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Datentarife: EU-Vergleich: So nehmen uns die deutschen Mobilfunkbetreiber beim Datenvolumen aus

Wer sein Smartphone nutzen will, braucht dafür einen Datentarif. Die sind im Vergleich deutlich billiger als noch vor einigen Jahren. Im Vergleich zu anderen EU-Ländern zahlen die Deutschen aber kräftig drauf.

Datenvolumen Anbieter Vergleich Europa

Im EU-Vergleich erhalten die Deutschen Nutzer erschreckend wenig Inklusivvolumen

Der Traum vom mobilen Internet hat in Deutschland oft ein jähes Ende: "Ihr Inklusivvolumen ist aufgebraucht. Wollen Sie nachbuchen?" holt eine lapidare Meldung auf dem Bildschirm uns jäh in die Realität zurück - und wir dürfen draufzahlen. Obwohl die Preise in letzter Zeit purzeln, ist weiter nach wenigen Gigabyte Schluss. Die Bürger anderer -Länder würden da vermutlich nur traurig den Kopf schütteln - denn Deutschland ist im EU-Vergleich ganz schön arm dran.

Der starke Mann Europas ist was Datenvolumen angeht nur ein armes Würstchen, das zeigt eine aktuelle Studie aus Finnland. Die Experten von Rewheel haben die europäischen Mobilfunkkosten für Datenvolumen verglichen. Und Deutschland landet weit hinten. 

Unbegrenztes Volumen für nur 16 Euro

Die Experten untersuchten etwa, wie viel Datenvolumen man für 30 Euro bekommt. Bei den Smartphone-Tarifen mussten zudem 1000 Minuten für Telefongespräche inkludiert sein, es zählten nur Tarife, die den schnellen Datenstandard LTE nutzten. Das Ergebnis ist schlicht deprimierend: Während hierzulande höchstens 15 GB buchbar sind, surft man in zehn EU-Ländern zu diesem Preis völlig ohne Begrenzung. Meist müssen die Kunden nicht mal den vollen Preis zahlen: In Litauen kostet unbegrenztes Internet ohne Geschwindigkeitsbeschränkung gerade einmal 15,75 Euro. Auch in Ländern mit höherem Preisniveau wie Dänemark oder der Schweiz kann man unter 30 Euro unbegrenzt surfen. Das einzige entsprechende Angebot in Deutschland gibt es bei der Telekom - für satte 200 Euro.

Doch auch in Ländern, in denen gedrosselt wird - wie in  -, erreicht man die Grenzen deutlich schwerer. In Schweden und Großbritannien bekommt man für 30 Euro 100 GB, in Italien sind es immer noch 45 GB. Schlimmer als in Deutschland geht es aber immer noch: In Portugal darf man für 30 Euro nur 3 GB versurfen, in Ungarn und Griechenland gibt es kein einziges Angebot zu diesem Preis.

Ausgebremst 

Da wundert es nicht, dass laut der Studie die Deutschen kaum mobil surfen. Gerade mal 0,9 GB verbrauchen Kunden hierzulande monatlich im Schnitt, bei Telekom (0,3) und Vodafone (0,4) sind es noch einmal deutlich weniger. Spitzenreiter Finnland ist da mit 16,1 GB deutlich weiter.

Dabei hängt der geringe Verbrauch nicht am Desinteresse der Kunden: In einem Pressegespräch erklärte Telefónica-Chef Markus Haas im September, dass bei deutschen O2-Kunden, denen testweise das Volumen erhöht wurde, auch der Datenverbrauch drastisch nach oben ging. Viele Smartphone-Nutzer halten sich also schlicht zurück - weil das Angebot nicht mehr hergibt.

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 O2 legt vor

Die Situation in Deutschland hat sich im Vergleich zum Vorjahr allerdings gebessert. Vor allem im -Netz gibt es viele günstige Angebote. In den Netzen der anderen beiden großen Betreiber sieht es weiterhin mager aus: Das günstigste Angebot im Vodafone-Netz enthält 3 GB LTE-Volumen, im Telekom-Netz gibt es schlicht keinen LTE-Tarif unter 30 Euro. Das dürfte sich auch allzu bald nicht ändern: Obwohl Vodafone und Telekom ihre Netze an Drittanbieter vermieten, behalten sie ein wichtiges Verkaufsargument für sich: LTE gibt es in den D-Netzen nur direkt bei den Großen.

Im O2-Netz hat der Zusammenschluss von O2 und E-Plus für Bewegung gesorgt. Die Telefónica erhielt im Rahmen der Umstellung die Auflage, günstige LTE-Kontingente an einen Konkurrenten abzugeben, den Zuschlag erhielt die Firma Drillisch, die viele Spar-Marken betreibt.

Auch Telefónica selbst hatte im Herbst das Volumen der eigenen Tarife stark erhöht. Wirklich glücklich dürften viele Kunden trotz der günstigen Preise aber nicht werden: Das O2-Netz landete gleich in mehreren aktuellen Tests weit abgeschlagen auf dem letzten Platz, im "Connect"-Test hatte es sich im Vergleich zum Vorjahr gar verschlechtert.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.