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Krim-Brücke: Freie Fahrt auf die Krim - Putin will seine Riesenbrücke im Mai eröffnen

Die Brücke zwischen Russland und der Krim ist das größte Prestige-Projekt von Wladimir Putin. In nur vier Jahren wurde das 19 Kilometer lange Bauwerk fertiggestellt. Eingeweiht wird am 9. Mai - dem Tag des Sieges über Nazi-Deutschland.


Offenbar soll die Brücke am 9. Mai, dem Tag des Sieges über Nazi-Deutschland, geöffnet werden.

Offenbar soll die Brücke am 9. Mai, dem Tag des Sieges über Nazi-Deutschland, geöffnet werden.

An der Krim-Brücke scheiden sich die Lager. Für die einen wird die Landnahme der Krim durch Moskau mit der gigantischen Brücke zementiert. Für Kiew ist der Bau ein Werk der Unterdrückung. Ein Standpunkt den auch die Bundesregierung einnimmt. Für Putin sieht das ganz anders aus. In Moskauer Lesart wurde die Krim nicht annektiert, sondern Russland hat dem Wunsch der Krimbewohner Rechnung getragen, sich von der Ukraine zu lösen und dem Mutterland Russland anzuschließen. 

Über die Bedeutung der Brücke sind sich alle Seiten einig: Die Krim, ob nun annektiert oder angeschlossen, besitzt keine Landverbindung zu Russland. Die einzige natürliche Landverbindung der Halbinsel führt auf ukrainisches Territorium und die Beziehungen zwischen Kiew und Moskau sind nach wie vor mehr als angespannt. Die Krim-Brücke wird den Einschluss der Halbinsel beenden.

Eine eigenständige Wasser- und Stromversorgung der Krim sind ebenso wichtig, doch die Brücke ist das greifbare Projekt der Integration. Die Brücke trägt eine vierspurige Autobahn und eine zweigleisige Eisenbahnstrecke. Im Volksmund wird das Bauwerk auch gern "Putin-Brücke" genannt. Insgesamt ist es 19 Kilometer lang.

Deutlich schneller als geplant

Im August letzten Jahres wurde ein spektakulärer Bauabschnitt fertig. Ein riesiger 6.000 Tonnen schwerer Eisenbogen wurde 35 Meter über dem Meer montiert. Damals ging man noch von einer Freigabe im Jahr 2019 aus. Nun, kurz nach der erneuten Wahl zum Präsidenten, sagte Putin, er hoffe, dass die Brücke bereits im Mai 2018 geöffnet werden könne. 

Das Ansehen Wladimir Putins ist unmittelbar mit dem Renommee-Projekt verknüpft. In jeder größeren Rede wird die Krim-Brücke beschworen, vor der Präsidentenwahl überzeugte sich Putin selbst von den Fortschritten. Der ganze Bau wird vom Stroygazmontazh-Konzern Arkady Rotenbergs durchgeführt. Der Milliardär Rotenberg gehört zu den engsten Vertrauten Putins, er war in der Kindheit der Judopartner Putins, und wickelt die größten staatlichen Bauaufträge ab.

Symbolträchtiger Bau

Wenn die Brücke im Mai tatsächlich für den Verkehr geöffnet wird, wäre sie in Rekordzeit erbaut worden. Die Krim-Krise begann im März 2014. In kaum mehr als vier Jahren wurde die Krim-Brücke entworfen, geplant und gebaut - inklusive entsprechenden Anschlüsse auf dem Land.

Schaut man sich die beiden Vorzeigeprojekte in Sachen Infrastruktur der Merkel-Ära an, den BER-Flughafen und das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21, muss man sagen: Eins zu Null für Putin. Wenn er seine Brücke am symbolträchtigen 9. Mai, dem Tag des Sieges über Nazi-Deutschland einweiht, wird in Deutschland offen darüber spekuliert, ob der BER trotz der investierten Milliarden nicht doch besser komplett abgerissen werden muss.

Kra
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.