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Macworld Expo: Apple trägt dünn auf

Apple unternnimmt einen neuen Anlauf, die gute Stube zu erobern - drahtlos, mit einer Online-Videothek. Auch beim "Macbook Air" kappt der Hersteller alle Kabel und verzichtet auf jeglichen Ballast. Das neue Notebook ist das dünnste der Welt.

Von Karsten Lemm, San Francisco

Es kommt nicht oft vor, dass Steve Jobs einen Fehler zugibt - aus Sicht des Apple-Chefs ist in der Regel alles "cool", "Wahnsinn" und "unglaublich großartig", was er mit seinen Entwicklern im kalifornischen Cupertino so ausbrütet. Am Dienstag aber schluckte der 52-jährige iPod-Vater öffentlich eine Kröte und räumte ein: Apple TV ist ein Flop. Das Gerät war gedacht als Alleinunterhalter im Wohnzimmer; es kann über WLan drahtlos Videos, Fotos und Musik empfangen, die auf einem Computer gespeichert sind, um sie dann auf dem Fernseher anzuzeigen. "Aber das war nicht das, was die Leute wollten", gestand Jobs bei seiner Auftaktrede zur Macworld-Messe in San Francisco. "Wir haben gelernt, was die Leute wirklich wollen: Filme, Filme, Filme. Und das haben wir ihnen nicht geboten."

Deshalb versucht Apple es nun noch einmal von vorn: Apple TV, eine Box, die je nach Ausstattung zwischen 299 und 399 Euro kostet, bekommt ein Software-Update und kann künftig auch ohne Computerhilfe im Internet surfen. WLan-Anschluss in Wohnzimmernähe genügt. Aber wichtiger noch: Neben Youtube-Videos und Flickr-Fotos gibt es jetzt auch viele, viele Filme zu sehen - dank einer neuen Videothek, die Apple in seinem iTunes-Laden eingerichtet hat. Damit können Hollywood-Streifen wie "Matrix", "Ratatouille" und " Stirb langsam 4.0" jetzt auch ausgeliehen werden - Kaufen war schon bisher möglich, allerdings hielt sich das Angebot in Grenzen.

Apple TV soll viertes Standbein werden

Auch dieser Service ist ein Eingeständnis, dass Apple seine Kunden falsch eingeschätzt hat: Menschen wollten nicht mieten, sondern besitzen, hatte Jobs immer wieder verkündet. Bis nun zur Kehrtwende. Sieben Millionen Spielfilme haben Apple-Fans in den USA bisher bei iTunes gekauft, zusätzlich zu 125 Millionen Fernsehsendungen - aber das reichte nicht. "Es hat unsere Erwartungen nicht erfüllt", sagte Jobs. Die Erwartung, bei anderer Gelegenheit verkündet, lautet: Apple TV soll einmal zum "vierten Standbein" für Apple werden, neben dem iPod, den Macintosh-Rechnern und dem iPhone. Deshalb startet nun die iTunes-Videothek, verbunden mit der Erkenntnis: "Die meisten von uns schauen sich Filme nur einmal an, Ausleihen funktioniert da prima." Anders als bei Musik, die man immer und immer wieder hören wolle.

Technische Daten des Macbook Air

Prozessor

1,6 GHz oder 1,8 GHz Intel Core 2

Batterielaufzeit

5 Stunden bei drahtlosem Netzzugang

Arbeitsspeicher

2 GB

Festplatte

80 GB (optional auch Solid State Disk mit 64 GB)

Bildschirmdiagonale

13,3 Zoll (33,7 cm)

Touchpad

mit Multitouch-Technologie

Und während sich beim Kauf-Angebot die meisten Studios zurückhielten, um ihre DVD-Umsätze nicht zu gefährden, konnte der Apple-Chef diesmal genüsslich alle großen Hollywood-Namen aufzählen: Von Disney (wo Jobs im Aufsichtsrat sitzt), über 20th Century Fox, Sony und Paramount bis hin zu Warner Brothers - alle machen mit. Selbst Universal mochte nicht fehlen, obwohl der Entertainment-Riese sich vor wenigen Wochen noch lautstark mit Jobs prügelte und seine TV-Sendungen aus dem iTunes-Laden löschen ließ, weil es Streit um die Preise gab. Nun gilt für zumindest für Universal-Spielfilme das Gleiche wie für alle anderen: Ältere sollen 2,99 Dollar kosten, aktuelle Hits 3,99 Dollar - und mehr als hundert der anfangs etwa tausend Titel will Apple zusätzlich im hochauflösenden HDTV-Format anbieten, jeweils für einen Dollar Aufschlag.

