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Haushaltsgeräte: Saugroboter – der Tesvor M1 bietet eine super Saugleistung zum kleinen Preis

Bei Saugstärke und Durchhaltevermögen kann der Billig-Sauger von Tesvor mit teuren Markengeräten mithalten. Bei einem Preis von unter 250 Euro ein echter Tipp – wenn man mit einigen Mankos leben kann.

Gutes Aussehen und solide Verarbeitung gefallen. Der helle Streifen stammt von den Klebstoffresten eines Aufklebers.

Gutes Aussehen und solide Verarbeitung gefallen. Der helle Streifen stammt von den Klebstoffresten eines Aufklebers.

stern

Der Tesvor M1 gehört zur günstigsten Kategorie der Robotersauger. Keine 250 Euro kostet das Gerät derzeit, inklusive einer fünf Jahre währenden Garantie. Billig-Sauger gibt es jede Menge, aber der M1 sticht dann doch hervor. Schon der Vorgänger X500 schnitt in Test und Kundenbewertungen gut ab. Der M1 sattelt jetzt noch mal drauf. Er bietet eine App-Anbindung, so wird die Bedienung komfortabler, verfügt über einen sehr starken Akku und entwickelt eine stärkere Saugleistung als alle anderen Robotersauger am Markt.

Zumindest was den erzeugten Unterdruck von 4000 Pascal angeht. Der allein ist kein Garant für ein perfektes Saug-Ergebnis – aber mehr Unterdruck hilft, ein gutes Ergebnis zu erreichen. Denn Robotersauger sind bei Weitem nicht so leistungsstark wie manche Werkstattsauger, die so viel Saugkraft erzeugen, dass sich der Fuß buchstäblich am Boden festsaugen kann.

Geliefert wird der M1 mit umfangreichem Zubehör – mit Ersatzbürsten, weiterem Hepa-Filter, einer Fernbedienung und einem Magnetabsperrband. Karton und Verpackung müssen sich vor teuren Geräten nicht verstecken. Der Roboter selbst ist schwarz, sieht schick aus und die Oberfläche ist relativ resistent gegen Kratzer. Einziges Manko: Der Hinweisaufkleber für den Power-Schalter hinterlässt eine Klebespur, die sich nur mühsam entfernen lässt. Wer es mit Gewalt probiert, wird die Oberfläche dann doch beschädigen.

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Flach und saugstark

Mit einer Bauhöhe von unter acht Zentimetern ist das Gerät sehr flach und kommt unter viele Möbelstücke. Ohnehin ist es ein Vorteil der Robotersauger, dass sie locker unter Bett und Sofa werkeln. Zonen, bei denen man sich, wenn man einen manuellen Sauger benutzt, bäuchlings auf den Boden legen muss. Wie bei China-Saugern üblich, arbeitet der M1 mit einer mittigen, eher schmalen Rotationsbürste zum Aufnehmen des Schmutzes. Zwei Seitenbürsten fegen den Dreck in Richtung der Saugöffnung. Mit der rotierenden Bürste und den 4000 Pascal Unterdruck überzeugt der M1 mit einem guten Saug-Ergebnis. Doch, sobald die volle Leistung abgefordert wird, macht der Roboter auch richtig Krach. Arbeitet er, wenn niemand in der Wohnung ist, fällt der Lärm natürlich nicht ins Gewicht. Der Akku mit 5200 mAh reicht für eine große Wohnung mit Teppichen, ist er aber leer, dauert das Aufladen relativ lang.

Auf Hartboden saugt der Roboter sehr gut und er kapituliert auch nicht vor hohen Teppichen. Auch Türschwellen von zwei Zentimeter Höhe werden locker bewältigt. Im Alltag ist vor allem wichtig, ob der Sauger sein Programm regelmäßig erfüllt, also automatisch startet, seine Saugbahnen zieht und dann allein zur Station zurückkehrt, ohne irgendwo stecken zu bleiben. Das schaffte der Tesvor M1 im ziemlich anspruchsvollen Testhausalt sehr gut. Er klemmt sich nicht fest und navigiert sich auch nicht in Fallen hinein, aus denen er sich nicht wieder befreien kann.

