Wagens ähnelt der des Vorgängers und zeichnet sich durch ruhige, sanft geschwungene Linien aus. Die Europa-Version des Fahrzeugs wird man wahrscheinlich unter Lancia-Logo auf dem Genfer Automobilsalon sehen.

General Motors zeigt Selbstbewusstsein

Bei GM dürfte der monströse GMC Sierra All Terrain HD concept die Blicke auf sich ziehen: Der mehr als 5,85 Meter lange Pick-up mit Doppelkabine wird von einem 6,6-Liter-V8-Motor mit rund 400 PS auf Trab gebracht und protzt mit 20-Zoll-Rädern. Unscheinbarer ist der neue Chevrolet Aveo, der in den USA den Namen Sonic trägt. Eine Version Opel Astra namens Verano wird von Buick präsentiert. Jeep zeigt sein überarbeitetes Einstiegsmodell Compass, das sich den kürzlich aufgefrischten Grand Cherokee zum Vorbild genommen hat.

Ende der Experimente

Über ein neues Schwestermodell kann sich der Prius freuen. Denn Toyota zeigt auf der US-Messe eine Van-Version des erfolgreichen Hybrid-Mobils. Außerdem könnte eine weiterentwickelte Variante der Hybrid-Kleinwagenstudie FT-CH die Autofans an den Toyota-Stand locken. Hyundai bringt mehr als drei Jahre nach dem Debüt der Studie Veloster nun die Serienversion des kleinen Coupés auf Basis des i30. Eine neue Studie namens "KV7" stellt der koreanische Autobauer Kia vor.

Alles in allem wird sich die Messe in Detroit wieder auf ihre Kern-Kompetenzen zu besinnen. Keine Trauer-Stimmung mehr, keine Elektromanie und kein US-atypisches Karosserie-Schrumpfen. Auch wenn sich die Zahl der Neuheiten bislang noch in Grenzen hält, konzentrieren sich die Autobauer mit ihren mehr als 30 Weltpremieren in diesem Jahr auf das, was wirklich zählt: die US-Kundschaft.

Kra/MID / MID

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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