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Neuralink Elon Musk baut Elektroautos und Raketen. Als nächstes will er sich direkt in unsere Gehirne einklinken

Tesla-Gründer Elon Musk plant die nächste Revolution: Er möchte unsere Gehirne mit unseren Smartphones koppeln
Tesla-Gründer Elon Musk plant die nächste Revolution: Er möchte unsere Gehirne mit unseren Smartphones koppeln
© Getty Images
Elon Musk machte Elektroautos cool und sorgte mit selbstgebauten Raketen für Schlagzeilen. Mit Neuralink möchte er bald in unsere Gehirne vordringen - im wahrsten Sinne des Wortes.

Elon Musk gilt als Rockstar der Tech-Szene. Mit dem Autokonzern Tesla will er die E-Mobilität salonfähig machen, dank seiner Raumfahrtfirma SpaceX sollen Menschen bald zum Mars fliegen. Ganz nebenbei entwickelt der 49-Jährige Mega-Batterien für unser Zuhause, ein Hochgeschwindigkeitsverkehrssystem (Hyperloop) und sogar Flammenwerfer.

Doch offenbar ist der Multimilliardär immer noch nicht ausgelastet. Bald will er auch auf dem Gebiet der Neurotechnologie mitmischen: 2016 gründete er das Start-up Neuralink, mit dem er ambitionierte Pläne verfolgt. Ein implantierbarer Chip soll es möglich machen, einen Computer nur durch Gedanken zu steuern.

Direktverbindung ins Gehirn

Der Chip selbst ist nur wenige Millimeter groß. Daran befinden sich sogenannte "Threads", das sind extrem dünne Fäden, die so dick sind wie eine Nervenzelle (und damit nur ein Bruchteil eines menschlichen Haares). An deren Ende wiederum sind Elektroden angebracht. Diese können Signale empfangen oder die Nervenzellen stimulieren. Übertragen werden die Informationen an einen Sender, der wie ein Hörgerät hinter dem Ohr befestigt wird und mit dem Smartphone des Besitzers gekoppelt ist. Implantiert wird der Chip durch einen selbst entwickelten Operations-Roboter.

Das Konzept richtet sich zunächst ausschließlich an Menschen mit Bewegungseinschränkungen, etwa einer Querschnittslähmung. Bereits in diesem Jahr möchte das Unternehmen eine klinische Studie durchführen, allerdings ist unklar, ob dieser Zeitplan gehalten werden kann. Allerdings dürfte es dauern, bis eine solche Technologie von den zuständigen Behörden zugelassen wird.

Neue Sprachen per Download

Langfristig habe die Technik ein enormes Potenzial, schwärmte Musk. In Zukunft soll es möglich sein, das Gehirn zu erweitern. Aus der via Smartphone gekoppelten App könne man wie in einem App Store neue Fähigkeiten herunterladen und direkt ins Gehirn einspeisen – vorstellbar wären Fremdsprachen oder Bewegungsmuster aus Sportarten. Zudem könne man das Gehirn direkt mit einer Künstlichen Intelligenz koppeln.

Das alles mag nach Science Fiction klingen, doch die Technik selbst ist offenbar schon weiter, als man zunächst denken mag. So plauderte Musk – angeblich ungeplant, berichtet der "Independent" - aus, dass es in Versuchen bereits gelungen sei, den Chip einem Affen zu implantieren. Dieser sei anschließend in der Lage gewesen, einen Computer mit seinem Gehirn zu steuern.

Quellen: Neuralink-Keynote, Independent

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