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Roboterfahrzeug aus Griechenland "Minotaurus": Panzerfahrzeug soll mit Laser Drohnen sekundenschnell zerstören

Das Panzerfahrzeug Minotaurus soll Drohnen eliminieren können
Das Panzerfahrzeug "Minotaurus" soll feindliche Ziele wie Drohnen eliminieren können
© Soukos Robots S.A.
Der Einsatz von Drohnen ist eine moderne Angriffsart – und damit eine neue Bedrohung für die Sicherheit eines Staates. Das roboterisierte Panzerfahrzeug "Minotaurus" will feindliche Objekte wie Drohnen in Sekundenschnelle eliminieren können. Dazu nutzt es ein Mikrowellen- und Laserstrahlsystem.

Griechenland sieht seine Souveränität aufgrund der konfrontativen Politik der Türkei und der ständigen Verletzungen seines Hoheitsgebiets stark gefährdet. Die Firma "Soukos Robots S.A." aus Larissa in Zentralgriechenland hat deshalb mit Unterstützung des griechischen Verteidigungsministeriums ein gepanzertes "robotisches" Bodenfahrzeug mit dem Namen "Minotaurus" entwickelt, das Streitkräfte bei der Verteidigung bedrohter Gebiete unterstützen soll. 

Das Fahrzeug soll etwa Drohnen ausschalten können, indem es zwei Arten von Waffensystemen nutzt: ein Mikrowellen- und Laserstrahlsystem, das zum einen die Navigationssysteme des Angreifers deaktivieren und zum anderen feindliche Bedrohungen eliminieren soll, sowie eine ferngesteuerte Maschinengewehrbasis. Außerdem sollen mithilfe von Laser die Überwachungssysteme eines Angreifers ausgeschaltet werden können. Der Firmengründer von Soukos Robots, Konstantinos Soukos sagte dem griechischen TV-Sender Alpha: "[Das Fahrzeug] hat die Fähigkeit, das zu bekämpfen, was die Griechen jeden Tag stört – Drohnen, Helikopter, Fregatten."

Darüber hinaus verfügt der wuchtig erscheinende "Minotaurus" über einen passiven Radar, der Ziele erkennen, verfolgen und orten können soll sowie einen Lidar-Sensor, wodurch Hindernisse umgangen werden können sollen.

"Minotaurus": Drohnenzerstörer und zugleich geschützt vor diversen Angriffen

Zugleich soll ein elektronisches, optisches Tarnsystem das Fahrzeug vor Angriffen etwa von Drohnen, Hubschraubern oder Bodenfahrzeugen schützen. Ein hochmodernes Selbstverteidigungssystem soll auch Angriffen durch Scharfschützen, Panzerfäuste und mehrere Boden-Boden- und Luft-Boden-Raketen standhalten können. Verbaute Panzerplatten und kugelsicheres Glas sollen vor Sprengsätzen und Explosivgeschossen schützen.

Das 8x8-Fahrzeug kann laut Herstellerangaben bis zu 100 km/h schnell fahren und soll neben der Bedienung durch eine Fahrerin oder einen Fahrer aus der Ferne über RF-Signale von Satelliten oder über einen kodierten Laser gesteuert werden können. Ein Anhängefahrzeug mit dem Namen "Dias" soll den "Minotaurus" energieautonom machen, indem es das Panzerfahrzeug "den ganzen Tag" mit Strom versorgen könne, so Soukos. Der "Minotaurus" dürfte zunächst für den Einsatz des griechischen Militärs gedacht sein, soll aber auch für ausländische Streitkräfte verfügbar gemacht werden.

Griechenland: Fast täglich Luftraumraumverletzungen durch türkisches Militär

Nahezu täglich kommt es zu Verletzungen des griechischen Hoheitsgebiets durch türkische Streitkräfte. Vor allem in der östlichen Ägäis wird regelmäßig gemeldet, dass türkische Kampfflugzeuge in den griechischen Luftraum eingedrungen sind. Auch unbemannte Drohnen kommen zum Einsatz und überfliegen teils Inseln. 

Erst Donnerstagnacht (25. November) ist eine unbemannte türkische Drohne über die Insel Kinaros geflogen, nachdem sie wenige Minuten zuvor einen Überflug über der Insel Kalogeros unternahm. In dem Zeitraum vom 19. November bis zum 22. November hatte der griechische Generalstab insgesamt sechs Luftraumverletzungen durch Drohnen gemeldet. Im Oktober 2022 registrierte der griechische Generalstab 1220 Luftraumverletzungen und 16 Überflüge.

Quellen: Soukos RobotsAlphagriechischer Generalstab, CNN Greece

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