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Cooler Master: Eltern rätseln über Spritzen im Kinderzimmer - und bekommen eine überraschende Antwort

Eigentlich sind die Produkte der Firma Cooler Master harmlos. Wenn da nicht die missverständliche Verpackung in Form einer Spritze wäre. Nach Anfragen besorgter Eltern wurde die nun überarbeitet.

Besitzt ihr Kinden Spritzen von Cooler Master, ist kein Junkie, sondern ein Nerd

Besitzt ihr Kind Spritzen von Cooler Master, ist es kein Junkie, sondern ein Nerd

Hersteller

Stellen Sie sich vor, Sie räumen das Zimmer Ihres Teenagers auf. In der Nähe des PCs entdecken sie plötzlich eine Spritze, gefüllt mit einer mysteriösen Paste. Was würden Sie dahinter vermuten? Könnten es Drogen sein? Bei der Firma Cooler Master scheinen sich die Anfragen dazu so gehäuft zu haben, dass sich die Firma zu einem radikalen Schritt entschied - und eine Verpackung komplett neu gestaltete.

Denn die Spritzen, auf denen das Logo des Herstellers prangt, enthalten keine fiese Modedroge - sondern Wärmeleitpaste. Die wird beim Zusammenbauen eines Computers zwischen dem Prozessor und den darauf aufgesetzten Kühler verteilt und sorgt dafür, dass der Chip seine Hitze gleichmäßig abgeben kann. Wie der Name schon ahnen lässt, stellt Cooler Master hauptsächlich Kühlsysteme für PCs her.

Fieses Missverständnis oder gute PR?

Seit letztem Jahr hat der Hersteller seine Verpackung überarbeitet. Statt einer klassischen Spritze steckt die silbrige Paste nun in einer deutlich breiteren Variante. Die hat nicht nur eine breitere Spitze, mit der man die Paste verteilen kann, sondern sieht eben auch nicht mehr aus wie eine Injektionsspritze.

Das war wohl beim Neudesign auch das Wichtigste: "Wir haben die Form der Spritze nicht verändert, um die Paste besser verteilen zu können. Wir waren es bloß leid, Eltern zu erklären, dass ihre Kinder keine Drogen nehmen", verriet das Unternehmen gestern auf Twitter. Wie viele Anfragen es tatsächlich gab, verriet das Unternehmen nicht.

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Viele Kunden können sich ohnehin nicht vorstellen, dass es überhaupt welche gab. "Ernsthaft? Sind manche Eltern so beschränkt?", fragt Twitter-Nutzer "SaintMichaelSoul". Andere vermuten eine Marketing-Aktion. Zumindest einige Internet-Nutzer trauen Eltern durchaus zu,  über eine gefundene Spritze zu stutzen. "Ich habe schon Tweets gesehen, in denen Eltern wegen der Wärmeleitpaste fragten, ob es sich um Drogen handelte", schreibt "Tonyt3rry". Auch Reddit-Nutzer "gamejunky34" ist das passiert. "Als ich flüssiges Metall in einer skurrilen Spritze anschleppte, akzeptierte meine Mutter meine Erklärung nicht - bis ich ihr zeigen konnte, dass ich es sogar über ihren eigenen Amazon-Account gekauft hatte."

Dass sich viele Hersteller von Wärmeleitpaste für den Verkauf in Spritzen entscheiden, liegt an der Anwendung: Generell wird empfohlen, nur einen Tropfen der zähflüssigen Paste in die Mitte der CPU zu platzieren - und dabei sind Spritzen eben besonders praktisch. Wohl um Ärger zu vermeiden, wählen manche Hersteller aber auch unverfänglichere Verpackungen, die dann beispielsweise an Nagellack-Flaschen erinnern.

Quellen: Twitter, Reddit, Firmenhomepage

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mma
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