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Militärtechnik: Chinas Einstein-Radar soll unsichtbare US-Jets abschießen

Einstein staunte über eine "spukhafte Fernwirkung" unter Elementarteilchen - China macht eine Waffe aus dem Effekt. Ein neues Quanten-Radar soll die Stealth-Jets der USA vom Himmel holen.

Derzeit ist die F-22 die Königin der Lüfte, aber nur solange die Tarnkappe funktioniert.

Derzeit ist die F-22 die Königin der Lüfte, aber nur solange die Tarnkappe funktioniert.

So kurz kann der Weg von der Experimental-Physik in die Rüstungsindustrie sein. Chinas Staatsmedien behaupten, dass die chinesische Rüstungsindustrie das weltweit erste Quanten-Radar entwickelt hat. Eine unabhängige Überprüfung gibt es bei so einem Rüstungsprojekt erwartungsgemäß nicht. Was ist das Besondere an einem Quanten-Radar? Physikalisch gesehen ist so ein Radar eigentlich überhaupt kein Radar, denn es sendet keine Radarwellen aus. Stattdessen wird ein Strom an Elementarteilchen emittiert.

Effekt der Quantenverschränkung

Das ist schon ein großer Unterschied. Aber ganz anders, und ziemlich abgefahren, ist das Prinzip, mit dem dieses Radar Objekte entdeckt. Das klassische Radar sendet seine Wellen auf bestimmten Frequenzen aus, treffen die auf ein Hindernis, werden sie reflektiert und zurückgeworfen. Das Radargerät misst die Reflexionen der eigenen Wellen. Gewissermaßen wie ein Echo - nur in Licht- und nicht in Schallgeschwindigkeit. Das Prinzip ist leicht zu verstehen. 

Das Quanten-Radar arbeitet ganz anders. Es basiert auf der Theorie der verbundenen Elementarteilchen - bekannt als Quantenverschränkung. In Kurzfassung lautet die so: Zwei verbundene Teilchen haben eine Beziehung, sodass man an einem Teilchen die Zustände des zweiten Teilchens ablesen kann, auch wenn sie räumlich weit getrennt sind. Der Raum spielt keine Rolle, daher stammt auch Einsteins Formulierung der "spukhaften Fernwirkung". Das ist der Stoff, aus dem bisher nur Science-Fiction-Geschichten geschrieben wurden. 

Im Quantum-Radar werden Photone in je zwei verbundene Teilchen aufgespalten, jeweils ein Teilchen wird in die Welt hinausgeschossen, der Zwilling bleibt in dem Gerät. An ihm können nun die Zustände des frei gelassenen Zwillings abgemessen werden. Trifft der freie Zwilling auf ein Objekt, bemerkt das "gefangene" Teilchen die Begegnung.

Bisher keine brauchbaren Ergebnisse

Denkbar ist dieses Radar seit Langem, auch westliche Rüstungsfirmen haben daran gearbeitet. Bezweifelt wurde aber, dass es möglich sei, diese Technik aus dem Bereich von Laborergebnissen in eine einsatzfähige Militärtechnik zu überführen.

Die Global Times gibt nun an, ein Institut der China Electronics Technology Group Corporation (CETC) habe so ein Gerät entwickelt. Stimmen muss die Meldung trotz der Quelle nicht, es ist durchaus möglich, dass die Staatsmedien bei technologischen Durchbrüchen übertreiben. Sind die Angaben aber richtig, handelt es um einen Prototypen, der einem einsatzfähigen System sehr nahe kommt. Die Reichweite wird mit 100 Kilometern angegeben.

Was würde das bedeuten? Sollte eine Militärmacht ein einsatzfähiges Quanten-Radar entwickeln, wäre die gesamte Stealth- und Tarntechnik für herkömmliche Radargeräte obsolet. Ihre Idee basiert immer darauf, die einfallenden Radarwellen nicht zu reflektieren, gegenüber dem Eintreten von Photonen wäre das kein Schutz - die Tarnkappe würde nicht funktionieren.

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Russlands und Chinas Kampf gegen die Stealth-Technik

Am stärksten würde diese Neuerung die USA treffen, weil die US-Streitkräfte weltweit führend in der Stealthtechnik sind. Kein Wunder, dass Russland und China mit neuen Entwicklungen die US-Investitionen in diese Technik zunichte machen wollen. Gerade die Verkaufsoffensive der neuen unsichtbaren F-35 wird von beiden Ländern mit einer ganzen Reihe Ankündigungen von Anti-Stealth-Techniken begleitet. Das Quanten-Radar würde exakt auf Linie der chinesischen Rüstungsvorhaben liegen: Ihr Ziel ist es, mit vergleichsweise billigen Techniken die extrem teuren Rüstungsprojekte der USA zu neutralisieren. Man könnte vom Krieg der Kassen sprechen.

Entwicklungen wie das bereits ausgelieferte Sunflower-Radar (Russland) oder Projekte wie die Divine-Eagle-Drohne (China), können Stealth-Flugzeuge ebenfalls entdecken. Bezweifelt wird von US-Experten aber, dass die benutzte Radartechnik exakte Zieldaten liefern kann. Das Quanten-Radar hingegen würde Daten liefern, die Lenkwaffen direkt ins Ziel bringen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.