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Games Convention: Neustart im Online-Modus

Die Leipziger Games Convention wandelt ihr Gesicht: Aus der weltweit größten Computerspielmesse wird eine deutlich kleinere Fachmesse für Online- und Mobile-Gaming. Damit versuchen die Leipziger, aus der Not eine Tugend zu machen - die Kölnmesse hatte die Ursprungs-Veranstaltung abgeworben.

Von Lars Radau, Leipzig

Wolfgang Marzins Lächeln wirkte etwas angespannt. Dieser kleine Unterschied, betonte der Leipziger Messechef, sei ihm schon wichtig: Die Videospielmesse Games Convention (GC) 2009, die ursprünglich vom 19. bis zum 23. August auf dem Leipziger Messegelände stattfinden sollte, sei mitnichten "abgesagt". Sondern nur "ausgesetzt". Denn schließlich könne sich die Software-Branche ja theoretisch wieder entschließen, mit der mittlerweile zur weltgrößten Spielemesse avancierten Veranstaltung wieder nach Leipzig zurückzukehren.

Dass die Chancen dafür zurzeit eher winzig sind, ist auch Marzin schmerzlich bewusst: "Die Wettbewerbssituation in Deutschland hat dazu geführt, dass die Branche nicht konzentriert und geschlossen auf der GC zusammenkommen wird", sagte der Manager. Denn mit Ablauf der Verträge, die die Leipziger Messe mit dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) geschlossen hatte, wechselt die lukrative Leistungsschau der Branche nach Köln. Dort heißt sie Gamescom - hat aber ein fast exakt identisches Konzept wie die Games Convention. Als klare Kampfansage hatte die Kölnmesse zuletzt auch den Termin der Gamescom parallel zu dem der Games Convention gelegt.

Ein Hintertürchen bleibt offen

Dass die Leipziger Idee, Konzeption und Namen der GC entwickelt hatten, nützt ihnen nicht viel. "Eine Branchenmesse ist da, wo die Branche ist - da ist der Name zweitrangig", hatte BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters bereits im vergangenen Jahr gesagt. Doch das kleine Hintertürchen will sich Wolfgang Marzin trotzdem weiter offen halten: Für den Fall, dass die Erwartungen in Köln nicht erfüllt würden und die Branche "wieder eine Plattform für Konsolen-, PC-Spiele und Hardware mit dem Know-how der Games Convention" wünsche, stehe die Leipziger Messe "sofort zur Verfügung".

Doch einstweilen ist in Leipzig ein kompletter Neustart angesagt: Die Games Convention bekommt den Namenszusatz Online, einen neuen Termin (31. Juli bis 2. August) - und soll die "erste eigenständige Plattform" für "Browser-, Client- und Mobile Games" werden. Die Online-Computerspiele, die geräteunabhängig über einen schnellen Internetzugang gespielt werden, sind laut Marzin "der in Europa derzeit dynamischste Markt der Spielebranche." Nicht zuletzt durch die von der Bundesregierung angekündigte zügige Verbreitung von schnellen Breitbandleitungen und Mobilfunkstandards werde das Genre in den kommenden Jahren einen "enormen Aufschwung" erleben.

Nicht nur deshalb ist Marzin optimistisch, den Erfolg der erstmals 2002 in Leipzig auf die Beine gestellten Games Convention mit dem neuen Schwerpunkt wiederholen zu können. Denn das Rezept, zu dem Leipziger Messe jetzt greifen muss, hat schon damals funktioniert: Die Messe bemühe sich, die entscheidenden Spieler der Branche ins Boot zu holen, um "gemeinsam und in enger Abstimmung" ein "für alle Beteiligten rundes Konzept" zu schmieden, sagte Marzin.

"Dringed notwendige Änderung"

Mit im Boot der Games Convention Online sind bereits die deutschen Branchenriesen Bigpoint und Gameforge. Letzterer ist nach Angaben seines Vorstandschefs Carsten van Husen mit mehr als 65 Millionen registrierten Spielern sogar der weltweit größte unabhängige Anbieter von Onlinespielen. Die Wachstumsdynamik im Markt der Online-Spiele schreie geradezu nach einer eigenständigen Messe, betonte van Husen. Bislang seien die Online-Spiele oft ein "Anhängsel" anderer Computerspiele-Messen gewesen. Dass sich das nun ändere, sei "dringend notwendig", betonte der Gameforge-Chef. Zumal sich der Markt für Online-Games in den kommenden Jahres nach einer Studie eines französischen Marktforschungsinstitutes mehr als verdoppeln werde. Offline-Computerspielen prognostiziere diese Studie dagegen ein Nullwachstum, sagte van Husen. "Das sind so gesehen alte Zöpfe".

Nils-Holger Hennig von Bigpoint ergänzte, Online-Gaming nehme mittlerweile durchaus eine "ernst zu nehmende Rolle in der gesamten Spieleindustrie" ein, auch wenn sich das außerhalb der Szene der "Hardcore-Spieler" in Europa noch nicht unbedingt herumgesprochen habe. Hier könne die Games Convention Online etwas dazu beitragen, "aus einem Spezialistenthema ein Massenhobby" zu machen.

Partnerland Südkorea

Als Vorbild dient die Spielfirmenchefs und den Leipziger Messemachern dabei Südkorea: In dem Land verfügen nicht nur 80 Prozent aller Haushalte über einen schnellen Internetzugang, jeder dritte Koreaner ist auch als Online-Spieler registriert. In diesem Jahr erwartet die Online-Spielebranche dort einen Umsatz von 1,7 Milliarden Dollar. Insofern ist es für Wolfgang Marzin "nur folgerichtig", dass sich Südkorea als Partnerland an der Games Convention Online beteiligt. Die Messemacher profitieren vom Know how - und für die Koreaner soll die Leipziger Messe Türöffner für den weltweiten Markt werden. "Unsere Spielefirmen sind weltweit führend in Know How und Entwicklung", sagte In-Sung Park von der Außenhandels- und Investitionsförderungsagentur der koreanischen Regierung, der eigens zur Pressekonferenz nach Leipzig gereist war. "Doch bislang war der Absatzmarkt eingeschränkt." In Leipzig sollen die Grundlagen für internationale Kooperation - und internationalen Vertrieb gelegt werden.

Denn auch dieses Rezept übernimmt die Leipziger Online-Messe von ihrer Vorgängerin: Während sich in einem separaten Business-Bereich Anbieter von Online-Spielen, aber auch Hersteller von technischer Ausrüstung treffen und Geschäfte abschließen können, werden in zunächst zwei Hallen die neusten Onlinegames für Besucher präsentiert. Wolfgang Marzin rechnet hier mit "zwischen 50.000 und 100.000 Besuchern, die die Spiele vor Ort physisch erleben können". Gleichzeitig sollen im Idealfall "mehrere Millionen Nutzer" online die Spiele testen können. Aktuell rechnet Marzin mit etwa "70 bis 100 Ausstellern", die vom 31. Juli bis zum 2. August auf das Leipziger Messegelände kommen. Und wird für einen Augenblick nostalgisch: "Mit diesen Dimensionen ist die Games Convention damals auch gestartet."

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(