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Gefährliche Sicherheitslücke: Bundesamt warnt vor Nutzung des Internet Explorers

Deutsche Behörden schlagen Alarm: Derzeit kursiert ein Schadcode im Web, der Sicherheitslücken im Internet Explorer ausnutzt. Wer sich schützen will, sollte auf andere Browser umsteigen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt Internetnutzer vor einer bislang unbekannten, kritischen Sicherheitslücke im Internet Explorer in den Versionen 7 oder 8 unter dem Betriebssystem Windows XP sowie in den Versionen 8 und 9 unter Windows 7. Die Behörde empfiehlt allen Nutzern, auf den Internet Explorer zu verzichten und stattdessen einen alternativen Browser wie Firefox, Chrome, Opera oder Safari zu verwenden.

Der Sicherheitsanalyst Eric Romang veröffentlichte erste Informationen zu der kritischen Sicherheitslücke am Sonntag in seinem Blog. Das BSI liefert in seiner Warnung vom Montagabend weitere Informationen: Demnach sei der Schadcode für den Cyberangriff "frei im Internet verfügbar, so dass mit einer breitflächigen Ausnutzung rasch zu rechnen ist". Um einen Rechner zu attackieren, müsse das Opfer lediglich auf eine präparierte Webseite gelockt werden, ein sogenannter Drive-by-Download.

Besonders fies: Der Nutzer bemerkt nichts von dem Schadcode, er muss der Installation weder zustimmen noch kann er eingreifen. Noch gibt es kein Sicherheitsupdate von Microsoft. Man stehe aber mit dem Hersteller in Verbindung, um die Lücke zu schließen, schreibt das BSI.

Internet Explorer 10 nicht betroffen

Microsoft betont, der neuere Internet Explorer 10, der im kommenden Betriebssystem Windows 8 eingesetzt wird, sei nicht betroffen. Allerdings sind traditionell viele Internet-Nutzer mit früheren Software-Versionen unterwegs. Wer nicht auf einen anderen Browser umsteigen möchte, kann den Computer mit einer Änderung der Einstellungen und der Installation der Software-Komponente EMET (Enhanced Mitigation Experience Toolkit) absichern. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

cf