Auch außerhalb der USA soll die Videothek ihre Türen öffnen - irgendwann "später in diesem Jahr", wie Jobs verkündete. "Wir können's gar nicht abwarten, diesen Dienst auch international anzubieten." Tatsächlich könnte Apple mit dem neuen Service einen ähnlichen Hit landen wie mit dem iTunes-Musikladen, spekuliert Richard Doherty, Präsident der Unternehmensberatung Envisioneering Group. "Dies ist das erste legale Angebot, das es erlaubt, Filme herunterzuladen und sie anzuschauen, wo man will, wann man will", sagt er. Denn wer in der Apple-Videothek einen Titel ausleiht, hat 30 Tage, um mit dem Anschauen zu beginnen. Anschließend bleiben 24 Stunden, in denen man den Film so oft sehen kann, wie man möchte - egal auf welchem Gerät: dem Fernseher (per Apple TV), dem Computer oder sogar einem iPod. Video-on-Demand, auf das viele Kabelnetzbetreiber setzen, und auch Dienste von Apple-Konkurrenten wie Amazon oder Netflix funktionieren in der Regel nur in Echtzeit, nicht per Download. "Jobs hat die Latte für alle anderen wieder mal ein Stück höher gelegt", sagt Doherty.

Sehr dünn, aber nicht sehr leicht

Das Gleiche versucht Apple auch mit dem "Macbook Air", einem Laptop, so dünn, dass sich selbst Kate Moss im Vergleich ziemlich mollig ausnimmt: 0,4 Zentimeter misst es an seiner dünnsten Stelle, und selbst an der dicksten sei es mit 1,9 Zentimetern noch schlanker als die meisten Geräte anderer Hersteller, prahlte Jobs. Mit knapp 1,4 Kilogramm ist Apples Luftikus dennoch kein Ultra-Leichtgewicht. Das liegt vor allem am 13-Zoll-Breitbildschirm, der geräumigen Tastatur und der Batterie, die im Regelfall fünf Stunden durchhalten soll. Man habe da "keine Kompromisse" eingehen wollen, anders als bei Mini-Notebooks üblich, sagte der Apple-Chef. Auch der Prozessor, ein Intel "Core Duo", ist mit wahlweise 1,6 oder 1,8 Gigahertz Taktrate recht flink und der Arbeitsspeicher mit zwei Gigabyte üppig bemessen.

Gespart wurde anderswo: Das Macbook Air, das Ende Januar ab 1700 Euro in den Handel kommt, besitzt als erstes Apple-Laptop kein eingebautes optisches Laufwerk mehr. Wer CDs einlesen oder DVDs abspielen und brennen will, kann ein externes Laufwerk kaufen, das 99 Euro kostet. Programme lassen sich über einen Umweg auch von PCs aufspielen, mit denen das Macbook vernetzt ist - drahtlos, versteht sich, denn ein Ethernet-Anschluss fehlt ebenfalls. Von Haus aus kann der Apple-Luftikus nur mittels Funkverbindung ins Internet gehen - ein "Airbook" eben. Wer unbedingt ein Ethernet-Kabel anschließen muss, etwa in Hotels ohne WLan-Hotspot, kann einen USB-Adapter kaufen.

Insgesamt allerdings sei das Flunder-Laptop so gut gelungen, "dass es dem Markt für kompakte Notebooks einen ordentlichen Schub geben" könnte, sagt Tim Bajarin, Präsident des Marktforschers Creative Strategies. "Bei Apple-Fans wird es auf jeden Fall gut ankommen, aber es könnte auch Windows-Nutzer in Versuchung bringen." Laptops liegen ohnehin im Trend: Experten erwarten, dass in diesem Jahr erstmals mehr tragbare Rechner als traditionelle PCs verkauft werden. Bei Apple ist das schon jetzt der Fall, und das Macbook Air werde den Trend nur noch verstärken, erwartet Archibald Horlitz, Chef der Handelskette Gravis. Denn bislang habe Apple keinen attraktiven Nachfolger für das 12-Zoll-Powerbook im Programm gehabt, das kleiner und leichter war als herkömmliche Macbooks: "Das hat eine riesige Lücke gerissen", sagt Horlitz. "Es ist ein Markt da für Leute, die keine schwere Tasche mit sich herumschleppen möchten."

Update für die iPhone-Software

Manche greifen da freilich gleich zum iPhone und lassen das Laptop zu Hause. Auch diese Apple-Fans dürfen sich freuen: Ein Software-Update schenkt iPhone-Käufern eine Reihe von neuen Funktionen, darunter die Möglichkeit, eine SMS an mehrere Empfänger zugleich zu schicken und Webseiten als "Web Clips" zu speichern, um sie später schneller wieder aufzurufen. Auf einige viel gewünschte Funktionen müssen iPhone-Nutzer dagegen weiter warten: Im Adressbuch oder in E-Mails kann das Gerät immer noch nicht suchen; auch das Ausschneiden oder Kopieren und Einsetzen von Textabschnitten fehlt.

Immerhin: Die Frage "Top oder Flop" muss Steve Jobs sich, anders als bei Apple TV, in Sachen iPhone nicht mehr stellen. Vier Millionen Käufer haben sich seit Ende Juni für den umjubelten Westentaschen-Kommunikator gefunden. "Das sind im Durchschnitt 20.000 Stück am Tag", rechnete Jobs fröhlich vor und strahlte. "Damit sind wir richtig zufrieden."

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?