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PR-Panne: Huawei-Mitarbeiter twittern vom iPhone - und wurden nun dafür bestraft

Huawei verschickte auf Twitter Neujahrsgrüße - und erlebte ein kleines PR-Desaster. Denn der Tweet wurde von einem iPhone abgeschickt. Zwei Mitarbeiter müssen dafür nun die Konsequenzen tragen.

Huawei-Geschäft in Peking

Huawei-Geschäft in Peking

Direkt mit den Kunden auf Facebook schreiben, Bilder über Instagram verbreiten - soziale Netzwerke sind für Unternehmen enorm praktisch. Allerdings bieten sie auch neue Fallstricke. Das erlebte nun auch der chinesische Elektronik-Hersteller Huawei. Auf Twitter verschickte das Unternehmen einen Tweet mit Neujahrsgrüßen. Der Inhalt selbst war belanglos, deutlich pikanter waren die vier Worte, die direkt unter Nachricht eingeblendet wurden: "Via Twitter for iPhone". Die Formulierung zeigt an, dass der Tweet nicht von einem Huawei-Smartphone mit Android-Betriebssystem abgeschickt wurde, sondern von einem Telefon des Konkurrenten Apple.

Eine Panne, die so auch schon anderen Unternehmen passiert ist. Der offizielle nigerianische Samsung-Account etwa bewarb Ende November auf Twitter das Galaxy Note 9, der Post wurde ebenfalls von einem iPhone abgeschickt. Samsung reagierte nach Bekanntwerden panisch und löschte den gesamten Account. Allerdings verbreiteten sich im Netz Screenshots des Malheurs.

Huawei-Mitarbeiter werden herabgestuft

Für Diskussionen sorgt aber nun der Umgang seitens Huawei. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, untersuchte der Konzern den Vorfall. Einem internen Memo habe der Zwischenfall  "Schaden an der Marke Huawei angerichtet", behauptet Kommunikationschefin und Huawei-Vorstandsmitglied Chen Lifang. Zwei Mitarbeiter sollen für den Lapsus verantwortlich sein.

Das Problem sei Reuters zufolge entstanden, weil Tweets normalerweise über Desktop-PCs abgesetzt werden, Twitter aus zensurgründen in China aber nicht erreichbar ist. Deshalb muss man auf VPN-Dienste zugreifen, um die Nachrichten abschicken zu können. In diesem Fall klappte das allerdings nicht. Um die Nachricht noch pünktlich um Mitternacht abzuschicken, wichen die Mitarbeiter auf ein iPhone aus.

Das hat für die Angestellten Folgen: Beide wurden degradiert und das Gehalt wird für die nächsten 12 Monate um ungerechnet 730 Euro pro Monat gekürzt.

Quellen: Reuters

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