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Hyperschall-Jäger MiG-41 - der gefährlichste Stealth-Jäger der Welt soll 2025 durchstarten

Die bisherigen Illustrationen verraten wenig über das wirkliche  Flugzeug.
Die bisherigen Illustrationen verraten wenig über das wirkliche  Flugzeug.
© MiG / PR
Mit der SU-57 will Russland mit den USA gleichziehen, der Abfangjäger MiG-41 soll alles Bestehende deklassieren. Der Jungfernflug soll schon 2025 stattfinden.

Deutschland streitet über die Anschaffung bewaffneter Drohnen, da kündigt Russland den ersten Flug der MiG-41 an. An dem Abfangjägerprojekt wurde seit 2013 gearbeitet. Das Design der MiG-41 wurde Ende 2019 fertiggestellt. 2020 wählte das russische Verteidigungsministerium die MiG-41 als das vielversprechendste Projekt aus. Wenn die MiG-41 die großen Erwartungen erfüllt, wäre sie der gefährlichste Jäger der Welt.

Hyperschall und Weltraumnähe

Der einsitzige und einmotorige Abfangjäger ist so konstruiert, dass er mit menschlicher Besatzung - aber auch ohne, nur mit KI-Steuerung - einsatzfähig ist. Die Fähigkeiten der Mikoyan MiG-41 gehen über die der SU-57 hinaus. Die SU-57 ist Russlands erstes Kampfflugzeug mit Stealtheigenschaften, nach langen Verzögerungen werden nun die ersten Serienmodelle an die russische Luftwaffe übergeben (Lesen Sie: "Stealth Jet zum Schnäppchenpreis: Putin ordert 76 Kampfflugzeuge"). Hier liegt Russland zwar weit hinter den USA. Doch mit einem Einsatz des deutsch-französischen Steathfighters  "Future Combat Air System" dürfte man frühestens 2040 rechnen können (Lesen Sie: Der europäische Stealth-Fighter wird in Paris gezeigt – allerdings aus Pappmache).

Keine Luft aus der Atmosphäre

Die MiG 41 ist kein Multi-Role-Fighter, sondern ein reiner Abfangjäger mit revolutionären Fähigkeiten. So soll sie bis zu 5.500 km/h erreichen, das wäre Hyperschallgeschwindigkeit. Der Eurofighter kommt auf etwa 2800 km/h. Die Reichweite des neuen Russenjets soll bei 1500 Kilometern liegen. Durch ihr Triebwerk kann die MiG auf bis zu 100 Kilometer aufsteigen. Der Leiter der Russischen Flugzeugkorporation Ilja Tarasenko sagte, dass der Jet die Machzahl von 4 bis 4,3 erreichen könnte, mit einem Raketenabwehrlaser ausgestattet wäre und in der Lage wäre in sehr großen Höhen und sogar im nahen Weltraum zu operieren. Das bedeutet, dass sein Triebwerk nicht auf Sauerstoff in der Atmosphäre angewiesen ist.

Ersatz der MiG-31

Der Jäger der 6. Generation verfügt über Tarnkappentechnologien, wie sie auch die Su-57 (5. Generation) verwendet. Angenommen wird, dass auch die Zelle auf der der SU-57 aufbaut. Die MiG soll alle modernen Raketentypen Russlands tragen können. Darunter die extrem schnelle Anti-Schiffsrakete Zirkon (Lesen Sie: Putins Zirkon-Rakete - schneller und tödlicher als vom Westen erwartet") und die Mehrzweckrakete Kinzhal. Auch wird sie mit den derzeit stärksten Luft-Luft-Raketen der Welt ausgerüstet. Sie können Ziele mit einer Reichweite von bis zu 300 beziehungsweise 400 Kilometern abschießen. Die MiG-41 soll selbst interkontinentale Hyperschallraketen abfangen und Anti-Satellitenraketen tragen.

Der erste Prototyp soll schon 2023 fertiggestellt werden, der Jungfernflug ist für das Jahr 2025 geplant. Allerdings leaken die russischen Militärs gern kühne Zeitpläne, Verzögerungen sind nicht unwahrscheinlich. Perspektivisch soll die MiG-41 die MiG-31 ersetzen.

Quelle: AviaPro, Blogbeforeflight, Air Recognition

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