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Serien-Offensive: Apple rüstet gegen Netflix auf - und holt Steven Spielberg an Bord

Apple meint es offenbar ernst: Zeitungsberichten zufolge hat der iPhone-Hersteller Steven Spielberg für eine Exklusivserie verpflichtet. Damit holt er sich prominente Schützenhilfe im Kampf gegen Amazon und Netflix - langfristig will der Konzern Spotify übertrumpfen.

Steven Spielberg soll für Apple ein Remake von "Unglaubliche Geschichten" produzieren.

Steven Spielberg soll für Apple ein Remake von "Unglaubliche Geschichten" produzieren.

Netflix, Amazon, Hulu, Sky, Maxdome - die Liste der Serienanbieter ist lang. Seit wenigen Tagen ist auch die Telekom dabei. Zunächst versucht der Magentariese mit Exklusivtiteln zu punkten (das Aushängeschild ist der mehrfache Emmy-Gewinner "The Handmaid's Tale"), die erste Eigenproduktion mit Christoph Maria Herbst (bekannt aus "Stromberg") wurde bereits angekündigt. Doch bald könnte noch ein Schwergewicht in den umkämpften Markt dazu stoßen: .

Apple verpflichtet Steven Spielberg

Mit "Planet of the Apps" und "Carpool Karaoke" sammelte der -Hersteller bereits erste Erfahrungen. Große Hits waren die Formate, die exklusiv auf dem Streamingdienst Apple Music angeboten werden, aber nicht. Doch die Verpflichtungen der ehemaligen und gut vernetzten Sony-Manager Jamie Erlicht und Zack Van Amburg zeigen: Apple meint es ernst.

Wie das gewöhnlich gut informierte "Wall Street Journal" berichtet, hat Apple einen prominenten Partner gewonnen: und dessen Produktionsfirma Amblin Television werden eine Neuauflage der TV-Serie "Unglaubliche Geschichten" aus den 80er Jahren drehen. Der 70-jährige Regisseur ("E.T", "Jurassic Park") werde wahrscheinlich unter den Produzenten der zehn neuen Folgen sein, heißt es unter Berufung auf informierte Personen.

Das lässt sich Apple einiges kosten: Das Budget pro Folge betrage bis zu fünf Millionen US-Dollar, die gesamte Staffel könnte also 50 Millionen verschlingen. Und das dürfte nur der Auftakt sein. In der Branche munkelt man, dass Apple insgesamt eine Milliarde US-Dollar in Exklusiv-Inhalte investieren will, darunter im Kaliber eines "Game of Thrones", Filme und Dokumentationen.

Teure Serien garantieren keinen Hit

Das Kalkül der Kalifornier ist klar: Die Serien sind exklusiv auf dem firmeneigenen Dienst Apple Music zu sehen. Damit sollen neue Abonnenten gewonnen werden. Ende September verkündete der Konzern, die Marke von 30 Millionen zahlenden Kunden durchbrochen zu haben. Zum Vergleich: Spotify dürfte demnächst 70 Millionen zahlende Nutzer haben. Bis zum Unentschieden ist es noch ein langer Weg.

Doch die Ambitionen sind groß: Bis zum Jahr 2020 peilt Cook Einnahmen in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar mit der Services-Sparte an, das wäre in etwa doppelt so viel wie heute. Die Verpflichtung von Regielegende Steven Spielberg könnte ein wichtiger Baustein in der neuen Content-Offensive sein.

Doch allein mit teuren Produktionen ist kein Blumentopf zu gewinnen, das wissen Amazon und Netflix nur zu gut. Beide setzten in den vergangenen Monaten große, prestigeträchtige Serien ab, weil die Kosten zu hoch und das Publikumsinteresse zu gering waren - darunter die 100-Millionen-Produktion "Marco Polo" (Netflix) und "The Last Tycoon" (Amazon). Auch die viel erwartete Woody-Allen-Serie "Crisis in Six Scenes" war ein Flop, die durchschnittliche Bewertung bei "Rotten Tomatoes" liegt bei vernichtenden 18 Prozent.

Am Ende muss Apple also ein ähnliches Kunststück vollbringen, wie es Netflix mit "House of Cards" gelang. Wann die Spielberg-Serie starten wird und ob andere Projekte bereits in Planung sind, ist bislang nicht bekannt. 

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