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"MeisterJäger XXL 2": Zur Jagd blasen

Eine grüne Joppe übergestreift, ein Hütchen auf den Kopf, den Dackel an die Leine und ein Griff zur Flinte: Schon hat sich ein harmloser deutscher PC-Arbeiter in einen Jäger verwandelt. Im Spiel "MeisterJäger XXL 2" darf er auch außerhalb der Schonzeiten auf alles ballern, was sich auf dem Bildschirm bewegt.

Die Deutschen haben die Casual Games entdeckt. Das sind kurzweilige kleine Spiele, die sich ohne Lektüre des Handbuchs in der Mittagspause durchspielen lassen. Der Vorreiter dieses Trends war das kultige "Moorhuhn", das in immer neuen Versionen noch vom alten Erfolg zehrt. Aber auch die Nachmacher erfreuen sich einer hohen Popularität, wenn sie gut gemacht sind. Das gilt auch für das Ballerspektakel "MeisterJäger XXL", das auf CD gepresst im Fachhandel für gute Absätze sorgte. Der Nachfolger "MeisterJäger XXL 2.0" weiß mit vielen neuen Zielen und versteckten Rätseln zu gefallen.

Nach dem Start des Spiels zählt eine Uhr 90 Sekunden herunter. Der Jäger kann sich mit dem Gewehr in der Hand einmal um die eigene Achse drehen. Dabei entdeckt er ein kleines Waldstück, ein altes Herrenhaus und einen Acker inklusive Schuppen. Überall in dem Szenario hoppeln die verschiedensten Tiere herum - Hasen, Wildschweine, Ratten, Maulwürfe oder Schlangen. Sie lassen sich mit der Flinte gezielt anvisieren und dann mit einem einzelnen Schuss über den Haufen ballern. Abhängig von der Größe des vierbeinigen Opfers erhält der Spieler zwischen 50 und 150 Punkten zugesprochen. Besonders wichtig ist der grüne Froschkönig, der alle paar Sekunden sein Quaken ertönen lässt. Bei einem Treffer erhöht er nicht nur den Punktestand, sondern sorgt auch dafür, dass der Spieler zehn Zusatzsekunden für sich in Anspruch nehmen kann.

MeisterJäger XXL 2

System

ab Windows 98

Autor

3dsoftart Game Design

Sprache

Deutsch

Preis

7,90 Euro

Größe

29 MB

Auch Tannenzapfen werden nicht verschont

Während die Zeit heruntertickt, kann der Jäger viele verborgene Rätsel entdecken. So bekommt er etwa ein paar tausend Bonuspunkte zugesprochen, wenn er alle Tannenzapfen, Fliegenpilze oder Äpfel abschießt. Wichtig ist es, die Tauben vom Himmel zu holen, sonst lassen sie ihren Dreck genau auf die Brille des Jägers platschen - der sieht dann prompt nichts mehr. Irgendwo an einem Baum hängt auch ein Wespennest, das schon bald seine Tierchen ausschickt, um den Jäger zu pieksen. Der muss dann prompt 2.000 Punkte abgeben. Besser ist es, das Wespennest schon vorher vom Baum zu schießen.

Nach einigen ersten Runden stellen sich dem Spieler noch viele Fragen. Was hat es mit den Giftfässern auf sich, die bei einem Treffer sofort explodieren? Gibt es ein Geheimnis hinter der Turmglocke, die der Spieler mit einem Schuss zum Bimmeln bringen kann? Und wo sind die 13 "Secrets" verborgen, die laut der Programmbeschreibung im Spiel versteckt sind? In der Testversion kann der Spieler den Basislevel meistern. Der Zugriff auf die Bonusrunde bleibt ihm allerdings ebenso untersagt wie der Einsatz des Maschinengewehrs, das sich in der Vollversion erwerben lässt. Fazit: "MeisterJäger XXL 2" bietet Spielspaß pur und viele knackige Rätsel, an denen man sich die Zähne ausbeißen kann. Die Grafik ist allerdings etwas altbacken und könnte deutlich moderner ausfallen. Hier kann das Spiel noch einiges vom guten, alten Moorhuhn lernen.

Download beim Hersteller: www.3dsoftart.de

Carsten Scheibe
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