Man erkennt die großen, profilierten Antriebsräder und die typische schmale Bürste. 

Man erkennt die großen, profilierten Antriebsräder und die typische schmale Bürste. 

stern

Erkennt keine Schnüre 

Einziges Problem sind schmale "Täler" zwischen Wand und sehr dicken Teppichen. Hier muss man die Abstände robotergerecht ausrichten, damit er den Teppich wieder erklimmen kann und nicht im "Canyon" stecken bleibt. Solche Korrekturen sind normal, auch bei sehr teuren Geräten muss dies oder jenes in der Wohnung umgestellt werden. Im Reinigungsbetrieb ist das Gerät sanft, er schiebt also keine Stühle oder Vasen durch die Gegend. Echte Probleme machen dem Roboter jedoch Schnürsenkel und lange Flusen. Er kann sie nicht erkennen und wickelt die Bänder in der Bürste ein. Lange Teppichränder rupft er sogar ab, bei starkem Widerstand schaltet sich das Gerät ab. Man muss also keine Angst haben, dass er dünne Stromkabel abisoliert, wie es andere Billigroboter durchaus fertigbringen. Sehr gut hat uns der große Schmutzbehälter gefallen. Durch die hohe Saugleistung werden Flusen gut komprimiert, sodass der Sauger viele Tage arbeiten kann, ohne dass man den Behälter leeren muss.

App überzeugt nicht

Gespart wurde allerdings an der Navigation – der M1 besitzt kein Lasersystem, sondern arbeitet mit einem Gyrosensor. Beim Saugvorgang ist das kein nennenswerter Nachteil, doch die Möglichkeiten der App sind dadurch sehr begrenzt. Vor allem ist es nicht möglich, per App auf dem Grundriss der Wohnung Sperrzonen einzurichten. Dafür gibt es das Magnetband. Unsere Meinung: Ein Magnetband ist eine gute Lösung, wenn es nur darum geht, die Terrassentür zu sperren, damit der Robbi nicht in den Regen saust. Wer aber in der Wohnung reinigungsfreie Ecken einrichten will, damit der Roboter nicht irgendwelche kleinen Dekorgegenstände oder luftige Vorhänge wegsaugt, sollte ein anderes Gerät kaufen. Ebenso die Personen, die es lieben, mit einer Steuerungsapp herumzuspielen. Bei uns kam noch hinzu, dass das W-LAN umkonfiguriert werden musste, um die App überhaupt zum Laufen zu bringen. Doch die meisten Haushalte nutzen derartige Features ohnehin nicht. In der Regel wird einmal eine tägliche Reinigungszeit programmiert und das war es dann. Bei einem Sondereinsatz wird der Roboter dann eben manuell gestartet.

Fazit

Wer einen kräftigen Saugroboter sucht, wird von dem M1 für wenig Geld gut bedient, sofern die Mankos nicht zu sehr stören. Die da wären: keine Sperrzonen, keine verspielte App und keine Teppiche mit langen Zotteln in der Wohnung. An Saug-Ergebnis und Durchhaltevermögen des Geräts gibt es nichts auszusetzen. Dazu ist der Preis des M1 extrem attraktiv. Man darf ihn jedoch nicht mit den teuersten Robotern der 1000-Euro-Klasse vergleichen. Große Marken wie Neato oder iRobot bieten leistungsfähige Geräte mit Lasernavigation und tollen Apps in der Preisklasse um 450 Euro an. Doch auch sie sind immer noch doppelt so teuer wie der M1. Zumal einige Anbieter eine Garantie von fünf Jahren für ihn anbieten.

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