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Licht in jeder Lebenslage: So finden Sie die richtige Stirnlampe für Ihr Kind

Stirnlampen für Kinder: Zwei Schulkinder beim nächtlichen Lesen
Stirnlampen für Kinder müssen nicht alles können. Hauptsächlich sollen sie Spaß bringen.
© miljko / Getty Images
Stirnlampen sind ein praktisches Hilfsmittel, auch für Kinder. Dabei eignen sich einige Modelle besser für den Nachwuchs als andere. Was Sie beim Kauf beachten sollten.

Ob des Nachts beim Camping, zur besseren Sichtbarkeit im Straßenverkehr oder als Spielzeug für kleine Höhlenforscher: In vielen Situationen kann eine Stirnlampe Ihrem Kind das Leben erleichtern. Bei der Anschaffung sollten Sie jedoch besondere Anforderungen berücksichtigen. Während etwa die Helligkeit des Geräts für erwachsene Nutzer oft besonders wichtig ist, benötigen Kinder in vielen Fällen kein mobiles Flutlicht auf der Stirn. Im Gegenteil: Beim Spielen laufen die Kleinen gar Gefahr, sich und andere mit zu hellen Leuchtmitteln zu blenden. Im schlimmsten Fall drohen Augenschäden.

Stirnlampen für Kinder: Spielzeug oder praktischer Helfer?

In jedem Fall ist es daher besser, auf Modelle mit moderater Leuchtkraft zurückzugreifen. Große Outdoor-Hersteller wie Petzl und Black Diamond haben spezielle Stirnlampen für Kinder im Programm. Welche Variante sich am besten eignet, hängt auch vom geplanten Einsatzzweck und dem Alter des Kindes ab. Geht es eher um das spielerische Erkunden imaginärer oder selbstgebauter Höhlen im Garten, sollten Sie vor allem auf ein robustes und leichtes Modell setzen, das viel aushält, aber nicht stört oder blendet. Leuchtkraft ist in diesem Fall zweitrangig.

Blendschutz für sehr kleine Abenteurer

Bei besonders kleinen Kindern ab etwa drei Jahren sollten die verbauten LEDs idealerweise durch einen Milchglaseffekt abgeschwächt sein, um eine Blendung durch stark gebündeltes Licht auch bei geringer Leuchtkraft in jedem Fall zu verhindern. Solche Modelle haben zudem oft bewusst gesetzte Sollbruchstellen in Form von Sicherheitsverschlüssen an den Stirnbändern, damit sich Kinder beim Spielen und Herumtoben nicht versehentlich strangulieren.

Ebenfalls empfehlenswert ist es, die Geräte mit wiederaufladbaren Akkus auszustatten, um die Kosten und die Umweltbelastung durch häufige Batteriewechsel zu minimieren. Kinder vergessen nicht selten, die Geräte nach der Verwendung auszuschalten. Manche Modelle haben einen integrierten Akku an Bord, der sich via USB-Kabel aufladen lässt.

Einfache Bedienung

Damit sich auch sehr junge Abenteurer am Umgang mit einer Stirnlampe erfreuen, sollte das Gerät über eine möglichst einfache Bedienung verfügen. Ideal sind Modelle, die alle Funktionen über eine einzige, leichtgängige Taste zur Verfügung stellen. Berücksichtigen sollten Sie auch das Gewicht der Stirnlampe. Je leichter das Gerät ist, desto bequemer und sicherer sitzt es auf dem Kopf, auch bei längerer Einsatzdauer.

Stirnlampe Kind: Wann Helligkeit wichtig wird

Ist die Stirnlampe für ein älteres Kind ab sechs Jahren aufwärts gedacht und soll sie tatsächlich als Hilfsmittel bei Nachtwanderungen oder dem nächtlichen Klogang auf dem Campingplatz Verwendung finden, darf es auch ein helleres Modell mit Zusatzfunktionen wie Rotlicht sein, wobei die Leuchtkraft einen Wert von etwa 200 Lumen nicht überschreiten und im Idealfall regelbar sein sollte, um das Blendrisiko dennoch gering zu halten. Noch ältere und schon etwas erfahrenere Kinder ab etwa acht Jahren können auch zu Modellen mit bis zu 600 Lumen greifen, sollten das Gerät aber nur unter Aufsicht verwenden.

Ähnlich verhält es sich, wenn es Ihr Ziel ist, die Sichtbarkeit Ihres Kindes im Straßenverkehr durch den Einsatz einer Stirnlampe zu erhöhen. In diesem Fall ist Helligkeit das A und O. Für diesen Fall lohnen sich vor allem Varianten mit integriertem Blinkmodus und eventuell auch zusätzlichem Rücklicht, die in der Dunkelheit besonders auffallen. Außerdem denken Kinder eher nicht daran, dass sie andere Menschen blenden, wenn sie sie mit aufgesetzter Stirnlampe direkt anschauen. Mit einer einfach zu bedienenden Dimmfunktion kann das Kind schnell lernen, die Stirnlampe selbstständig an bestimmte Einsatzszenarien anzupassen.

Last but not least: Auch die Optik zählt

Die sicherste und komfortabelste Stirnlampe hilft nicht, wenn sie Ihrem Kind nicht gefällt. Viele Anbieter haben spezielle Designs in bunten Farben und mit bei Kindern beliebten Motiven wie etwa Dinosauriern oder Regenbögen im Portfolio. So ein Feature kann für die Sprösslinge den entscheidenden Unterschied machen. Kann sich Ihr Nachwuchs trotz toller Optik und kindgerechter Ausstattung nicht mit einer Stirnlampe anfreunden, kann eine herkömmliche Taschenlampe für Kinder eine sinnvolle Alternative sein. Die ist in vielen Situationen zwar nicht ganz so praktisch wie eine freihändig nutzbare Stirnlampe, das Handling ist aber deutlich intuitiver und die Gefahr versehentlicher Blendungen geringer.

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