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Quartalszahlen: Von der Cash Cow zum Sorgenkind: Samsung hat ein Smartphone-Problem

Lange spülten die Samsungs Galaxy-Smartphones den Koreanern Milliardengewinne in die Kassen. Jetzt bricht das Geschäft immer mehr ein - und die Konkurrenz aus China droht zu überholen. Doch Samsung hat noch ein Ass im Ärmel.

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In Korea verkauft Samsung alles, von Versicherungen bis zu Kriegsschiffen. In Europa ist der Konzern vor allem für seine Hausgeräte und Fernseher bekannt - und für seine Smartphones. Doch ausgerechnet bei der einstigen Cash Cow brechen die Zahlen immer weiter ein. Und die Situation dürfte noch schlimmer werden.

Dabei sehen die am Montag verkündeten Quartalszahlen bei den Smartphones schon alles andere als rosig aus. Ganze 22 Prozent brachen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahresquartal ein, der operative Gewinn in diesem Bereich fiel gar um satte 34 Prozent. Gerade mal etwa zwei Milliarden Euro Gewinn bringen die Smartphones noch, letztes Jahr waren es im selben Zeitraum noch drei Milliarden. Schuld dürfte der ausbleibende Erfolg des Galaxy S9 sein, dass sich unter den Erwartungen verkauft. Ein viel größeres Problem dürfte aber der immer weiter wachsende Erfolg der chinesischen Konkurrenten sein.

Druck aus China

Die schaffen es nämlich immer häufiger, den Platzhirschen Apple und Samsung Marktanteile abzujagen. Neben den auch in Europa bekannten Marken Huawei und Xiaomi streben immer mehr chinesische Hersteller nach oben. Die vor allem in China erfolgreichen Konzerne Oppo und Vivo setzen weltweit mittlerweile Hunderte Millionen Smartphones jährlich ab, jagen Samsung durch einen knallharten Preiskampf immer weiter Marktanteile ab.

In den günstigen Märkten aufstrebender Länder in Lateinamerika und in Asien gerät der Branchenprimus so immer weiter unter Druck. Doch auch im Premium-Sektor muss sich Samsung längst ernsthafte Sorgen machen. Ging es bei den Spitzen-Smartphones früher nur um die Frage iPhone oder Galaxy kommen längst potente Alternativen auf den Markt. In Indien gelang es etwa der Oppo-Tochter Oneplus mit dem Oneplus 6 im Premium-Bereich an Apple und Samsung vorbeizuziehen. Ganze 40 Prozent der Premium-Kunden entschieden sich für ein Gerät der in Deutschland noch recht unbekannten Marke.

Samsung sieht nur Apple

Für Samsung scheint sich vor allem der Fokus auf Apple zu rächen. Während die chinesischen Hersteller vor allem über das Preis-Leistungs-Verhältnis punkten und immer bessere Qualität zu günstigen Preisen bieten, sehen sich die Koreaner weiterhin als Premium-Marke mit dem iPhone-Konzern als Hauptkonkurrent. Das merkt man auch an den Werbekampagnen. Immer wieder schießt Samsung in Werbeclips gegen das iPhone. Dabei dürften die anderen Android-Hersteller mittlerweile viel mehr Umsatz kosten. 

Die Strategie scheint nicht aufzugehen. Analysten schätzen, dass Samsung zwischen April und Juni gerade mal acht Millionen Galaxy S9 unter die Kunden bringen konnte. Damit wäre es das am schlechtesten verkaufte Spitzenmodell des Konzerns seit dem Galaxy S3. Und das, obwohl man im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Geld in Werbung gesteckt hatte. Ob das für Ende August erwartete Galaxy Note 9 die Lage noch einmal drehen kann, wird sich zeigen müssen.

Zulieferer-Geschäft als Rettung

Vor dem Ruin muss sich Samsung vorerst nicht fürchten. Trotz des einbrechenden Smartphone-Geschäfts konnte der Konzern seinen Gewinn leicht steigern. Zu verdanken hat er das dem Geschäft als Zulieferer. Die zuletzt immer erfolgreichere Chip-Sparte legte im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um satte 25 Prozent zu. 

Samsung profitiert von der enorm hohen Nachfrage nach Speicherchips, mit denen der Konzern sogar ganze 33 Prozent mehr umsetzen konnte. Die Nachfrage ist hier bereits seit Längerem deutlich höher als das Angebot, wodurch der Gewinn dieser Sparte mit 44 Prozent Wachstum sogar noch einmal kräftig nach oben ging. Das rettet Samsung das Ergebnis: Von den 14,87 Billionen Won (etwa 11,4 Milliarden Euro) Konzerngewinn stammen ganze 11,61 Billionen aus dem Chip-Geschäft.

Ein weiterer Hoffnungsträger blieb aber unter den Erwartungen: Die Display-Sparte konnte die Konkurrenten trotz der Entwicklung von flexiblen OLED-Bildschirmen nicht ausreichend zum Kauf bewegen. Die Gewinne sackten von 1,7 Billionen Won im Vorjahr auf nur noch 402 Millarden ein. Trotzdem sieht Samsung hier noch deutliches Wachstumspotenzial.

Sollten sich die aktuellen Zahlen als Trend erweisen, dürfte Samsung eine ähnliche Richtung wie LG einschlagen. Der koreanische Konkurrent spielt auf dem Smartphone-Markt seit Jahren kaum noch eine Rolle. Trotzdem bringt man konstant neue Modelle auf den Markt. Die locken zwar längst keine Konsumenten mehr in den Laden, haben aber eine wichtige Funktionen: Sie zeigen anderen Herstellern, welche Premium-Teile man zuliefern kann.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.