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"Boom Blox": Krieg der Klötzchen

In der von Steven Spielberg mitentwickelten Wii-Spielerei "Boom Blox" müssen 300 Level lang Logikrätsel gelöst, Blockgebilde physikalisch korrekt zerlegt oder in "Jenga"-Manier am Einstürzen gehindert werden. Das eherne Prinzip des Hollywood-Regisseurs geht jedenfalls auf: Simple Idee, großer Spaß - und das für die ganze Familie.

Statt also Bauklötze über optische Reize zu staunen (was auf der Wii schwierig wäre), steht der Spieler meist vor der Aufgabe, Spielsteine zu bewegen. Das Ergebnis ist - so seltsam es klingt - eine Mixtur aus "Worms", "Lego", "Domino" und "Jenga".

Damit der Spieler eine Motivation für die Klötze-Schubserei hat, sind die Aufgaben im Abenteuer-Modus in kleine Rahmenhandlungen eingebunden. Beispielsweise gilt es, niedlichen Schafen - hier Mähs genannt - beim Edelsteinsammeln zu helfen oder entführte Affenbabys zu befreien, indem man aus Blöcken eine Brücke für ihre Mama baut, bevor die Zeit abläuft. An anderer Stelle muss man diebische Bären mit Bomben bewerfen. Oder linken Affen die Burg zerdeppern. Das alles hört sich nach Kinderspiel an, doch die knuddelige Kulisse täuscht: Nach leichten Trainingsmissionen werden die Aufgaben zunehmend kniffliger und erfordern neben einem ruhigen Wii-Mote-Händchen auch logisches Denken. Insofern erreicht das Game sein Ziel, Alt und Jung anzusprechen.

Zwei Dinge fallen besonders angenehm auf: Zum einen die auf die speziellen Features der Wii-Controller abgestimmte, präzise Steuerung, die das notwendige Fingerspitzengefühl adäquat umsetzt. Zum anderen das bemerkenswert naturgetreue physikalische Verhalten der Spielklötze. Mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad wird es immer wichtiger, die Kamera ideal zu positionieren - beispielsweise, um die schwächste Stelle in einem Turm aus Blöcken zu finden, um das Gebilde mit möglichst wenig Treffern zum Einsturz zu bringen. Oder um mit einem effektiven Bombenwurf die feindlichen Heerscharen zu dezimieren. Je schneller man sein Ziel erreicht, desto näher kommt man der Goldmedaille.

Für Kurzweil sorgen mehr als 300 Level mit wechselnden Settings und Aufgaben. Auch die Art, wie die Steine bewegt werden können, ist vielfältig: Neben Greifen und Schleudern kann man beispielsweise Bälle oder Bomben werfen, indem die Wii-Fernbedienung wie eine Angel geschwungen wird. Wer einen lilafarbenen Klotz trifft, lässt diesen verschwinden. Und Bomben- sowie Chemikalien-Blöcke sind besonders effizient, da sie normale Stäbe mitreißen, wenn sie detonieren.

Der Fantasie sind dank des Editors keine Grenzen gesetzt: Wer Missionen meistert, wird damit belohnt, die Level modifizieren oder komplett eigene Aufgaben erstellen und via Wii-Connect mit anderen teilen zu können. Aber auch für gesellige Runden ist "Boom Blox" genau das Richtige. Zu den Multiplayer-Optionen gehört unter anderem eine virtuelle Version von "Jenga", bei der es wie im Original darum geht, nacheinander kleine Holzstäbe aus einem Turm zu ziehen, ohne diesen zu Fall zu bringen. Deutlich witziger ist allerdings das Einreißen einer gegnerischen Burg ...

Boom Blox

Hersteller/Vertrieb

EA/EA

Genre

Geschicklichkeit

Plattform

Wii

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

ab 6 Jahren

Fazit: Wer kein digitales Spielberg-Epos in cineastischer Opulenz erwartet, sondern genial einfache Spielideen zu schätzen weiß, wird an "Boom Blox" viel Spaß haben. Was die Suchtgefahr angeht, kann es sogar mit "Tetris" mithalten. Und wie fürs Kino gilt: Manchmal ist eine gute Idee mehr Wert als Special Effects.

Michael Eichhammer/Teleschau / TELESCHAU
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.