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Nahverkehr: Feinstaub? Fahrverbote? Fahren Sie doch mit dem E-Bike ins Büro

Individuell und flott unterwegs sein und das ganz ohne Benzinkosten und Umweltschäden? Ein Elektro-Bike macht es möglich. Ohne größere Anstrengung ist man so schnell wie ein Kurierfahrer.

Radfahren schont die Umwelt und das Portemonnaie - mit einem Motor ist es auch nicht mehr so anstrengend.

Radfahren schont die Umwelt und das Portemonnaie - mit einem Motor ist es auch nicht mehr so anstrengend.

Eines zum Anfang: Es muss kein E-Bike sein, auch mit einem normalen Fahrrad ist man umweltschonend und schnell unterwegs. Obendrein ist es noch merklich billiger als ein E-Fahrrad.

Aber: Der Stromer macht es möglich, dass auch weniger sportliche Menschen auf das Rad steigen. Wenn man will, tritt man richtig in die Pedale, aber wenn man nicht will, lässt man die Beine nur mitdrehen. Elektro-Biking - eine tolle Sache. Mit Tempo 25 ist man in der Stadt unterwegs und das geschieht mühelos. Eigentlich eine perfekte Alternative zum teuren und umweltschädlichen Autofahren.

Und auch wenn man kein überzeugter "Öko" ist, sollte man Folgendes bedenken: In jedem Jahr werden neue Fahrverbote erlassen. Ein Strom-Rad ist auch eine Alternative, wenn der alte Diesel nicht mehr in der Stadt ist. Vor allem für "mittellange" Strecken zwischen 10 und 20 Kilometern Länge eignet sich ein E-Rad perfekt. Man arbeitet sich nicht ab, man schwitzt nicht durch, die subjektiv empfundene Anstrengung entspricht eher einem Spaziergang als einem Wettkampf.

E-Bike - einfach mal ausprobieren

Wir haben es bei stern.de  ausprobiert und Mitarbeiter  zum E-Radeln eingeladen. Yamina M. war begeistert: "Endlich habe ich auf dem Weg zur Arbeit alle überholt, vor allem am Berg!" Wenn man im Fahrradanhänger hinten zwei Kinder und den Wocheneinkauf bewältigen müsse, freue man sich besonders über den Extraschub aus der Steckdose bzw. aus dem Akku. Abschreckend wirkt allerdings der Preis: "Ich persönlich würde das Elektrorad für den Preis nur kaufen, wenn ich auf dem Land längere Strecken fahren müsste."

Susanne B. fühlte sich in die Kindheit zurückversetzt: "Wunderbar, als wäre man wieder drei Jahre alt und immer, wenn es anstrengend wird, gibt einem Papa einen kräftigen Schubs. Beim Anfahren an der Ampel, bei Gegenwind auf freien Flächen, bei Müdigkeitserscheinungen. Ist man einmal im Tritt, glaubt man zunächst, die weitere Unterstützung durch den Hilfsmotor bliebe aus. Aber plötzlich existieren Ampelphasen, gibt es eine grüne Welle, die auf dem eigenen antriebslosen Drahtesel zu keiner Tageszeit zu schaffen ist. Was den letzten Zweifel an der unsichtbaren Kraft auslöscht: Bewundernde Blicke von Fahrradkurieren, wenn man kein bisschen aerodynamisch gekleidet und ohne eine Schweißperle auf der Stirn an ihnen vorbeizieht." 

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Ausgereifte Technik

Die Technik arbeitet perfekt. Die Motoren der Marktführer gibt es inzwischen seit mehreren Generationen – die Zeit der Kinderkrankheiten ist vorbei. Der zusätzliche Eingriff des Motors ist zu spüren, aber man gewöhnt sich so schnell daran, dass er nicht störend auffällt. Man verzichtet schnell darauf, allzu häufig die Gänge zu wechseln. Wozu auch? Unten arbeitet ja der schnurrende Knecht. Seine Zusatzkraft wird man richtig zu schätzen wissen, sobald größere Lasten transportiert werden sollen. Kinder auf einem Kindersitz oder Einkäufe. Mit entsprechenden Packtaschen lassen sich auch größere Mengen am Gepäckträger befestigen und mühelos transportieren. Der Motor leistet immerhin 250 Watt. Für ein Fahrrad ist das enorm viel. Nur ein echter Athlet kann eine so hohe Leistung längere Zeit abgeben, selbst ein ambitionierter Hobbysportler wird langfristig nicht wesentlich über 200 Watt hinauskommen und der Normalbürger bremst innerlich schon bei 100 Watt ab. 

Bequem und mühelos

Inzwischen gibt es E-Räder in fast jeder Bauform. Der Tiefeinsteiger dominiert weiterhin den Markt. Und das nicht allein wegen der Senioren. Gerade in der Stadt ist das Auf- und Absatteln bei einem tiefen Einstieg eine Erleichterung. Insbesondere, wenn auf dem Gepäckträger ein Kindersitz oder ein Korb befestigt sind. Wunder wirkt der Elektro-Motor nicht. Im Berufsverkehr mit einem Fahrrad unterwegs zu sein, erfordert Mut und Beharrlichkeit.

Problem Nummer zwei: E-Räder sind nicht ganz billig und das sieht man auch. Also muss man das edle Elektro-Bike genauso behüten, wie es ein normaler Biker mit seinem Carbon-Renner machen muss. In gewissen Gegenden kann man es keine fünf Minuten aus den Augen lassen und nachts muss es entweder in den Keller oder in die Wohnung geschleppt werden.

Die Kostenfrage

Ein solides Elektrorad eines Markenherstellers kostet etwa 2000 Euro. Das sind etwa 1200 Euro mehr, als  der Preis eines guten Muskelfahrrads. Im Vergleich zu einem Pkw der mindestens 250 Euro im Monat verschlingt, rechnet sich das E-Rad auf jeden Fall. Selbst wenn das Auto nicht abgemeldet wird, und nur für den Arbeitsweg nicht mehr benutzt wird, spart man Geld.

Sind Bus und Bahn die Alternative müsste allerdings im Sommer auf die Monatskarte verzichtet werden, damit Geld gespart wird. Auch dann wäre die Investition fürs Rad schnall wieder drin.

Besonders günstig wird es, wenn man das Modell "Dienstrad" nutzen kann. Dann spart man Steuern und muss den hohen Kaufpreis nicht auf einmal zahlen.

Das Dienstrad-Modell funktioniert auch bei E-Rädern. Lesen Sie hierzu: "Dienstrad-Privileg - So bezahlen Chef und Finanzamt Ihr neues Fahrrad"

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