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Fitness-Tracker wird zum Kassenschlager: Darum reißen sich alle um das Microsoft Band

Das Microsoft Band wird zum Kassenschlager: Die schlaue Fitness-Uhr des Windows-Riesen ist online ausverkauft und wird bei Ebay zu Mondpreisen gehandelt. Der erste Schritt zum großen Comeback?

Von Christoph Fröhlich

Das Microsoft Band entwickelt sich zum Publikums-Hit

Das Microsoft Band entwickelt sich zum Publikums-Hit

Windows 8 war ein Flop, mit den Surface-Tablets verbrannte Microsoft Milliarden und die Xbox One musste sich nach nur wenigen Monaten der Playstation 4 geschlagen geben: Es lief in den vergangenen Jahren nicht gut für Microsoft. Mit dem Microsoft Band stellte das Redmonder Unternehmen vergangene Woche nun sein erstes Wearable vor - und landete einen Volltreffer. Bereits nach kurzer Zeit war das Gerät in allen drei Größen im Online-Shop ausverkauft. Vor den Microsoft Stores bildeten sich in den USA lange Schlangen, wie es sie sonst nur zum Start neuer iPhones bei Apple zu sehen gibt. Den Andrang hatte offenbar selbst Microsoft nicht erwartet, denn im Online-Shop sind die Bänder auch nach dem Wochenende noch ausverkauft.

Dabei ist das Microsoft Band kein billiges Vergnügen: Mit einem Preis von 199 Dollar kostet das Wearable deutlich mehr als die meisten Geräte der Konkurrenz. Doch einige Nutzer sind bereit, noch viel mehr für das Microsoft Band zu bezahlen: Auf Ebay werden die smarten Armbänder zu Mondpreisen verkauft. In mancher Auktion bringt das Gadget bis zu 500 Dollar.

Läuft auch auf iPhone und Android-Geräten

Offenbar hat Microsoft mit seinem Band einen Nerv getroffen. Kein Wunder, das Gerät beherrscht jede Menge Funktionen. Es zählt die Schritte des Nutzers und ermittelt auf Basis des Gewichts, Alters und Herzschlags die verbrannten Kalorien. Per eingebautem GPS-Chip können Laufrouten auch ohne Smartphone getrackt werden - ein großer Pluspunkt für Sportler. Ein eingebauter UV-Sensor prüft, ab wann man besser Sonnenschutz auftragen sollte. Und natürlich wird auf Wunsch auch der Schlaf analysiert.

Das Microsoft Band ist zudem mehr als nur ein Fitness-Tracker, es ist eine echte Smartwatch. Der Touchscreen des Microsoft Band ist 1,4 Zoll groß und hat eine Auflösung von 320 x 106 Pixeln. Das ist nicht viel, doch es reicht, um eingehende Nachrichten, Terminerinnerungen oder Anrufe anzuzeigen. Eine Akkuladung hält dem Hersteller zufolge 48 Stunden. Auch das ist kein Spitzenwert, doch wie Tim Cook in einem Interview vergangene Woche bestätigte, wird auch die Apple Watch nicht viel länger durchhalten.

Der eigentliche Coup ist aber die Offenheit der Plattformen: Der Dienst Microsoft Health funktioniert nicht nur auf Windows Phones, sondern auch auf Android- und iOS-Geräten. Damit ist das Gerät beispielsweise auch für iPhone-Besitzer interessant, die nicht bis zum kommenden Frühjahr auf die Apple Watch warten oder schlicht nicht so viel Geld ausgeben wollen.

Bislang ist noch nicht bekannt, ob und wann das Microsoft Band in Deutschland erhältlich sein wird.