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Digitale Spiegelreflexkameras: Spieglein, Spieglein

Digitale Spiegelreflexkameras werden langsam auch für Amateure bezahlbar - zur Photokina kommen spannende und preiswerte Neuerscheinungen.

Für Rolf Nobel ist der Fall klar: "Wer wirklich fotografieren und nicht nur knipsen will, kommt um eine Spiegelreflexkamera nicht herum", sagt der Fotografie-Professor von der Fachhochschule Hannover. "Das ist in der Digitalfotografie nicht anders als früher."

Hohe Qualität = hoher Preis. Bisher

Was Nobel da reichlich provozierend formuliert, hat einen wahren Kern: Spiegelreflexkameras bieten dem Fotografen bessere Bildqualität und mehr Möglichkeiten als herkömmliche Sucherapparate. Ihre Bildsensoren sind größer und damit lichtempfindlicher, was zu einer besseren Kontrastwiedergabe und zu weniger Bild-Rauschen führt - so werden grieselige Störungen genannt, vergleichbar grobem Korn bei Filmen. Einzige Hürde war bislang der Preis. Mehrere tausend Euro musste man vor kurzem noch für eine digitale Spiegelreflex ausgeben. Nun, da es erste Modelle um die 1000 Euro zu kaufen gibt, scheint einer digitalen Renaissance dieses Kameratyps nichts mehr im Wege zu stehen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Während die kleinen Guckloch-Sucher der Kompaktkameras nur ein ungefähres Bild von dem vermitteln, was später auf dem Foto zu sehen sein wird, zeigen Spiegelreflexkameras das Bild im Sucher so, wie es tatsächlich aufgezeichnet wird - egal ob auf Film oder Chip. Dazu wird das Bild vor der Aufnahme mit einem Spiegel hinter dem Objektiv direkt in den Sucher gelenkt. Der Fotograf kann deshalb Motiv, Ausschnitt und Schärfe präzise beurteilen und auch kontrollieren, was passiert, wenn das Objektiv gewechselt oder Nahaufnahmezubehör und Filter verwendet werden.

Dass sie so viel teurer sind als Kompaktkameras, liegt an ihrer insgesamt aufwendigeren Konstruktion und größeren Funktionsvielfalt. Und wo früher nur ein Film eingelegt wurde, kommen noch Sensoren und die digitale Signalverarbeitungselektronik hinzu.

Das Herz ist besonders teuer

Besonders kostspielig ist der Lichtsensor im Herzen der Kamera, der die Bildinformationen in elektrische Signale umwandelt. "Doppelte Chip-Fläche kostet den achtfachen Preis", sagt Dietmar Wüller, Chef von Image-Engineering, dem Testlabor für Zeitschriften wie "c't" und "ColorFoto". Tatsächlich sind Spiegelreflex-Lichtsensoren sogar bis zu 40-mal größer als bei kleinen Digitalkameras. Einen so genannten 24 x 36 mm-Vollformat-Sensor leisten sich deshalb zurzeit nur drei Top-Modelle von Canon und Kodak, die mindestens 5500 Euro kosten. Alle anderen Modelle beschränken sich auf Sensoren im APS-Format von rund 15 x 23 mm - immerhin genug, um von den Vorteilen großer Sensoren zu profitieren.

Canon, Nikon und Pentax

Das kommt an. Bezahlbare Modelle wie Canons EOS 300D und die Nikon D70, beide zu einem Preis um die 1000 Euro erhältlich, haben inzwischen in der digitalen Spiegelreflexfotografie zusammen einen Marktanteil von knapp 80 Prozent. Kein Wunder, dass jetzt immer mehr renommierte Hersteller ebenfalls mit bezahlbaren Konkurrenzmodellen auf den Markt drängen. Pentax bringt mit der "*istDs" das derzeit kompakteste Modell, ausgestattet mit einem 6-Megapixel-Sensor. Es erlaubt den Einsatz vorhandener Pentax-Objektive der FA-Reihe mit 1,5- mal längerer Brennweite. Die *istDs wird im November für 999 Euro samt Zoom lieferbar sein. Olympus hat zur Photokina ein Einstiegsmodell zu einem "erschwinglichen" Preis angekündigt, der wahrscheinlich um die 1000 Euro liegt. Details will Olympus erst zum Photokina-Start veröffentlichen, dass der Apparat "E-300" heißen wird, ist aber schon durchgesickert.

