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iPhone und iPad Google schaltet neue Youtube-App frei


Comeback für Google: Nach Apples Rausschmiss von Maps und Youtube meldet sich der Suchmaschinenriese mit einer neuen Video-App zurück. Diese bietet neue Funktionen - aber auch einige Schönheitsfehler.

Fünf Jahre waren Google-Anwendungen fester Bestandteil auf Apples Mobilgeräten iPhone, iPad und iPod Touch. Doch mit dem neuen mobilen Betriebssystem iOS 6 kam der harte Schnitt: Raus mit Youtube, weg mit Google Maps. Apple entfernte die Anwendungen des unliebsamen Konkurrenten, ohne einen gleichwertigen Ersatz bereitzustellen. Mehr als 100 Millionen Mal wurde iOS 6 seitdem heruntergeladen, seitdem ärgern sich viele Nutzer über Apples schlampig programmierten Kartendienst und die fehlende Youtube-App.

Nun hat Google reagiert und eine überarbeitete Version der Videodienst-App zum Download bereitgestellt. Die Youtube-App ist 7,5 Megabyte groß und steht ab sofort kostenlos zum Download bereit. Allerdings gibt es noch keine speziell für das iPad optimierte Version, diese soll Gerüchten zufolge aber in den nächsten Monaten folgen. Zudem ist sie noch nicht an das größere 4-Zoll-Display des iPhone 5 angepasst, weshalb man am oben und unten mit fetten schwarzen Streifen leben muss.

Vorteile auf beiden Seiten

Youtube-Manager berichteten gegenüber der IT-Seite "cnet.com", dass die jahrelange Zusammenarbeit mit Apple nicht nur Vorteile bot: So wurde die Videoauswahl stärker eingeschränkt, als Google es wollte. Außerdem verhinderte Apple wichtige Updates und rückte die abonnierbaren Kanäle, die sogenannten Channels, in den Hintergrund, die für den Erfolg der Plattform sehr wichtig sind.

"Unsere Lizenz, die Youtube-App in iOS einzuschließen, ist abgelaufen", erklärte eine Apple-Sprecherin der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Genauere Gründe zum Rausschmiss der App nannte sie nicht. Nach Informationen des Blogs "All Things D" soll die Initiative zur Trennung von Google ausgegangen sein. Für die Unternehmen dürfte sich die Scheidung lohnen: Apple kann sich in Zukunft den Aufwand sparen, eigene Entwickler zu beschäftigen, die die App für einen Hauptkonkurrenten pflegen. Denn bis zum Vorgängr-Betriebssystem iOS 5 entwickelte nicht Google die Youtube-App, sondern Apple.

Mit einer eigenen Youtube-App ist Google nun wesentlich flexibler und bekommt mehr Kontrolle für die Vermarktung der Werbevideos. Werbung ist die wichtigste Einnahmequelle des Suchmaschinenriesen.

cf/DPA DPA

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