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Audio, Video und Apps: Warentest prüft Babyphones: Nur fünf von 20 sind gut

Wenn die Kleinen schlafen, haben die Eltern endlich mal wohlverdiente Zeit für sich. Damit man die auch genießen kann, nehmen Babyphones die Sorge um die Lieblinge. Warentest zeigt nun: Nur wenige Modelle lohnen sich wirklich.

Moderne Babyphones bieten oft eine Videofunktion

Moderne Babyphones bieten oft eine Videofunktion

Getty Images

Den Haushalt machen, gesellig mit Freunden essen - oder auf der Couch einfach die müden Beine hochlegen: Wenn die Kinder im Bett sind, haben Eltern endlich Zeit und Ruhe für all die anderen Dinge im Leben. Wenn da nur nicht die nagende Furcht im Hinterkopf wäre, die Kleinen könnte unbemerkt aufwachen und man wäre nicht für sie da. Kein Wunder, dass sich Babyphones seit Jahren gut verkaufen. Doch welche taugen wirklich etwas? Und was ist mit modernen Lösungen wie Apps? Stiftung Warentest hat das getestet.

Die klare Erkenntnis: Die klassischen Babyphones sind am besten. Im großen Vergleich von 14 dezidierten Babyphones mit und ohne Video, drei Geräten mit App-Steuerung sowie drei Babyphone-Apps schnitten nur fünf Geräte gut ab - und bei allen handelt es sich um klassische Babyphones.

Sieg der Klassiker

Gegenüber den neuartigen Lösungen wie smarten Babyphones und App-Lösungen haben die aus Sender und Empfänger bestehenden traditionellen Varianten einige Vorteile. So warnen sie laut Warentest zuverlässiger, wenn aus dem Babybett Geräusche kommen, auch der übertragene Klang ist in der Regel gut. Und: Anders als man es von älteren Modellen kennt, hatte keines der getesteten Geräte ein Problem mit Störungen durch ein anderes Babyphone.

Leider gibt es auch Nachteile. Nur eines der Videogeräte bietet eine ordentliche Bildqualität, alle anderen sind medioker. Während die neuartigen Lösungen oft auch von unterwegs abrufbar sind, haben die Klassiker nur eine begrenzte Funk-Reichweite. Immerhin warnen sie davor, wenn die Verbindung abbricht. 

Die modernen Varianten mit smarter Anbindung und die App-Lösungen können da nicht mithalten. Die smarten Lösungen aus einer Webcam und einer Smartphone-App sind alle schlecht zu bedienen. Viel schwerwiegender ist aber, dass sie unzuverlässig sind: Geht die Verbindung verloren, bekommen das die Eltern kaum mit. Den App-Lösungen, bei denen ein Smartphone als Kamera und eines als Empfänger benutzt wird, kranken vor allem an der miesen Kamera-Qualität. Da Smartphone-Knipsen keine Infrarot-Unterstützung haben, taugen sie im Dunkeln nur wenig. Dafür sind die Apps mit einem Preis um wenige Euro unschlagbar billig. 

Reportage: So sieht es im geheimen Prüflabor der Stiftung Warentest aus

Diese Babyphones empfiehlt Warentest

Die beiden besten Geräte im Test - das reine Audio-Babyphone SCD723/26 und das Videomodell SCD845/26 kommen beide von Philipps Avent. Beide Geräte überzeugen bei der Übertragung aus dem Kinderzimmer, lassen sich im Alltag einfach bedienen und können auch beim Stromverbrauch punkten. Sie kosten 105 Euro (Audio), beziehungsweise 185 Euro (Video).

Ein echtes Schnäppchen ist das zweiplatzierte Audio-Modell Babymoov Expert Care. Es warnt genauso gut wie das Philips-Gerät, hat dabei sogar eine größere Reichweite. Dafür ist die Bedienung aber etwas komplizierter. Der Preis ist mit 60 Euro aber enorm niedrig. Bei den Videomodellen ist das Nuk Eco Control Video Display 550VD der Spartipp. Das ebenfalls gute Modell kann fast mit dem Testsieger mithalten, ist nur bei der Bedienung minimal schlechter. Bei einem Preis ab 125 Euro ist das einen Blick wert. Das letzte "gute" Modell ist der Reer Projektor-Babyphone. Neben der größten Reichweite bietet es zum Preis von 90 Euro auch noch einen Sternenhimmel-Projektor und eine Spieluhr. Auch hier hapert es an der Bedienung.

Den vollständigen Test gibt es gegen Gebühr bei test.de


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