VG-Wort Pixel

Neue Tarifstruktur Sky wird günstiger und monatlich kündbar

Sky ändert seine Tarifstruktur
Sky ändert seine Tarifstruktur
© Tobias Hase/ / Picture Alliance
Der Pay-TV-Sender Sky ändert seine Tarifstruktur: Das Basis-Abo wird günstiger, die Aufpreise für Receiver und Mobildienste entfallen. Zugleich ist der Dienst nun monatlich kündbar, jedoch gibt es einen Haken.

Aktuelle Filme und Bundesliga - das waren über viele Jahre die beiden Zugpferde des Bezahlsenders Sky. In den letzten Jahren versuchte der Konzern aus Unterföhring noch zusätzlich mit eigenen Serien wie der Eigenproduktion "Babylon Berlin" zu punkten. Doch seit dem Boom von Streamingportalen wie Netflix und Amazon Prime Video war für den Pay-TV-Dino klar, dass er etwas grundlegend ändern muss. In den vergangenen Jahren startete das Unternehmen eine Reihe von neuen Diensten, das Vorgehen wirkte aber eher planlos als von langer Hand vorbereitet.

Nun krempelt Sky seine Preisstruktur um - und senkt überraschend die Preise. Das Entertainment-Paket, die Basis sämtlicher Sky-Abos, kostet ab sofort nur noch 12,50 Euro statt 14,99 Euro. Gleichzeitig steigt der Nutzungsumfang: Nun sind alle Angebote in HD, der mobile Service Sky Go und der Sky Q-Receiver im Basispreis enthalten, bislang dafür nötige Zubuchoptionen entfallen.

Das kosten die neuen Sky-Abos

Aufbauend auf dem Entertainment-Paket lassen sich weitere Pakete gegen Aufpreis dazubuchen, darunter

  • Sky Sport 5 Euro
  • Sky Cinema 10 Euro
  • Sky Entertainment Plus (Netflix) 7,50 Euro
  • Sky Bundesliga 12,50 Euro
  • Sky Kids 5 Euro

Ebenfalls neu: Die zweijährige Abonnement-Laufzeit ist Geschichte, stattdessen setzt Sky auf einen neuartigen Mix. Die Mindestvertragslaufzeit liegt bei zwölf Monaten, anschließend - also ab dem 13. Monat - wechselt der Vertrag automatisch in einen geringfügig teureren, jedoch monatlich kündbaren Tarif. So kostet das Basis-Entertainment-Paket bei monatlicher Laufzeit 15 statt 12,50 Euro. Nur wer sich proaktiv vor Ablauf der Mindestlaufzeit für weitere 12 Monate bindet, behält die günstigen Konditionen.

Sky: Das Ende des Feilschens

"Dies ist der nächste große Schritt auf diesem Weg. Wir versprechen mehr Flexibilität, mehr Auswahl und mehr inklusive - alles zusammen mit unserer neuen Programmoffensive", erklärt Devesh Raj, Chef von Sky Deutschland. Es ist offenkundig, dass der Konzern versucht, mit dem flexibleren Modell den Unterhaltungsriesen aus dem Silicon Valley entgegenzutreten, die monatlich kündbare Tarife zum Branchen-Standard gemacht haben.

Löblich ist, dass Neu- und Bestandskunden nun die gleichen Konditionen angeboten bekommen. Man muss also nicht mehr standardmäßig kündigen, um anschließend umständlich an der Rückgewinnungs-Hotline den günstigsten Preis auszuhandeln. Ob das neue Modell bei den Kunden ankommt, wird sich zeigen.

Lesen Sie auch:

Netflix hatte die Preise erhöht - und sich damit ins eigene Fleisch geschnitten

Revolution am Mobilfunkmarkt: Treue Kunden sind bislang die Dummen, doch das könnte sich bald ändern

Der letzte "X-Men"-Film floppte und zeigte die Krise des modernen Kinos

cf

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker