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Warnung vor gefälschten Rechnungen: Die dreisten Tricks der GEZ-Abzocker

Neue Runde im GEZ-Betrug: Derzeit sind gefälschte Zahlungsaufforderungen zum Rundfunkbeitrag 2014 im Umlauf. Das Schreiben sieht täuschend echt aus. So erkennen Sie die Fälschung.

Von Christoph Fröhlich

Betrüger verschicken erneut professionell erstellte und täuschend echt aussehende Wurfsendungen, die vorgeben, von ARD, ZDF und dem Deutschlandradio zu stammen. Darin heißt es: "Da im Januar diesen Jahres die Rundfunkbestimmungen für ARD, ZDF und Deutschlandradio geändert wurden, möchten wir uns zum Abschluss des Jahres mit einer Aktion für das kommende Beitragsjahr bei Ihnen für die reibungslose Umstellung der Beitragsbezahlung bedanken." Darunter werden die Adressaten aufgefordert, den Betrag in Höhe von 161,82 Euro - das entspricht der Summe von drei Quartalszahlungen - bis zum 31.12.2013 für das Jahr 2014 zu bezahlen. Das vierte Quartal wird "als Dankeschön für ein gelungenes Jahr 2013" erstattet, heißt es weiter in dem Schreiben. "Diese Aktion ist frei erfunden – das Schreiben ist gefälscht", warnt die offizielle Webseite "rundfunkbeitrag.de". Die Zahlungsaufforderungen sehen täuschend echt aus. "Layout, Farbe und Machart der Fälschung sind von den Original-Anschreiben nur schwer zu unterscheiden", schreibt die Webseite.

Täuschend echt aussehendes Schreiben

Im Vergleich zum Frühjahr 2013, als die Kriminellen mit dieser Masche schon einmal in Sachsen, Bayern und Hessen Ahnungslose abzockten, haben die Täter offenbar dazugelernt. So war in der ersten Version die Beitragsnummer (oben rechts im Anschreiben) eine Zahlenkolonne ohne Leerstellen mit mehr als neun Ziffern. Im Originalanschreiben der Öffentlich-Rechtlichen sind es dagegen nur neun Zahlen, aufgeteilt in drei Dreierblöcke. Das Prinzip haben die Kriminellen in ihrem neuen Schreiben nun übernommen. Als Verwendungszweck ist eine 16-stellige Zahlenkolonne eingetragen. Doch statt ZDF und Co. profitieren in diesem Fall die Betrüger.

An ein paar Indizien kann man die Fälschung aber trotzdem zuverlässig erkennen: Viele Formulierungen machen klar, dass es sich um eine Fälschung handelt, außerdem unterscheidet sich die Formatierung des Schriftstücks stark vom Originalschreiben.

Wer das gefälschte Schreiben in seinem Briefkasten findet, sollte es am besten ignorieren und es dem Beitragsservice melden, empfiehlt "rundfunkbeitrag.de". Auf keinen Fall sollte das Geld überwiesen werden. Ist das bereits geschehen, wenden Sie sich umgehend an Ihr Geldinstitut.

So sieht der gefälschte Gebührenbescheid aus

Der Gebührenbescheid vom März 2013

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