HOME

Gutes aus dem Küchengarten: Sonnwend zur Stillen Zeit – Das Frühjahr nimmt Anlauf

Letzte Nacht war die längste und dunkelste des Jahres, weil Wintersonnenwende und Neumond auf einen Tag fallen. Das kommt alle 19 Jahre vor, weiß Angelika Wohofsky und freut sich aufs Frühjahr.

Heute ist der Tag der Wintersonnenwende. Die vergangene Nacht gilt als längste Nacht des Jahres. Und sie war wohl auch eine der dunkelsten Nächte, da es Neumond gab. Wintersonnenwende und Neumond, das kommt nur alle 19 Jahre vor.

Spirituelle Menschen sagen, das war eine Nacht von besonderer Magie und Bedeutung. Man sollte sich in einer solchen etwas Gutes fürs kommende Jahr wünschen. Auch weiß ich von Ritualen, die während dieser Wintersonnenwende vollzogen werden. Im Volksmund heisst die Nacht vom 21. auf den 22. Dezember auch Thomasnacht. Sie macht den Auftakt für die Raunächte, in denen mit Räuchern das Alte ausgetrieben wird, um Neuem Platz zu machen.

Für mich war der Sonnenaufgang heute in der Früh von eindrucksvoller Schönheit. So ein Licht sah ich schon lange nicht mehr. Frühlingshafte Farben, der Himmel türkisblau und um halb acht Uhr morgens ein Rot und Gelb. Sensationell. Dazu leichter Frost, wie ansonst nur Ende März üblich.

Da spürt man, dass die Pflanzensäfte schon in den Startlöchern stehen. Schließlich wechseln auch die Rhythmen der Vegetation zur Wintersonnenwende. Ab dem 22. Dezember beginnen nämlich die Säfte wieder zu fließen. Im Holz und den winterharten Pflanzen.

Bis Maria Lichtmess, den 2. Februar, wird es dauern. Ab diesem Datum ist der Tag um eine Stunde länger geworden. Als Regel gilt: einen Hahnenschrei für jeden Tag. Schon zu den Heiligen Drei Königen dauert der Tag einen Hirschsprung länger.

Einen Hahn habe ich hier nicht im Küchengarten. Aber das zunehmende Tageslicht bilde ich mir bereits ein.

Nach dem Neumond dreht auch die Mondphase um. Der Mond nimmt zu. So hoffe ich, werden noch vor dem Jahreswechsel bei zunehmendem Mond die Ableger meines Strauchbasilikums gesunden und kräftig anwachsen. Über das kleine Lausproblem hab ich schon berichtet.

Also genießt einen schönen Wintersonnwendtag. Und wer Barbarazweige am 4. Dezember schnitt, sollte die ersten Blütenknospen sehen.

Morgen gibt es noch einen Beitrag für ein letztes Weihnachtsgeschenk, so zum Schluss für Spätentschlossene. Dann ist mal Pause bis zum Jahreswechsel. Ich plane einen ausführlichen Rückblick. Und es gibt Neues dann für 2015. Dazu aber mehr am Wochenende.