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Vorwurf der Freiheitsberaubung Schüler nicht aus der Klasse gelassen: Lehrer freigesprochen

Freiheitsberaubung
In zweiter Instanz vom Vorwurf der Freiheitsberaubung freigesprochen: Musiklehrer Philip Parusel (Archivbild) 
© Rolf Vennenbernd/DPA
Ist es Freiheitsberaubung, wenn ein Lehrer seine Schüler nicht aus der Klasse lässt? Das Amtsgericht Neuss hatte geurteilt: ja. Nun ist das Düsseldorfer Landgericht zu einem anderen Urteil gekommen.

Ein Musiklehrer aus Nordrhein-Westfalen ist am Freitag vom Vorwurf der Freiheitsberaubung freigesprochen worden. Er war angezeigt worden, nachdem er Schüler daran gehindert hatte, den Klassenraum zu verlassen. Die Jungen und Mädchen der als laut geltenden Realschulklasse hatte der Mann dazu verdonnert, eine Strafarbeit über den Geigenspieler Paganini zu schreiben und nicht vor dem Abschluss den Raum zu verlassen.

Berufung gegen Urteil des Amtsgerichts Neuss

In erster Instanz war der Pädagoge aus Kaarst vom Amtsgericht in Neuss wegen Freiheitsberaubung zu einer "Verwarnung mit Strafvorbehalt" verurteilt worden. Dagegen hatte er Berufung eingelegt. Das Düsseldorfer Landgericht konnte nun nach eigenen Angaben keine Straftat im Verhalten des Mannes erkennen.

Die Kammer hatte zuvor vergeblich eine Einstellung des Verfahrens angeregt und betont, der Sachverhalt sei "ungeeignet, von einem Strafgericht entschieden zu werden". Doch der Einstellung des Verfahrens ohne eine Geldauflage hatte die Staatsanwaltschaft nicht zugestimmt.

Vorwurf der Freiheitsberaubung: Schüler nicht aus der Klasse gelassen: Lehrer freigesprochen
tkr DPA

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