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Twitter-Trend #WeHerebyClaim Trump beanspruchte via Twitter ganze Bundesstaaten für sich – Twitter-User fordern noch viel mehr

stern-Journalist Niels Kruse zu Trump und zur US-Wahl 2020
Sehen Sie im Video: Trump poltert, Biden wartet ab: Wie geht’s jetzt weiter? stern-Experte Kruse zur Zitterpartie in den USA.
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Der amerikanische Präsident überrascht uns immer wieder, gestern zum Beispiel mit Besitzansprüchen, die er gar nicht hat: Er forderte die Wählerstimmen ganzer Bundesstaaten. So geht's natürlich nicht, wie Twitter-User mit lustigen Gegenforderungen klarstellten.

Präsident Donald Trump "forderte" am Mittwoch im Pluralis majestatis "Wir" die Wählerstimmen mehrerer Bundesstaaten, in denen er SEHR weit vorne gelegen hätte, etwa Pennsylvania, Georgia, und North Carolina. Außerdem fordere er Michigan. Twitter versah Trumps Tweet mit der Warnung, dass offizielle Quellen die Auszählung noch nicht für abgeschlossen erklärt hätten, als Trump bereits seine Besitzansprüche vermeldet habe. Diese rechtlich bedeutungslose Aussage Trumps hat Twitter-Nutzer dazu inspiriert, ähnlich unsinnige Forderungen zu stellen. Unter dem Hashtag #WeHerebyClaim begann gestern bei Twitter eine Sammlung von Hirngespinsten.

Die Bandbreite der User-Ideen ist so groß wie kreativ. Superman fordert Metropolis, eine Frau fordert Liam Hemsworth, ein Mann fordert, der sexiest man alive zu sein. Oder wie wäre es damit: 20 Jahre jünger und 20 Pfund leichter, das ist doch eine Forderung, die zahlreiche Unterstützer finden dürfte.

Nicht nur Amerikanern gefällt das Spiel mit irren Forderungen. Der Kölner Fabian Vogt beansprucht das Bundesland Nordrhein-Westfalen, schließlich liege da Köln deutlich in Führung.

Ein Mann nutzte die Gunst der Stunde, um die Fernbedienung für sich zu reklamieren. Doch Pustekuchen, so funktioniert das nicht, erklärte ihm seine Frau.

Ein User zitiert, wie bei dem amerikanischen Sender von dem CNN-Chefkorrespondenten aus dem Weißen Haus mit bierernster Miene erklärt worden ist, was der US-Präsident nicht zu verstehen bereit ist: "Ich nicht einfach 'hiermit ein Schinkenbrot fordern', wenn ich eins möchte."

Wenn Trump twittert, bleibt Humor manchmal die einzige Art, mit den Aussagen des US-Präsidenten umzugehen. Man muss das positiv sehen: Zum Glück hat Trump Twitter, wo er seine affektgesteuerten Ideen absetzen kann. Wer weiß, was der Nachrichtendienst uns damit schon alles erspart hat!

bal

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