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Atomwaffen Dokumentarfilm zeigt den Abwurf der gewaltigsten Atomwaffe aller Zeiten, der "Zaren Bombe"

Waffen wie der "Zar" dienten vor allem der Abschreckung. Ihr Einsatz hätte die ganze Welt verwüstet.
Waffen wie der "Zar" dienten vor allem der Abschreckung. Ihr Einsatz hätte die ganze Welt verwüstet.
© Rosatom
Die "Zaren Bombe" wurde entwickelt, um wie Welt zu zerstören. Erst 59 Jahre nach ihrer Explosion, dokumentiert ein russischer Film den Einsatz.

Am 30. Oktober 1961 wurde über Nowaja Semlja, einer Insel im Nordpolarmeer, die größte Atombombe abgeworfen, die jemals gezündet wurde. Die ungeheure Bombe hatte eine Sprengkraft von 50 Megatonnen. Und eigentlich war sie noch stärker, doch vor dem Abwurf wurde sie abgerüstet. Die sowjetischen Wissenschaftler fürchteten, ihre Bombe könne die Nordhalbkugel in Brand setzten.

Lange Zeit gab es von diesem Einsatz nur Fotos und körnige, kurze Videoclips. Erst nach 59 Jahren hat der russische Atomenergie-Staatskonzern Rosatom auf dem YouTube-Kanal einen 40-minütigen Dokumentarfilm zum Bombenabwurf veröffentlicht. Der Streifen ist im Stil der Zeit gehalten und natürlich nicht kritisch ausgerichtet. Er zeigt aber dennoch viele Details des damaligen Einsatzes.

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"Doomsday-Weapon"

Der "Zar" war das Ende der Entwicklung immer größerer Wasserstoffbomben. Bei einer klassischen Atombombe lässt sich die Sprengkraft nicht beliebig vergrößern, anders bei einer Wasserstoffbombe – ihre Wirkung kann fast beliebig gesteigert werden. Der "Zar" entsprang einer unheimlichen Vision des damaligen Wettrüstens. So eine Bombe war kein Mittel der Kriegsführung, der Zar war eine Weltuntergangswaffe. Die ultimative Drohung, die mit Einsteins Warnung ernst machen sollte, dass der Krieg, der dem Atomkrieg folgen werde, wieder mit Keulen und Speeren ausgetragen werde.

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Nikita Sergejewitsch Chruschtschow, damals Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowejetunion, hatte zuvor verlangt, eine thermonukleare Waffe mit einer Sprengkraft von 100 Megatonnen zu entwickeln. Bei dem Abwurf wurden Modifikationen an der Bombe vorgenommen, um die Sprengkraft auf die Hälfte zu reduzieren. Auf dem Film ist zu sehen, wie die Bombe von einem Dampfzug zu einem Luftwaffenstützpunkt auf der Kola-Halbinsel transportiert wurde. Abgeworfen wurde sie von einem eigens umgebauten Bomber des Typs Tu-95 Bär. Wie das amerikanische Pendant, die B-52, ist der Bär heute noch im Einsatz. Diese Tu-95 erhielt einen eigens angepassten Bombenschacht. Die auffällige weiße Farbe war damals hingegen Standard bei Atombombern.

Zone der Verwüstung

Der Film zeigt, wie die 26,5 Tonnen schwere Bombe sanft mit ihrem Fallschirm auf das Ziel fällt. Die Detonation wurde von verschiedenen Kameras aufgenommen. Der Bomber wurde von zwei Maschinen begleitet. Eine war als fliegendes Labor mit Messgeräten ausgestattet.

Die Bombe wurde in über 4000 Metern Höhe gezündet. Mit dieser Methode sollte die Strahlenbelastung klein gehalten werden. Als sie schließlich explodierte, war der Bomber bereits 45 Kilometer weit entfernt. Im Film sieht man, wie sich der Feuerball langsam ausdehnt.

Erstmals wird gezeigt, dass Wissenschaftler wenige Stunden nach der Explosion an Bord von Hubschraubern in das zerstörte Gebiet flogen. Mit Schutzkleidung und einem Kettenfahrzeug näherten sie sich dem Zentrum der Zerstörung. Über "Dutzende von Kilometern" war die Erde in alle Richtungen verbrannt.

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