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Telefonieren am Steuer: Sinnvolle Antworten sind gefährlich

Der Verdacht besteht schon länger, eine aktuelle Studie bestätigt ihn nun: Auch das Verwenden einer Freisprecheinrichtung beim Telefonieren im Auto schützt nicht vor Fehlern. Den größten Einfluss auf die Konzentration hat allerdings die Art des Gesprächs.

Selbst beim Telefonieren über die Freisprechanlage verlängert sich der Bremsweg deutlich. Bei 100 Kilometern pro Stunde stoppt ein telefonierender Fahrer den Wagen erst knapp sechs Meter später als ein unabgelenkter. Das berechneten Forscher der Universitäten in Warwick und Harvard nach Reaktionstests mit Probanden vor Computerschirmen. Die Reaktionszeit der Menschen, die während eines Tests telefonierten, stieg um durchschnittlich 0,2 Sekunden. Die telefonierenden Teilnehmer machten zudem 83 Prozent mehr Fehler als die nicht-telefonierenden.

In ihrer Studie setzten Melina Kunar und Todd Horowitz die Teilnehmer vor einem Bildschirm mit auftauchenden, rotierenden Scheiben, auf die sie mit einem Tastendruck reagieren mussten.

Nachdenken braucht Zeit

Besonders leistungsmindernd wirkten sich Telefonate aus, bei denen die Teilnehmer auf das Gesagte eine wohlüberlegte Antwort erwidern mussten, berichten die Psychologen in dem Journal "Psychonomic Bulletin & Review" (Bd. 15, S. 1135). Dabei habe sich die Reaktionszeit der Teilnehmer sogar um fast 0,5 Sekunden erhöht. Von geschäftlichen Telefonaten während des Autofahrens sei somit abzuraten, folgern die Forscher. "Ohne Hände zu telefonieren, reicht nicht aus." Die Aufgabe, komplexe Antworten zu erzeugen, konkurriere im Gehirn mit den Aktivitäten für ein sicheres Autofahren.

Nicht beeinträchtigt in ihrer Leistung waren hingegen Personen, die lediglich gehörte Wörter wiederholten oder aufmerksam einem Hörbuch lauschten. (Fachartikelnummer: DOI 10.3758/PBR.15.6.1135)

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.