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Jahresrückblick

Künstliche Intelligenz: 2017 - das Jahr, in dem das Smartphone denken lernte

Statt um schicke Hardware, geht es beim Smartphone immer mehr um clevere Software-Lösungen - und künstliche Intelligenz. Das Smartphone lernte 2017 mitzudenken. Für einige Hersteller ist das ein echtes Problem.

Eine junge Frau liegt auf einer Wiese und denkt mit dem Smartphone in der Hand nach

Das Denken können wir in Zukunft dem Smartphone überlassen - zumindest zum Teil

Es ist eine gewagte Vision: Das Smartphone soll uns künftig nicht mehr nur als tumbe Chat-Maschine, Kamera oder als Surfgerät dienen, sondern uns den Alltag aktiv leichter machen. Dank künstlicher Intelligenz soll es uns in allen erdenklichen Arten unter die Arme greifen. Dieses Jahr begannen Google und Co. damit, die Vision tatsächlich umzusetzen. Die Smartphones lernen denken.

Und sie dürften uns damit in Zukunft eine Menge Arbeit abnehmen. Die Smartphones werden mit ziemlicher Sicherheit lernen, proaktiv bestimmte Aktionen vorzuschlagen, etwa Sonntagnachmittag bei Mutti anzurufen, wenn man das jedesmal macht. Oder sie erledigen die Aufgaben gleich ganz selbst. Verabredet man sich per Messenger mit Freunden zum Essengehen, könnten die Geräte dann gleich den Termin festmachen und einen Tisch im Restaurant buchen. Und vollautomatisiert der Jogging-Verabredung absagen.

Alle setzen auf KI

Um die nötige Rechenpower leisten zu können, setzen die Hersteller auf spezialisierte Hardware. Apple hat bei seinen aktuellen iPhones, wie etwa dem iPhone X (hier bei uns im Test), einen speziellen KI-Chip verbaut, Huawei geht beim Mate 10 den gleichen Schritt. Beim iPhone unterstützt die KI etwa die Gesichtserkennung FaceID, auf Huawei-Smartphone soll der schlaue Prozessor bei der Erkennung von Fotomotiven helfen. Zudem versprechen die Chinesen, dass die KI die Akkulaufzeit durch intelligente Regelung von Hintergrund- und Ladeprozessen verbessert.

Auch Sony setzte schon auf smarte Akkutechnik. Die neueren Smartphones merken sich, wann das Smartphone in der Regel genutzt und geladen wird. Hängt es dann nachts am Kabel, wird es erst kurz vor dem Aufstehen voll aufgeladen. So will man das für den Akku besonders belastende ständige Nachladen vermeiden. Bloß, wenn man mal früher aufsteht, ist das dann ärgerlich.

Google läuft den anderen davon

Am weitesten ist aber Google. Die Pixel-Smartphones des Internet-Giganten haben die KI-Unterstützung zum Programm gemacht. Ob beim Siri-Äquivalent Google Assistant, bei der Kamera oder anderen Features: Das gesamte Gerät dient eigentlich nur als Vehikel für Googles KI-Errungenschaften.

Und die sind beeindruckend. Apple oder Samsung setzen etwa bei ihren Spitzenmodellen auf eine Doppelkamera, um einen sogenannten Portraitmodus bieten zu können, bei dem der Hintergrund unscharf gestellt wird, indem mit den beiden Kameras Tiefeninformationen gesammelt werden. Das Pixel 2 braucht das nicht. Googles KI berechnet einfach aus mehreren Fotos der Einfachlinse, wie das finale Bild aussehen muss - und liefert dann ein ebenso gutes Ergebnis. Auch beim Umgang mit schlechter Beleuchtung oder Gegenlicht trumpft die KI-Kamera auf. Hier finden Sie eine Reihe von Vergleichsbildern.

Ein klarer Vorteil des Fokus auf Software: Mit einem Update konnte Google gerade zwei Monate nach Start noch einmal die Kamera sämtlicher schon verkaufter Geräte verbessern. Die Kamera taugt aber nicht nur für Bilder: Auf Wunsch erkennt das Pixel 2 Gegenstände oder Gebäude und sucht nach passenden Informationen. Googlen per Kamera.

KI macht Druck

Das setzt die Konkurrenz mächtig unter Druck. Jahrelang konnten sich die Hersteller von Android-Smartphones vor allem über die Hardware miteinander messen, Google lieferte nur das Betriebssystem. Jetzt rächt sich die Abhängigkeit vom Suchmaschinen-Giganten. Die meisten KI-Features behält Google für seine eigenen Smartphones. Die anderen bekommen immerhin den Google Assistant mitgeliefert. 

Die Entwicklung einer eigenen KI stellt so manchen Hersteller vor enorme Probleme. Als Samsung Anfang des Jahres seine eigene KI mit dem Namen Bixby vorstellte, wurde sie vollmundig als völlig neuer Maßstab beschrieben. In der Praxis erwies sich Bixby dann aber als extrem enttäuschend. Auch Apples Siri kann bislang selten mit den großen Visionen des Konzerns mithalten. 

Datenschutz als Manko

Apple könnte zudem der verhältnismäßig hohe Willen zum Datenschutz zum Verhängnis werden. Während Google gnadenlos sämtliche Nutzerdaten auswertet und in die eigene KI einfließen lässt, setzt Apple auf einen Ansatz der "Differential Privacy", bei dem nur anonymisierte Daten verglichen werden. Siri kann uns so aber nie im selben Maße kennenlernen, wie es Googles Assistant vermag. Das ist gut für die Privatsphäre - aber schlecht im Wettlauf um die beste KI. 

Bei einem Feature wie der Gesichtserkennung FaceID hat Apple trotzdem die Nase vorn. Die künstliche Intelligenz des iPhone X erkennt den Nutzer auf Dauer immer zuverlässiger, bemerkt einen Frisurwechsel und hat auch mit dem wachsenden Bart keine Probleme. In der Kombination hochmoderner, selbst entwickelter Hardware und KI-Unterstützung könnte sich der iPhone-Konzern so noch mal einen Vorteil gegenüber einem hauptsächlich in Software denkenden Konzern wie Google erkämpfen. Je mehr das Pendel aber in Richtung Software ausschlägt, desto schwieriger dürfte das Feld für Apple werden.

Wer gewinnt das KI-Rennen?

So wird es doch noch mal spannend auf dem Smartphone-Markt. Jahrelang versuchten die Smartphone-Hersteller sich mit immer neuen Hardware-Kreationen zu übertrumpfen. Geräte bekamen immer neue, aufregende Features, wurden dabei immer schicker. Heute können die meisten Smartphones fast das gleiche, die Hersteller haben Probleme, ihre Geräte abzugrenzen. Künstliche Intelligenz könnte in diesem schalen Angebot die Rettung bedeuten - oder den Untergang.

Digitaler Stress: 5 Gründe, warum unser Leben (zu) digital ist
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.