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Marines Afghanistan: Roh, brutal, verstörend - "Combat Obscura" ist der ehrlichste Kriegsfilm der Welt

Der Marine Lagoze filmte seine Einsätze in Afghanistan. Sein Film ist eine Achterbahnfahrt zwischen Grauen, Spaß und Langeweile. Das Pentagon hasst ihn dafür.

In dem Film sterben Afghanen und Amerikaner. Lagoze hat keine Idee, wieso.

In dem Film sterben Afghanen und Amerikaner. Lagoze hat keine Idee, wofür.

Einen Kriegsfilm wie "Combat Obscura" dreht man nicht in Hollywood und so etwas sieht man auch nicht in ARD und ZDF. "Combat Obscura" zeigt den Krieg roh und nicht hochpoliert. Gedreht wurde er von Lance Corporal Jacob Miles Lagoze. Von Beruf Kameramann bei den Marines. Aber für das Material, aus dem "Combat Obscura" zusammengeschnitten wurde, hat ihn das Korps nicht in den Einsatz nach Afghanistan geschickt.

Der Filme zeigt Szenen wie diese: "Okay Kumpel, wie geht es dir denn heute?", sagt ein Marine, der er über dem Körper eines toten Afghanen steht. "Du siehst aus, als wärst du gerade gefickt worden." Die Hand des Mannes ist zerfetzt, dort ging die Kugel des schweren Scharfschützengewehrs durch, bevor sie in seinen Oberkörper eindrang.

Beeindruckende Porträts vom Afghanistan-Einsatz: Was der Krieg mit Soldaten macht
Adam Petzsch, Unterleutnant, 25

Adam Petzsch, Unterleutnant, 25

6. März, Edinburgh
Ich weiß nicht, was mich dort erwartet und eigentlich bin ich etwas zu verzagt, aber ich wollte sehen, wie es wirklich ist, also bin ich zur Armee gegangen (l.)
19. Juni, Compound 19, Nad Ali, Afghanistan
(nach einem Bombenanschlag)
Es war der erste Einsatz mit einem Todesopfer. Ich wollte den Typen eigentlich nur aus dem Weg schaffen und mich selbst in Sicherheit bringen. Richtig zum Nachdenken kommt man ja erst, wenn es passiert ist. Ich habe mich gefragt, ob das zu verhindern gewesen wäre, ob es vielleicht meine Schuld war, und wie es den anderen geht (M.)
25. Oktober, Edinburgh
Wir wurden in einen anderen Stützpunkt verlegt und konnten uns keine 200, 300 Meter bewegen, ohne beschossen zu werden. Das war vorher anders, da haben wir auf der Patrouille oft über Kilometer niemanden gesehen. Aber dennoch glaube ich, dass unsere Anwesenheit etwas bewirkt.

Erst als die US-Soldaten die Leiche untersuchen, erkennen sie den Ladenbesitzer aus der Gegend. Unbewaffnet. Sie dachten, der Mann wäre ein Aufklärer für die Taliban. "Ja, der lebte noch eine Weile, hier ging es rein und schlug dann dort ein, wo vorher seine Leber gewesen ist", sagt ein Soldat. Das war Pech.

Einsatz in Helmand

Lagoze war bei den Einsätzen in der Provinz Helmand  immer vorne mit dabei. Daher konnte er solche Szenen drehen, die Journalisten nie zu sehen bekamen. Diese Szenen des echten Krieges bewahrte er auf.

Das Material ist das Gegenteil der offiziellen Kriegswerbevideos, die Lagoze im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Marine Korps gedreht hat. Nun will das Pentagon weitere Aufführungen des Films verhindern. Der Zensur-Trick: Lagoze habe ja auf der Soldliste gestanden, also gehörten alle Bilder, die er mit der Ausrüstung des Korps aufgenommen habe, dem Staat. Das sind Szenen in denen die US-Soldaten Hasch aus einer alten Pringles- Dose rauchen. So etwas will das Pentagon nicht sehen. Andere stopfen ihre Zigaretten mit Haschisch voll, wenn sie auf Streife sind.

Gefahr und Gelächter - in "Combat Obscura" liegt das nahe bei einander.

Gefahr und Gelächter - in "Combat Obscura" liegt das nahe bei einander.

Über seine Arbeit sprach der Ex-Marine mit dem Veteranen-Portal "Task & Purpose". "Als ich zurückkam, wusste ich nicht, was ich damit machen sollte. Ich hatte das Material auf meinem Computer," sagte er dem Portal. Dann machte er einen einstündigen Dokumentarfilm aus diesem "seltsamen Tagebuch, mit einer Menge abgefuckter Scheiße". Von Einordnungen, Erklärungen oder Analysen hält Lagoze nichts. Ihm geht es nicht darum, "diese Typen da draußen als Helden oder Opfer" darzustellen. Er weiß auch nicht, ob dieser Krieg irgendwann etwas Gutes bewirken wird. In Afghanistan sei nichts einfach schwarz oder weiß. "Es war lustig, es war schrecklich. Die enorme Absurdität der ganzen Erfahrung übertrifft jede Story."

Auf wilde Schießereien folgen Momenten extremer Ehrlichkeit, Szenen von Traurigkeit, Humor, Verwirrung und Langeweile. In einer Szene wird einem Marine in den Kopf geschossen, er stirbt vor der Kamera. "Ich denke schon, es ist schwer, so etwas zu sehen", sagte Lagoze "Task & Purpose". "Aber manchmal ist es eben so, wie es ist."

Keine Erklärungen, keine Deutungen

Lagoze verweigert die Aufgabe, den "ganzen Scheiß" zu erklären. Oder sich gegen den Krieg zu positionieren. Er will nur zeigen, wie düster und hässlich der Krieg ist. Den Streit mit dem Pentagon gibt Lagoze noch nicht verloren, auch wenn er weiß, dass es die Offiziellen vorziehen würden, wenn der Film nicht weiter gezeigt würde. Der Film sei eine ehrliche Darstellung des Einsatzes in einer abgelegenen Patrouillenbasis, sagt der Träger des Purple Heart. Er betont: "Das ist kein antimilitärischer Film."

Kra
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?