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Kommunikations-Tool für Menschen mit Behinderung: Neue Software hilft Stephen Hawking beim Arbeiten

Der Physiker Stephen Hawking sitzt wegen einer Muskelkrankheit im Rollstuhl und kann nicht sprechen. Nun haben er und andere Fachleute eine Software entwickelt, die ihm das Kommunizieren erleichtert.

Der Physiker Hawking ist an der Muskelkrankheit ALS erkrankt

Der Physiker Hawking ist an der Muskelkrankheit ALS erkrankt

Dank einer neuen Computer-Software kann der britische Physiker Stephen Hawking schneller und einfacher kommunizieren. "Diese technische Entwicklung hat das Potenzial, das Leben von behinderten Menschen in aller Welt zu verbessern", sagte Hawking am Dienstag in London. "Sie macht es möglich, dass ich jeden Tag das tun kann, was ich liebe zu tun." Hawking ist an der Muskelkrankheit ALS erkrankt und seit Jahrzehnten auf den Rollstuhl angewiesen.

Das System basiert auf einem Infrarot-Sensor in der Brille des Wissenschaftlers. Mit Bewegungen seiner Gesichtsmuskulatur kann er Computerbefehle geben. Intel will das System im Januar als Open Source kostenlos verfügbar machen. Viele Menschen mit Behinderungen könnten davon profitieren, sagte die leitende Ingenieurin Lama Nachan.

"Dieses System verändert mein Leben"

Der Softwarehersteller Intel hat mit Hawking gemeinsam drei Jahre lang an der Entwicklung des neuen Systems gearbeitet. "Wir haben die Sprechgeschwindigkeit von Stephen verdoppelt", sagte Lama Nachan. Die Computerstimme des weltbekannten Astrophysikers bleibe die alte. Andere Anwendungen, etwa das Öffnen von Computerdokumenten, kann der Ausnahme-Wissenschaftler sogar bis zu 15 Mal schneller ausführen als mit seinem alten System.

"Mein altes System war 20 Jahre alt und ich fand es zunehmend schwieriger, effektiv zu kommunizieren", sagte Hawking. "Dieses System verändert mein Leben - und ich hoffe, es wird mir die nächsten 20 Jahre gute Dienste erweisen", sagte der 72-Jährige.

DPA/ljk / DPA
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