HOME

Nachhaltigkeit: Apple-Roboter zerlegt 200 iPhones pro Stunde

Ein neues Forschungszentrum und iPhone-zerlegende Roboter: Apple hat zum heutigen "Tag der Erde" einen neuen Umweltbericht vorgelegt.

Apples Daisy-Roboter kann bis zu 200 iPhones pro Stunde zerlegen.

Apples Daisy-Roboter kann bis zu 200 iPhones pro Stunde zerlegen.

PR

Apple hat anlässlich des bevorstehenden Earth Day seinen alljährlichen Umweltbericht veröffentlicht. Darin erklärt der Konzern, dass sich 44 seiner Lieferanten verpflichtet haben, die Produktion von Apple-Geräten komplett mit sauberer Energie zu betreiben. In den USA wird zudem das Recyclingprogramm ausgeweitet: Dabei können Kunden ihr altes iPhone beim Kauf eines Neu-Gerätes eintauschen und erhalten im Gegenzug einen Rabatt. Über verschiedene Programme erhielt der Konzern bislang laut eigener Aussage fast eine Million Geräte.

Ein zentraler Baustein im Recyclingprozess ist der Roboter Daisy, der eigenständig bis zu 200 iPhones pro Stunde demontieren und dabei seltene Materialien wie Kobalt (Batterieproduktion) und Zinn (wichtig für die Platinen) rückgewinnen kann. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 7,8 Millionen Apple-Geräte generalüberholt. Dadurch wurden 48.000 Tonnen Elektronikschrott aus Deponien wiederverwertet, erklärt der Konzern.

Optimierung von Recycling-Kreisläufen

Durch die jahrelange Versorgung mit Updates und Batterieaustauschprogramme werden iPhones in der Regel länger genutzt als Geräte anderer Hersteller. Lisa Jackson, Apples Nachhaltigkeits-Beauftragte, sagte im September: "Wir entwickeln und bauen unsere Geräte so haltbar wie möglich. Wenn sie länger halten, kannst du sie länger nutzen. Und sie zu benutzen ist das Beste für unseren Planeten."

+++ Lesen Sie in unserem großen Müll-Spezial mehr über das Recycling +++

Von einem iPhone, das komplett aus recycelten Werkstoffen besteht, ist der Konzern jedoch noch weit entfernt – wenn es denn überhaupt jemals realisierbar ist. Für einige der sogenannten seltenen Erden gibt es bislang keine oder kaum funktionierte Recycling-Kreisläufe. Um die Prozesse in Zukunft weiter zu optimieren, hat Apple die Eröffnung des sogenannten "Material Recovery Lab" bekanntgegeben. Das etwa 850 Quadratmeter große Forschungszentrum befindet sich in Austin, Texas, und soll mit Hochschulen zusammenarbeiten.

Dennoch gibt es noch viel zu tun. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace lobte in den vergangenen Jahren zwar die Entwicklung zu einer grünen Energiebilanz, forderte jedoch wiederholt, dass der Konzern seine Geräte leichter reparierbar machen sollte. Dadurch könnten die Geräte noch länger genutzt und die Umwelt so geschont werden.

cf