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Wintercheck: Wenn Mr. Frost den Motor killt

Selbst ist der Autofahrer: Ein Wintercheck dauert nicht lang, ist nicht schwer und schützt vor üblen Motorschäden und Unfällen. Einige wichtige Dinge sollten Autofahrer dabei beachten.

Wer sein Auto winterfest machen will, braucht dazu nicht immer die Werkstatt. Vieles kann der Autofahrer selbst erledigen. So sollte er unbedingt das Kühlsystem des Motors kontrollieren. Bei zu wenig Frostschutzmittel kann das Kühlwasser einfrieren und der Motor trotz winterlicher Temperaturen überhitzen, wie Sven Janssen vom Automobilclub von Deutschland (AvD) erklärt.

Am einfachsten lässt sich der Frostschutz des Kühlwassers mit einem Messgerät an der Tankstelle testen. Reicht der Schutz nicht aus, muss Kühlmittel nachgefüllt werden. Dabei sollte aber auf das richtige Produkt geachtet werden, denn nicht jedes Mittel ist für jedes Fahrzeug geeignet. Hier weiß die Werkstatt Rat, die entsprechenden Angaben finden sich aber auch im Bordbuch.

Ist Ihr Auto winterfit?

Winterreifen müssen nicht teuer sein

Bei Winterreifen sollten Autofahrer darauf achten, dass sie noch mindestens vier Millimeter Profiltiefe aufweisen, außerdem sollten sie nicht älter als sechs Jahre sein. "Das gilt nicht nur für Winterreifen, sondern für alle Reifen. Irgendwann härtet das Gummi aus, der Reifen wird bretthart", betont AvD-Experten Janssen. Das Alter der Winterreifen lässt sich anhand der so genannten DOT-Kennung ermitteln. Sie findet sich in einem Oval mit vier Ziffern auf der Reifenflanke. Die ersten beiden Ziffern geben die Kalenderwoche der Fertigung an, die beiden letzten das Jahr.

Über den genauen Zeitpunkt zum Aufziehen der Winterreifen gibt es unterschiedliche Empfehlungen. Während manche pauschal Temperaturen von sieben Grad als Zeitpunkt für den Wechsel raten, empfehlen andere, die Pneus von Oktober bis Ostern aufzuziehen. Winterreifen müssen nicht teuer sein. So ist ein guter Reifen laut ADAC je nach Größe schon ab 45 Euro zu haben. Grundsätzlich sollten Autofahrer auf die speziell angepassten Pneus nicht verzichten. Denn schlechte Winterreifen seien immer noch besser als gute Sommerreifen, heißt es beim AvD.

Stets Starthilfekabel im Auto haben

Zu den kälteempfindlichsten Teilen des Fahrzeugs zählt die Batterie. Ihre volle Stärke entwickelt sie bei 20 Grad Plus. Mit abnehmenden Temperaturen büßt sie erheblich an Leistungsfähigkeit ein. Unterhalb von null Grad stehen nur noch 25 Prozent der Leistung zur Verfügung. Bei Batterien, die älter als zwei Jahre sind, empfiehlt der Auto Club Europa (ACE), die Leistungsfähigkeit zu überprüfen. Zur Sicherheit und auch zur Hilfe für andere Autofahrer sollte man zudem ein Starthilfekabel mit dabei haben.

Beim Frostschutzmittel für die Scheibenwaschanlage empfehlen sich ausschließlich speziell geeignete Produkte. Denn selbst hergestellte Mixturen aus Spiritus oder Geschirrspülmittel können laut AvD die Pumpe und die Leitungen der Scheibenwaschanlage verstopfen. Weist das Fahrzeug kleine Roststellen auf, sollte der Rost entfernt und die Stelle mit einem Lackstift versiegelt werden. Eine gründliche Wäsche und eine frische Schicht Hartwachs machen das Auto zusätzlich wetterfest und resistent gegen Salze. Gerade in der Winterzeit sei es ratsam, immer eine Decke und idealerweise auch warme Getränke dabei zu haben, rät Katja Frisch vom ADAC. "Im Winter kann es immer wieder zum Schneechaos kommen und man steht auf unbestimmte Zeit im Stau. Für diese Situationen ist besonders ein gut gefüllter Tank wichitg."

In keiner Autofahrertasche sollte laut ADAC ein Eiskrazter fehlen. Auch ein Schneefeger, Türschlossenteiser und eine Windschutzscheibenabdeckung sind wichtige Elemente der Winterausstattung. Katja Frisch hat noch einen besonderen Tipp für die eisige Zeit: "Wenn die Scheibenwischer von der Scheibe weggeklappt werden, frieren sie nicht an - so haben es Autofahrer leichter, die vereisten Scheiben freizubekommen."

haf/AP / AP

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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