HOME

Neues Smartphone vorgestellt: HTC 10: Schnell, scharf - und schrecklich langweilig

HTC hatte es in den letzten Jahren nicht leicht, ein Flop folgte auf den nächsten. Jetzt haben die Taiwaner mit dem HTC 10 ihr neues Spitzenmodell vorgestellt. Das kann zwar optisch nicht überraschen, hat aber echt Dampf unter der Haube.

HTC 10

Das HTC 10 erinnert optisch stark an die Vorgänger. Immerhin hat es technisch einige Alleinstellungsmerkmale.

Mit dem HTC One (M7) hatte HTC vor mittlerweile drei Jahren gezeigt, wie schick Smartphones mit Android sein können. Den überall zu beobachtenden Trend zum Metallgehäuse verdanken wir ganz sicher auch HTCs Innovationsmut. Mit dem war es seit dem aber nicht mehr weit her. Die Taiwaner legten immer nur neue Versionen des immer gleichen Gerätes vor und sorgten so für Langeweile. Jetzt soll das gerade vorgestellte HTC 10 den Konzern retten. Ob das so klappen wird?

Auf den Zusatz "One" hat HTC diesmal verzichtet, das Spitzenmodell heißt nun schlicht HTC 10. Optisch erinnert es immer noch sehr stark an die Vorgänger, das Design hat sich nur in Details verändert. So ist die Rückseite nicht mehr abgerundet, sondern schließt mit einer schicken, leicht abgeschrägten Kante ab. Insgesamt ist das Design zwar hübsch, besonders frisch ist es nicht.

Potent, aber unüberraschend

Auch technisch lehnt sich HTC nicht allzu weit aus dem Fenster. Der schnelle Prozessor und viel Arbeitsspeicher versprechen hohes Tempo, das bieten allerdings die meisten Spitzenmodelle. Herausstechen kann man so nicht. Dazu eignet sich doch eher die Möglichkeit, den Speicher um satte 2 Terabyte zu erweitern. Platz für Fotos, Videos und Co. hat das HTC 10 also reichlich. Als fest verbauter Speicher stehen 32 sowie 64 Gigabyte zur Auswahl.

Die größte Schwäche der letzten HTC-Spitzenmodelle war, neben dem immer gleichen Design, sicher die schwache Kamera - und damit ausgerechnet das für viele Kunden wichtigste Feature. Die Kameras im HTC 10 klingen durchaus vielversprechend: Die Selfie-Knipse bietet mit 5 Megapixeln eine sehr ordentliche Auflösung, sie hat sogar einen optischen Bildstabilisator an Bord. Den hatte bisher keine Frontkamera, bei der Konkurrenz häufig nicht mal die Knipsen auf der Rückseite.

Die Hauptkamera ist mit 12 Megapixeln zwar nicht extrem hoch aufgelöst, HTC verspricht dank seiner Ultrapixel-Technologie aber trotzdem hervorragende Bilder. Die war in den Vorgängern allerdings auch schon verbaut - und enttäuschte regelmäßig. Mit einer sehr lichtstarken f1,8-Blende in beiden Knipsen geht HTC den großen Trend bei Smartphone-Kameras zu lichtempfindlichen Sensoren mit. Das verspricht gute Bilder trotz wenig Licht. Vielleicht können die Kameras in der Praxis diesmal ja wirklich überzeugen. Den neuen Trend Dual-Kamera lässt HTC in diesem Jahr noch aus.

Scharfes Bild und fixer Akku

Auch beim 5,2 Zoll großen Display passt sich HTC der Konkurrenz an und verbaut erstmals ein QuadHD-Display mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Bildpunkten. Hochaufgelöste Displays saugen in der Regel allerdings ordentlich am Akku. Der fällt mit 3.000 Milliamperestunden zwar größer aus als der des iPhone 6s, richtig dick ist er allerdings nicht. Über den Tag kommen sollte das HTC 10 so aber in jedem Fall. Durch echtes USB Typ-C bringt das HTC 10 die neueste Schnellladetechnologie Quickcharge 3.0 mit, ist also im Nu voll aufgeladen.

Das "Boom" ist zurück

Wieder an Bord: Die toll klingenden Boxen, von HTC "BoomSound" getauft. Die waren einst das Markenzeichen der One-Serie, fielen beim HTC One A9 aber weg. Diesmal sind die Boxen allerdings nicht auf der Vorderseite angebracht, sondern wie bei iPhone, Galaxy und Co. auf die Unterseite gerutscht. Ob der Klang so kristallklar ist, wie von HTC versprochen, wird sich im Test zeigen müssen. Bisher klangen die HTC-Spitzenmodelle tatsächlich deutlich besser als die Konkurrenz.

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal hat das HTC 10 dann doch: Als erstes Android-Gerät ist es Airplay-fähig, kann also seine Inhalte direkt auf Apple TV, Mac und Co. streamen. Das konnten bisher nur iPhones. Mit Googles Chromecast ist es natürlich weiterhin kompatibel.

Das HTC 10 ist ab sofort in den Farben Schwarz, Silber und Gold vorbestellbar. Der Preis liegt bei 699 Euro. Um welches Speichermodell es sich hierbei handelt, ist auf HTCs Webseite nicht ersichtlich.

Highend-Stangenware oder Überraschungshit?

Ob das HTC 10 die Taiwanesen tatsächlich retten kann, wird sich beweisen müssen. Auf dem Papier hat HTC ein sehr potentes, aber weitgehend unüberraschendes Highend-Smartphone vorgelegt. Die Optik ist schick, aber innovationsfrei, ein Großteil der guten Technik wird sich dieses Jahr in nahezu jedem Spitzenmodell finden. Das ist in einem Jahr, das gleich mit Topgeräten wie dem Samsung Galaxy S7 anfing und noch lange nicht zu Ende ist, vielleicht zu wenig. Wie es sich im Alltag schlägt, zeigt demnächst der Test.

Themen in diesem Artikel
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.