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WWDC 2018: Tim Cooks Trödeltruppe: Warum Apple-Fans immer öfter auf Neuheiten warten müssen

Auf der WWDC zeigt Apple heute Abend seine neuen Software-Pläne - und vielleicht auch ein neues iPhone-Modell. Wann die Neuvorstellungen beim Kunden landen, steht auf einem anderen Blatt. Noch nie hatte Apple so sehr mit Verspätungen zu kämpfen wie unter Tim Cook.

Apple Tim Cook iPhone EU

Apple-Chef Tim Cook findet die Steuersätze in den USA "unvernünftig".

Getty Images

Heute Abend ist es soweit: Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz, der Worldwide Developers Conference, kurz WWDC, führt Tim Cook die neuen Software-Kreationen des Konzerns vor und zieht eventuell auch Hardware wie ein neues iPhone SE oder einen überarbeiteten Mac aus dem Hut. Und wird sich eine schmerzhafte Frage gefallen lassen müssen: Kommt das auch wirklich alles so wie angekündigt?

Ob die erste Apple Watch, der iMac Pro oder das iPhone X: Viele der von Cook in den letzten Jahren gezeigten Neuheiten waren bei der Vorstellung noch nicht ausgereift und kamen erst Monate später auf den Markt.

Warum so viel Unfertiges?

Warum sich für diese Strategie entschied, behält er für sich. Eine denkbare Erklärung ist, dass die Aktionäre bei Laune gehalten werden sollen. Eine andere sind die großen Fußstapfen, die Cook füllen muss: Im Gegensatz zum Visionär Steve Jobs wird Cook immer wieder fehlende Innovation vorgeworfen. Zeigte Jobs nichts Neues, war das halt so. Bei Cook wird es als Zeichen von Schwäche gesehen. "Das hätte es unter Steve nicht gegeben", lautet die beliebteste Mecker-Floskel der Jobs-Fans. Also zeigt man auch Produkte, die noch gar nicht so richtig fertig sind.

Dabei kann eine frühe Ankündigung durchaus Vorteile haben. Kunden werden vielleicht nicht zu Konkurrenzprodukten greifen, wenn das von Apple demnächst ebenfalls kommt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Zeitplan auch eingehalten wird - und das war bei Apple in letzter Zeit leider recht oft nicht der Fall.

Eine Verspätung nach der anderen bei Apple

Die gemeinsam mit dem 7 vorgestellten AirPod-Kopfhörer konnte Apple statt im Oktober erst im Dezember 2016 verkaufen. Der HomePod, erstmals bei der WWDC im letzten Juni gezeigt, wurde gar von Ende 2017 auf Februar geschoben. Außerhalb der USA soll er nun am 18. Juni endlich erhältlich sein - ein Jahr nach der Ankündigung. Damit kamen alle unter Cook neu entwickelten Produkte-Kategorien - Apple Watch, AirPod und HomePod - erst lange nach ihrer Vorstellung bei den Kunden an. Und zwei von ihnen sogar erst mit weiterer Verspätung, beide verpassten dadurch das wichtige Weihnachtsgeschäft.

Gut Ding will Weile haben

Doch nicht nur bei der Hardware spannt Apple uns auf die Folter, auch auf der Software-Seite kann der Konzern oft nicht mehr mit den vollmundigen Zeitplänen mithalten. Die zweite Version von Apples Wlan-Streaming-Funktion AirPlay erschien erst vor ein paar Tagen, fast ein Jahr nachdem sie auf dem letzten WWDC angekündigt wurde. Dabei ist die Funktion zwingend erforderlich, um zwei HomePods synchron betreiben zu können. Trotz langer Verzögerung hatten es Apples Programmierer nicht geschafft, sie zum Start zu liefern.

Auch auf die ebenfalls gerade erschienene Möglichkeit, iMessage-Nachrichten über die Cloud zu synchronisieren, wurde vor einem Jahr gezeigt. Da wirken die knapp drei Monate Verspätung, mit denen der SMS-Überweisungsdienst Apple Pay Cash ankam, fast moderat.

Bei mancher Verspätung hatte Apple allerdings gar keine Schuld: Dass Amazon Prime Video für Apple TV ein Vierteljahr länger auf sich warten ließ, lag vermutlich eher an Amazon. Auch Nintendo ließ Apple-Fans warten: Zum Höhepunkt von Pokémon Go zeigte man bei der Vorstellung des iPhone 7 auch eine Version für die Apple Watch. Als die dann endlich erschien, war das Spiel längst von den meisten Smartphones verschwunden.

Das lange Warten

Tatsächlich dürfte die Alternative zur Wartezeit die Fans auch nicht viel glücklicher machen: Würden die Produkte mit massenhaft Fehlern auf den Markt kommen, wäre der Ärger groß. Die Dramen um den fehlenden Empfang beim iPhone 4 oder das zum Start katastrophale Apple Maps hätte Steve Jobs verhindern können, wenn er sie lieber später veröffentlicht hätte. Auch das Genie Jobs machte eben nicht alles richtig.

Heute wird Tim Cook auf der Bühne iOS 12 und ein neues macOS ankündigen. Gerüchten zufolge sollen die Systeme nicht mit Features punkten, sondern sich auf Fehlerbehebungen und Performance konzentrieren. Einen Innovations-Award darf Cook dafür dann sicher nicht erwarten. Aber immerhin könnte man es dann pünktlich schaffen.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.