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Rabattschlacht: Kampfpreise bei den Neuwagen

Es ist gute Tradition: Immer wenn die Konsumlaune sinkt, reagieren die Autoanbieter mit wahren Rabattschlachten. Bei manchen Sonderaktionen lassen sich gegenwärtig bis zu 30 Prozent des Listenpreises einsparen.

Mit nachlassender Konsumneigung der Kunden wird die Rabattschlacht im Autohandel heftiger. Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer von der Fachhochschule Gelsenkirchen ermittelte für Juli einen Anstieg des Rabattniveaus um einen Prozentpunkt auf durchschnittlich 16,5 Prozent. Immer stärker entwickele sich in Deutschland ein "zweiter Automarkt" für Quasi-Neuwagen, gespeist aus Eigenzulassungen der Autowerke und Tageszulassungen der Händler, erklärte Dudenhöffer.

Den Durchschnittsrabatt ermittelt Dudenhöffers Forschungsinstitut CAR aufgrund der "offenen Aktionen" der Hersteller wie Sondermodelle und Eintauschprämien auf der einen Seite und der Händlerrabatte durch Tageszulassungen sowie der Eigenzulassungen der Werke, die dann als "Aktionszulassungen" oder "junge Dienstwagen" auf den Markt kämen, auf der anderen Seite.

Hohe Eigenzulassungsquoten

Im Juli gab es demnach 248 "offene Aktionen", 14 mehr als im Juni. VW beispielsweise bot ein Modell durch ein Bündel von Technologiepaket, Sonderfinanzierung und Gebrauchtwagenprämie 19,4 Prozent billiger an als nach Listenpreis.

Den Spitzenrabatt bei diesen Aktionen räumte Citroen mit 29,9 Prozent ein. Zahlen von Juni legte Dudenhöffer über die Eigenzulassungen vor. 20 Prozent aller im Juni zugelassenen VW waren demnach vom Hersteller selbst angemeldet. Im gesamten ersten Halbjahr habe VW seine Eigenzulassungen um 45 Prozent gegenüber der ersten Hälfte 2007 erhöht.

Addiert man die Aktivität von Händlern dazu, waren im Juni sogar 29,1 Prozent aller VW Eigenzulassungen. Sehr hohe Eigenzulassungsquoten - meist durch Händler - hatten laut Dudenhöffer auch Chrysler (60 Prozent), Nissan (51 Prozent), Subaru (52 Prozent), die VW-Tochter Seat (48 Prozent) sowie Opel (40 Prozent).

AP / AP

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