Konica-Minolta

Dass ein günstiger Preis nicht Mager-Ausstattung bedeutet, beweist Konica-Minolta mit der neuen 6-Megapixel-Dynax 7D für rund 1400 Euro. Dafür gibt es nicht nur ein solides Metallgehäuse, sondern auch einen Bildstabilisator zum Schutz vor verwackelten Bildern. Er sitzt nicht wie bei anderen Systemen im Objektiv, sondern in der Kamera, sodass er nur einmal bezahlt werden muss und nicht mit jedem Objektiv neu.

Nochmal Canon

Auch im höheren Preissegment gibt es attraktive Neuigkeiten. Canons neue Spiegelreflex-Mittelklasse heißt EOS 20D und kostet 1600 Euro. Dafür gibt es eine Acht-Megapixel-Auflösung bei gleichem Sensorformat wie beim Vorgängermodell mit sechs Megapixeln. Die wegen der 30 Prozent höheren Auflösung verkleinerte Oberfläche der einzelnen Pixel wird durch größere Mikrolinsen-Oberflächen und kleinere Zwischenräume kompensiert. Neben der Bildqualität wird auch die Reaktionszeit verbessert. Was "klassische" Fotografen besonders schätzen werden: Mit einer neuartigen Schwarzweiß-Funktion der EOS 20D lassen sich Effekte erzeugen wie früher mit Farbfiltern und SW-Film.

Fuji

Auch Fuji bietet mit der FinePix S3 Pro digital klassische Qualitäten. Ihr spezieller Zwölf-Megapixel-"Super CCD SR"-Sensor kann durch das Zusammenwirken von sechs Millionen auf feine Details und sechs Millionen auf Lichtempfindlichkeit optimierten Pixeln bei kontrastreichen Motiven mehr Details wiedergeben. Mit einem Film-Simulation-Modus können die Farben der Digitalfotos den Charakter verschiedener Dia- und Farbnegativfilme annehmen. Ein hoch auflösender Monitor erleichtert die genaue Bildkontrolle.

Nochmal Nikon

Im Profibereich hat Nikon mit der zwölf Millionen Pixel starken D2x, verbesserter Farbtreue und extrem kurzer Auslöseverzögerung ein neues Spitzenmodell im Programm. Bildserien sind mit einer Frequenz von bis zu acht Bildern pro Sekunde möglich. Der große LCD-Monitor gehört zu den besten seiner Art. Mit einem als Zubehör anschließbaren GPS-Empfänger speichert die D2x mit dem Bild die geografischen Koordinaten des Aufnahmeortes. Profis können mit dem Wireless-LAN-Adapter WT-2 ihre Fotos mit höherer Datentransferrate und besserer Verschlüsselung kabellos versenden. 5000 Euro will Nikon nur für das Gehäuse, was - verglichen mit bisherigen Profi-Preisen - aber fast schon günstig ist.

Leica gibt sich wandelbar

Spannend ist auch die neueste Entwicklung aus dem Hause Leica: Mit Hilfe des Digital-Modul-R können Fotografen ihre analoge Leica-Spiegelreflexkamera mit wenigen Handgriffen in eine digitale verwandeln. Das Zehn-Megapixel-Modul wird einfach an Stelle der Rückwand an die analogen Spiegelreflexkameras Leica R8 oder R9 angeklinkt.

Wie viele Leica-Fotografen bereit sein werden, 4500 Euro nur für das digitale Rückteil auszugeben, muss sich allerdings noch herausstellen.

Horst Gottfried / print
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.