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Scheibes Kolumne: Radio Teddy macht Kinder schlau

In Berlin, Potsdam und Umgebung zeigt der Kinderradiosender Teddy, wie lernfähig selbst kleinste Knirpse in Sachen Technik sind, wenn man sie nur richtig motiviert. Stern.de-Mitarbeiter Scheibe staunt über seine beiden Kinder, die auf einmal DVD-Player, Autoradios und Internet-Browser bedienen können.

Das Phänomen erreichte mich im Auto. Ich starrte müde durch das freigekratzte Eisloch auf meiner Windschutzscheibe und versuchte, den Weg zur Schule zu erahnen. Hinten saßen meine Kinder Linus (8) und Alisa (6), die darauf bauten, dass ich sie so früh am Morgen sicher zu ihrer staatlich verordneten Bildungsanstalt kutschieren würde. Ich hörte Radio, wie immer, und freute mich über einen guten, alten Song von Neil Young auf Radio Energy Berlin oder Radio Paradiso. Da krähte meine Tochter plötzlich von hinten: "Radio Teddy, bitte". Während ich mich noch wunderte, was das denn nun sein sollte, ergänzte mein Sohn: "Das ist auf 106,8".

Meine Kinder hören kein Radio. Wegen der Nachrichten. Zu wahrscheinlich ist es, dass sie da etwas hören, was ihnen nachts Alpträume bereitet. Und nun wissen sie auf einmal nicht nur den Namen eines Radiosenders, sondern kennen auch die Frequenz? Sehr merkwürdig. Ich wechselte per Knopfdruck zum Sender - und war sofort gebannt. Radio Teddy ist der erste Radiosender in Europa, der ein Programm nur für Kinder macht. Seit Herbst 2005 ist das Radioprogramm on air, seit kurzem auch rund um die Uhr. Ohne große Werbung erreicht Radio Teddy inzwischen gefühlte 100 Prozent seiner minderjährigen Zielgruppe. Das Patentrezept: Mundpropaganda. Ein begeistertes Kind gibt den Tipp an das nächste weiter. Und so haben auch meine Kinder Wind von der Sache bekommen.

Verschiedene Formate, junge Mitarbeiter

Inzwischen bin ich ein alter Hase, was Radio Teddy anbelangt. Morgens kommt die Sendung "Auf Aufstehn stehn", mittags macht "Teddy Cool" mit der lustigen Karina und dem Lieblings-Ösi Quatsch, und abends erzählt dann Tom-Tom mit brummiger Stimme Märchen aus der "Bärenhöhle". Die Moderatoren sind gut, sehr einfallsreich und holen sich immer wieder Kinder mit an Bord, die als Außenreporter Stars interviewen, Kinofilme anschauen oder zur Kinder-Uni gehen.

Ich kenne mich so gut mit dem Programm aus, weil ich es auf jeder Fahrt hören muss. "Papa, das ist nicht Radio Teddy", höre ich sofort von hinten, wenn einmal der falsche Sender eingeschaltet ist. Sitzt Linus vorne auf dem Beifahrersitz, schnellt sein kleiner Finger sofort zur Stationstaste, auf der Radio Teddy liegt. Ich staune und wundere mich: Wer hat ihm das denn beigebracht? Ich jedenfalls nicht. Ob die im Radio wohl auch Workshops ausstrahlen, frei nach dem Motto: "Und jetzt zeigen wir euch, wie ihr Papas Radio umstellt." Schlimm wird es erst, wenn ich alleine mit dem Auto unterwegs bin und mir etwa erst beim Rückweg vom Sport auffällt, dass ich die ganze Zeit Tom-Toms Bärenhöhle zugehört habe.

Die kleinen Finger wissen, was sie tun

Auch zuhause gibt es längst kein Entkommen mehr. Linus weiß auf einmal, wie man bei unserem DVD-Player im Wohnzimmer das Radio einschaltet. Peinlich, aber wahr: Das weiß ich selbst bis heute nicht. Kommt der Nachwuchs jetzt von der Schule nach Hause, flätzt er sich aufs Sofa, schaltet Radio Teddy ein und streckt die Füße in die Luft. Sehr entspannend, dieses Radio. Klar, dass abends auch der Radiowecker entsprechend programmiert wird. Noch 20 Minuten Radio Teddy, dann geht das Radio von alleine aus, und die Kinder schlummern ein. Klar, dass Linus und Alisa ihre Radiowecker inzwischen ganz alleine programmieren können. Wie lernfähig sie doch auf einmal sind. Der Nebeneffekt: Versucht man nun, den Kindern vorsichtig die neuesten Nachrichten schmackhaft zu machen, kennen sie sie schon. Radio Teddy. Die bringen nämlich zu jeder vollen Stunde auch Nachrichten. Natürlich kindgerecht aufbereitet.

Meinen letzten Fehler habe ich im Keller gemacht. Alisa darf hier manchmal am Praktikantenrechner spielen, wenn ihr Bruder beim Gitarrelernen ist. Letztens habe ich einfach Radio Teddy im Internet aufgerufen - www.radioteddy.de. Per Mausklick kann man sich von jedem Ort der Welt aus in einen Stream einklinken und dann Radio auch am Computer hören. Inzwischen brauche ich die Web-Adresse nicht mehr aufrufen. Alisa hat zwar in der ersten Klasse gerade erst schreiben und lesen gelernt, ruft aber den Browser und die Radio-Teddy-Seite bereits ohne meine Hilfe auf. Damit ist der Redaktionskeller nun auch keine Teddy-freie Zone mehr. Und Linus hat bereits interessiert gefragt, ob man den Online-Stream wirklich von jedem Rechner aus aufrufen kann - etwa auch vom Notebook aus, den ich im Sommer mit nach Florida in den Urlaub nehmen möchte. Ich ahne Schreckliches. Aber ehrlich: Drei Wochen ohne Tom-Toms Märchen würde ich auch nicht mehr aushalten.

Eine Glosse von Carsten Scheibe, Typemania

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.