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Glutamat und Salz: Gewürzmischungen aus dem Supermarkt: Was streuen wir uns eigentlich aufs Essen?

Gewürzmischungen aus dem Supermarkt und Discounter können Geflügel, Fisch und Fleisch verfeinern. Aber Vorsicht! Man sollte sich vorher die Inhaltsstoffe ansehen.

Gewürze

Die Verbrauchersendung NDR-Markt hat sich Gewürzmischungen genauer angesehen

Gewürzmischungen sind bequem, muss man dazu nur ins Gewürzregal greifen und Geflügel, Fisch und Fleisch damit marinieren. Aber was steckt eigentlich in solchen Gewürzmischungen? Die NDR-Verbrauchersendung Markt hat diese genauer unter die Lupe genommen.

Die Firma Fuchs bietet beispielsweise eine Würze für Geflügel mit Paprika und Kurkuma an, aber auch Dextrose, Hefeextrakt, Maltodextrine, Sojasaucenpulver, Trennmittel und so weiter. Für gutes Essen braucht man das eigentlich nicht. Auch in der Gewürzmischung von Lidl, die übrigens vom gleichen Hersteller ist, sieht das nicht anders aus: jede Menge Geschmacksverstärker.

Hefeextrakte in Fertigmischungen finden auch Ernährungsmediziner bedenklich, darin ist nämlich natürliches Glutamat enthalten. Wie der Experte in der Sendung erklärt, gibt es viele Hinweise darauf, dass Glutamat den Appetit anregt und dass kann dazuführen, dass Menschen mehr Nahrung zu sich nehmen als sie benötigen. Was wiederum Adipositas und Übergewicht begünstigt.

Auch in der Fischmischung von Fuchs steckt eine Zutat mit natürlichem Glutamat: gekörnte Brühe. Auch das muss nicht sein, wie eine Bio-Gewürzmischung zeigt. Darin sind nur natürliche Zutaten ohne Chemie enthalten. Warum verwenden die Hersteller dann Zutaten mit natürlichem Glutamat, wenn es auch ohne geht? 


Glutamat und zu viel Salz

Auf Nachfrage äußern sich die Firma Fuchs und Ostmann, dass die Rezepturen bereits umgestellt worden seien. In den neuen Rezepturen finden sich weder Glutamat, Aromen, gekörnte Brühe, Gewürzextrakt, Sojasaucenpulver oder ähnliche Geschmacksverstärker. Im Lidl-Produkt aber, dass auch vom Hersteller Fuchs ist, steckt weiterhin Hefeextrakt. Die Rechtfertigung dazu lautet, dass zumindest kein künstlich hergestelltes Glutamat beigemischt werde.

Der Anspruch aber sollte sein, dass man keine Helfer nimmt, um Produkte schmackhafter oder im Fall von Fleisch zarter zu machen. Was auffällt: Die Würzmischungen enthalten alle zu viel Salz. Das könnte dazu führen, dass der Geschmackssinn abstumpft und man immer mehr Salz braucht - und letztendlich Bluthochdruck entwickelt.

Ernährungsmediziner und auch Köche raten, Gewürzmischungen lieber aus frischen oder getrockneten Kräutern selber zu machen und die Fertigprodukte im Regal links liegen zu lassen. 

Die Enden von Zimtstangen sind in Großaufnahme zu sehen